Sabrinas Tochter schrieb: „Mama, mein Leben hat keinen Sinn mehr"

Shownotes

In dieser Folge erzählt Sabrina ihre Geschichte. Eine Geschichte, die zeigt, wie sich eine toxische Beziehung schleichend entwickeln kann, von einem harmonischen Beginn über zunehmende Kontrolle und psychische Gewalt bis hin zu konkreten Drohungen und digitaler Überwachung. Sabrina ist Mutter von drei Kindern und hat mehrere Jahre in einer Beziehung gelebt, aus der sie sich nur unter extremen Vorsichtsmaßnahmen befreien konnte.

In der theoretischen Einordnung spreche ich über vier Themen, die Sabrinas Geschichte besonders deutlich macht:

Auf Eierschalen gehen: Was passiert, wenn ein ganzer Haushalt seinen Alltag an der Stimmung einer Person ausrichtet und was das langfristig mit Kindern macht, die in dieser Atmosphäre aufwachsen.

Selbstverlust in toxischen Beziehungen: Warum Betroffene sich in toxischen Beziehungen so systematisch selbst verlieren, wie dieser Prozess funktioniert und was erlernte Hilflosigkeit damit zu tun hat.

Digitale Überwachung und Bedrohung: Was anhaltende Bedrohung mit dem Nervensystem macht, warum Erschöpfung und innere Taubheit typische Folgen sind und ab wann Kontrolle in einer Partnerschaft eine Straftat ist.

Kinder in toxischen Beziehungen: Warum Kinder, die in einem Haushalt mit psychischer oder körperlicher Gewalt aufwachsen, nicht Zeugen dieser Gewalt sind, sondern mittendrin, und was das Argument "ich bleibe wegen der Kinder" wirklich bedeutet.

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Weitere Infos findest du auf meiner Website

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich möchte diese Folge mit einer Triggerwarnung beginnen.

00:00:03: Die Geschichte, die du heute hörst enthält digitale Überwachung konkrete Drohungen mit sexueller und körperlicher Gewalt, sexuelle Nötigung sowie Gewalt gegenüber einem Kind.

00:00:15: Wenn du dich gerade in einer verletzlichen Phase befindest überlege bitte gut ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist diese Folge zu hören.

00:00:24: Es ist vollkommen in Ordnung auf Dich zu achten.

00:00:28: Heute spreche ich mit Sabrina.

00:00:31: Sabrina erzählt, wie ihr Mann ihr Wort für Wort vorlesen konnte was sie ihrer besten Freundin im Messenger geschrieben hatte ohne ihr Handy je in der Hand gehabt zu haben.

00:00:43: Wie er ihr erklärt hat dass er sie vergewaltigen oder sogar töten lassen könnte mit konkreten Beschreibungen wie das ablaufen würde.

00:00:51: Wie ihre kleine Tochter ihr heimlich Briefe zugesteckt hat in denen stand Mama mein Leben hat keinen Sinn mehr.

00:01:00: Und wie sie an dem Morgen, an dem sie mit den Kindern gegangen ist – zum ersten Mal seit Jahren wieder Luft bekommen hat.

00:01:12: Willkommen zu einer neuen Folge von Narzissmus und toxische Beziehungen.

00:01:16: jetzt sprechen wir!

00:01:18: Ich bin Jennifer und begleite Menschen im Coaching auf ihrem Weg aus destruktiven Beziehungsmustern.

00:01:24: In diesem Podcast teilen Betroffene ihre persönlichen Geschichten.

00:01:28: Geschichten die oft viel zu lange im Verborgenen geblieben sind….

00:01:32: Nach jeder Erzählung ordne ich zentrale Muster und Dynamiken ein, damit auch diejenigen, die solche Erfahrungen nicht selbst gemacht haben, die Auswirkung besser verstehen und nachvollziehen können.

00:01:43: Dabei verbinde ich fachliche Expertise, wissenschaftliche Erkenntnisse und eigene

00:01:48: Erfahrungen.".

00:01:51: Die heutige Geschichte kommt also von Sabrina – sie ist Mutter von drei Kindern und hat mehrere Jahre in einer Beziehung gelebt, die schleichend eskalierte bis sie irgendwann in einer Situation war, in der buchstäblich ihr Leben auf dem Spiel stand.

00:02:05: Sabrina ist nicht ihr echter Name!

00:02:08: In diesem Podcast sprechen Betroffene unter einem Pseudonym um ihre Privatsphäre zu schützen.

00:02:14: Wenn du dich in Sabrinas Geschichte wieder erkennst möchte ich dich ermutigen dir Unterstützung zu holen.

00:02:20: Du musst das nicht alleine durchstehen.

00:02:22: Den Link zu meinem kostenfreien Erstgespräch findest du in den Show Notes.

00:02:27: Jetzt erzählt uns Sabrina ihre Geschichte.

00:02:34: Liebe Sabrina, willkommen im Podcast.

00:02:36: Narzissmus und Toxische Beziehung.

00:02:38: Jetzt sprechen wir!

00:02:39: Ich freue mich, dass du dich bereit erklärt hast über deine Geschichte zu sprechen.

00:02:43: Magst du für die Zuhörnern einmal kurz verraten was genau dich zu dieser Entscheidung gebracht hat?

00:02:48: Ja hallo liebe Jennifer.

00:02:50: ich freue mich sehr das wir diese podcast folge zusammen aufnehmen und mir liegt da sehr viel dran.

00:02:57: das tun Denn der Podcast hier, dem habe ich viel zu verdanken.

00:03:02: Ich bin per Zufall beim Google-Märder wenig hat er drauf gestoßen und hab mir diese Folgen angehört.

00:03:10: Mir ist es erst mal bewusst geworden.

00:03:13: so ist es bei dir auch Und ich konnte das dann einordnen ganz viele Szenen wo ich gedacht habe die sind genauso in meinem Leben und wenn ich mit meiner Geschichte anderen So auch helfen kann kann ich vielleicht ein bisschen was zurückgeben.

00:03:31: Außerdem ist es für mich vielleicht auch mal später eine gewisse Erinnerung an diese Zeit, weil ich schon merke man verdrängt viel.

00:03:43: und ja wo ich irgendwann mal vielleicht auf zurückkommen möchte.

00:03:48: Ja okay vielen Dank!

00:03:50: Dann lass uns doch einmal in deine Beziehungsgeschichte starten Sabrina.

00:03:55: wie habt ihr beide euch denn kennengelernt?

00:03:58: Genau, wir haben uns kennengelernt am Rande von einer Sportveranstaltung wo wir uns eigentlich ganz zufällig über den Weg gelaufen sind.

00:04:09: Zum damaligen Zeitpunkt war ich etwa ein halbes Jahr getrennt vom Vater meiner ältesten Tochter.

00:04:19: das war damals für mich eine schon schwierige Lebenslage.

00:04:24: Ich bin von heute auf morgen quasi alleinerziehend geworden, musste das alles selbst organisieren.

00:04:32: Es gab auch im Hintergrund Gerichtsprozesse ums Sorgerecht

00:04:37: usw.,

00:04:38: also es ging mir nicht so super gut zu der Zeit.

00:04:43: und ja da kam eben dieser Tag.

00:04:45: wir sind uns dort über den Weg gelaufen, sind ins Gespräch gekommen und das waren ganz bemerkenswerten Treffen.

00:04:56: Man sagt es ja immer so, aber es war wirklich so als ob der Blitz eingeschlagen hätte.

00:05:03: Im Nachhinein würde ich schon sagen... Ich habe das damals total albern gefunden,... ...aber es ist wirklich so etwas wie Liebe auf den ersten Blick!

00:05:12: Das war ein ganz krasses Erlebnis und spannend war dass es auch drum herum viele so wahrgenommen haben.

00:05:20: Also das ist direkt aufgefallen.

00:05:23: Wir haben uns an dem Tag dann ganz toll unterhalten.

00:05:27: Die Gespräche, die gingen auch unheimlich harmonisch schnell voran.

00:05:34: wir haben uns da richtig gut verstanden mit den Themen.

00:05:39: aber ja also es war wirklich nahezu perfekt!

00:05:51: Klar an diesem Tag, dass wir da beide auch dort sind und ja das war eigentlich genauso wieder.

00:05:58: Wir haben uns ganz toll verstanden und haben aber keine Nummern dort ausgetauscht.

00:06:07: im Nachhinein ich weiß gar nicht mehr warum das so war es war auf jeden Fall erst mal umstille.

00:06:15: wir hatten aber gemeinsame Bekannte Und über diese gemeinsamen Bekannte kam es dann letztendlich doch dazu, dass wir gegenseitig unsere Nummern hatten und dann miteinander telefoniert haben.

00:06:31: Als wir das einmal angefangen haben hat sich das fortgesetzt.

00:06:34: also wir haben jeden Tag telefoniert, wir haben Stunden telefoniert... Das war so stimmig!

00:06:41: Wir hatten gleiche Lebensvorstellungen ganz viel gleiche Interessen haben überlegt, wo es hingehen könnte.

00:06:51: Also ob wir beruflich was zusammen machen könnten... Ja also das hat wirklich sehr gut gepasst!

00:07:00: Ich konnte natürlich nicht beliebig weg zu der Zeit.

00:07:03: ich hatte wie gesagt eine kleine Tochter.

00:07:05: insofern war's mit Treffen da ein bisschen schwierig.

00:07:10: aber ja Wir haben uns dann letztendlich getroffen zum Eisessen.

00:07:17: Wir saßen dann, glaube ich in diesem Café sechs Stunden oder so.

00:07:22: Aber da war nichts mehr wie wir unterhalten uns gut und verstehen uns gut usw.

00:07:29: Und ich wusste dann nicht wirklich wo es hinläuft weil ich war eigentlich schon interessiert.

00:07:36: Wie gesagt das war ja sehr perfekt aber nachdem von ihm da nicht wirklich eindeutig was kam, war abwattend.

00:07:49: Wir waren dann an einem Wochenende zusammen unterwegs und dann hat er mich irgendwann vor allen möglichen Leuten geküsst, das war mir eigentlich in dem Moment ein bisschen zu arg.

00:08:03: es war so ein bisschen wie ein Überfall.

00:08:07: ja aber letztendlich ist dann an dem Tag nichts weiter passiert.

00:08:11: wir haben uns später noch mal getroffen Ja, wir waren dann spazieren.

00:08:16: Es war schon dunkel und an dem Abend... es war quasi so erst unser erster Abend wo wir zusammen waren.

00:08:26: Wir haben uns über alle möglichen Themen unterhalten Und es war an diesem Abend eigentlich schon klar.

00:08:32: Ich weiß das hört sich ziemlich verrückt an Aber es war klar dass wir heiraten möchten Dass wir Kinder haben möchten Ja und dass das wir beide uns So vorstellen.

00:08:47: Sabrina, wie lange wart ihr zu diesem Zeitpunkt?

00:08:50: Ich sag mal in einem engeren Kontakt miteinander.

00:08:53: Du hattest gesagt du habt dann viel telefoniert nachdem ihr die Nummern ausgetauscht hattet.

00:08:57: Wie lang kanntet ihr euch?

00:08:58: Ja das waren so... Das waren so in etwa zwei bis drei Monate.

00:09:05: Also recht schnell.

00:09:07: Genau!

00:09:08: Das ging dann relativ schnell und unsere war sie Anfangszeit.

00:09:14: Wir haben jetzt nicht so weit auseinander gewohnt, in Größenordnung eine halbe Stunde und wir haben uns am Wochenende getroffen, wir haben auch ein zweimal unter der Woche getroffen.

00:09:25: Meine Tochter war natürlich dabei und er hat sich aus sehr um meine Tochter bemüht.

00:09:31: also die hatte auch mal einen Geschenk mitgebracht bekommen.

00:09:36: Unsere Treffen ebenso ausgerichtet das eben die Tochter auch dabei sein kann.

00:09:42: Und das fand ich schon voll in der Zeit, dass sie so integriert eben war.

00:09:50: Was ich zu der Zeit bisschen komisch fann... Ich oder wir durften nicht zu ihm nach Hause!

00:09:57: Das heißt, wir haben uns entweder bei mir getroffen oder irgendwo an einem anderen Ort aber nie bei ihm Zuhause und Ich habe das auch nicht verstanden, warum nicht?

00:10:12: Also bis heute weiß ich den genauen Grund dafür nicht.

00:10:16: Das erste Mal war ich bei ihm... Da hatten wir unseren Jahrestag,

00:10:21: d.h.,

00:10:22: wir waren ein Jahr zusammen und da war ich es erst einmal in der Wohnung und letztendlich bin ich dann mit der Tochter zwei Jahre später dorthin gezogen.

00:10:37: Das hat sich dann in Bezug auf Schule und so weiter angeboten, und dann sind wir quasi mit all unseren Sachen dort bei ihm eingezogen.

00:10:47: Nachdem wir eingezogene Bahn haben wir auch relativ bald geheiratet – das war etwa ein halbes Jahr später – und es war für uns eigentlich beide klar dass wir das machen möchten, dass das passt Und das war zu der Zeit auch wirklich sehr, sehr harmonisch.

00:11:08: Wir hatten da wirklich eine gute Zeit miteinander und haben dann relativ bald nach der Hochzeit auch unser erstes gemeinsames Kind bekommen.

00:11:21: Es war dann so, dass man jünger, nachdem er auf der Welt war, habe ich erstmal Elternzeit genommen.

00:11:28: Ich habe vorher quasi Vollzeit gearbeitet und habe mich eben in der Elternzeit dann mehr oder weniger um alles gekümmert.

00:11:39: Also, spricht das Kind aber auch der komplette Haushalt?

00:11:43: Ja so.

00:11:44: im Nachhinein ist es natürlich so.

00:11:46: wenn man allein erziehend war, ist man natürlich auch gewohnt viel alleine zu machen Und ich hab' das eben dort bei ihm einfach ja so weiter geführt Und da ich in Elternzeit und zu Hause war, war das zu dem Zeitpunkt eigentlich auch kein Problem.

00:12:05: Wir haben dann zwei Jahre später ein zweites Kind bekommen – ein Mädchen – und es ging dann im Prinzip genauso weiter.

00:12:15: Ich habe so gut wie alles gemacht, hab mich um die Kinder gekümmert, um Treffen mit Freunden, Haushalt

00:12:24: usw.,

00:12:25: und sofort Die Belastung ging bei mir natürlich dann schon ziemlich in die Höhe.

00:12:33: Bei ihm war so, er hat eigentlich ein Jungesellenleben das er vorher geführt hat einfach so weiter gemacht.

00:12:42: also er war jetzt nicht wirklich viel mit Freunden und so weiter unterwegs aber er war mit sich beschäftigt ob es jetzt seine Hobbys waren oder Dinge die er umbauen wollte.

00:12:57: Also er hat letztendlich sein Leben für sich geplant und hat sich auch nicht viel in die Kinderbetreuung, Kindererziehung usw.

00:13:08: eingebracht.

00:13:09: Für mich war das damals eigentlich so weit okay?

00:13:16: Natürlich guckt man mal so rechts- und links das andere Väter des Doch... anders machen, aber naja es scheint eben nicht so sein Ding gewesen zu sein.

00:13:26: und ja zu dem Zeitpunkt war's für mich dann auch soweit okay.

00:13:31: Ja wir haben dann so einen richtigen Break eigentlich bekommen.

00:13:38: oder was richtig schwierig wurde das wurde mit Corona-Pandemie und zwar Zwei Aspekte waren da eigentlich wichtig.

00:13:47: Zum einen, ich habe zu der Zeit einen neuen Job begonnen wo ich auch Führungsverantwortung hatte ein kleines Team, tolle Aufgaben also wirklich eine ganz ganz tolle Chance für mich, wo natürlich mehr Kapazitäten rein geben müssen.

00:14:07: und das andere war das Thema Corona- und Imsen weil er war ein völliger Impfgegner, war mit dieser ganzen Situation, Pandemie wie die Regierung damit geht und so weiter enorm unzufrieden.

00:14:24: Und konnte es überhaupt nicht akzeptieren, dass ich dazu eine andere Meinung hatte.

00:14:30: Das war eigentlich das erste Mal in unserer Beziehung, dass sich wirklich einen ganz anderen Standpunkt hatte und den aber auch behalten habe.

00:14:42: Und da hat man schon gemerkt, da wurde uns Alltag extrem erschwert.

00:14:51: Das waren dann manchmal einfach nur Äußerungen.

00:14:54: Du musst doch einsehen dass dein Standpunkt falsch ist du musst doch eins sehen das in Bezug auf Impfen gelogen wird und und und.

00:15:05: Jetzt war diese Pandemie ja eine ganze Weile.

00:15:08: Ein zwei Jahre, wo es wirklich akut war und das hat schon Spuren hinterlassen.

00:15:16: Und ich hatte aber eigentlich die Hoffnung, naja wir haben diese Krise jetzt überstanden.

00:15:21: es ist ja auch nicht so ungewöhnlich dass es mal Krisen gibt, aber es ging dann erstaunlicherweise soweit mit seiner Unzufriedenheit.

00:15:32: Es war dann das nächste Thema.

00:15:34: war die Energiekrise gegen ihn oder beschließen Maßnahmen, die ihn schlechter stellen.

00:15:45: Und er hatte eine wahnsinnige Unzufriedenheit mit der Welt und hat es auch völlig an uns ausgelassen.

00:15:55: Und so im Nachhinein bemerke ich das ja.

00:16:01: wie soll ich sagen?

00:16:02: Das fing zu dem Zeitpunkt an dass wir versucht haben es ihm alles recht zu machen.

00:16:09: Also sprich, wenn er jetzt schlechte Laune wegen irgendeiner Nachrichtenmeldung hatte.

00:16:15: Dann haben sich alle ruhig verhalten und geschaut, dass das keiner laut ist oder irgendwas ihn aufregen könnte – und es waren schon Kleinigkeiten!

00:16:25: Das konnte sein, dass Licht im Bad brennt oder was rumliegt.

00:16:33: Er hatte an allem und jedem etwas auszusetzen.

00:16:37: Sabrina?

00:16:38: Was wäre denn passiert, wenn ihr das nicht gemacht hättet?

00:16:42: Wenn ihr euch nicht durchverhalten hättest.

00:16:46: Ja natürlich hat sich es nicht immer so umsetzen lassen.

00:16:51: Das hat sich dann wirklich geäußert dass er geschrien hat, gebrüllt hat, der ungerecht geworden ist... Also es hat sich jeder dann unwohl gefühlt und ja es ist ganz schwer zu beschreiben Das war einfach so ein Gefühl, dass man in sich getragen hatte.

00:17:13: Es geht ihm nicht gut, Hilfe wir müssen gucken, dass wir ihn wieder zu guter Laune bringen und dann ist es für uns auch gut.

00:17:22: Also das heißt, es war für euch schon klar, dass er seine Emotionen nicht selbst regulieren kann wenn er mit was nicht einverstanden ist sondern dass er das auf eurem Rücken austrägt?

00:17:34: Ja im Nachhinein gesehen ja absolut!

00:17:39: Und es war auch so, wie gesagt ich hatte zu dem Zeitpunkt gar nicht so registriert sondern erst später.

00:17:47: Es ging immer weiter.

00:17:49: also sprich... Es war eben zum Beispiel ein Donn im Auge wenn ich heute über irgendwas gezeigt hatte Also zum Beispiel wenn ich zum Beispiel mal shoppen war was ich wirklich nicht oft war und was gekauft hatte und also wenn ich das nur gezeigt habe und mich gefreut hat, dass ich was Neues hab.

00:18:12: Es wurde völlig runtergeputzt es würde völlig zerredet.

00:18:17: oder auch wenn ich mich mit jemanden getroffen habe, wenn wir einen schönen Mittag hatten.

00:18:21: das wurde total zeredet.

00:18:24: dahingehend ja ist sehr toll, dass du einen schöner Mittag gehabt hast.

00:18:28: Ich hab arbeiten müssen so gut wie du hättest auch mal gerne Und ich bin dann zu dazu übergegangen dass ich gar nichts mehr erzählt habe.

00:18:38: Dass ich sollte, was gekauft haben diese Tüte einfach irgendwo hab verschwinden lassen.

00:18:45: Dass sich einfach wenn ich einen tollen Mittag gehabt hab den Genossen hab aber nix dazu erzählt hab ja einfach um da nicht noch mehr Angriffsfläche zu bieten und letztendlich habe ich mich immer weiter zurückgenommen.

00:19:04: Das war mir aber zu dem Zeitpunkt gar nicht so klar.

00:19:08: Sabrina, wenn du sagst, du hast angefangen diese Dinge vor ihm zu verbergen und nicht mehr mit ihm zu teilen ... War dir das... Also jetzt explizit wird es dir wahrscheinlich in der Rückschau klar?

00:19:20: Aber da gab's dann ein Gefühl dazu.

00:19:22: also dass ist nicht möglich mit ihm darüber zu sprechen und zu sagen schau mal immer wenn ich dir was zeige was für mich gut war machst du mir das schlecht.

00:19:31: können wir Daran was ändern, kannst du daran etwas ändern?

00:19:34: Diese Möglichkeit gab es nicht.

00:19:38: Ich habe das schon ein-, zweimal probiert aber das wurde immer vom Tisch gewischt also sprich ... Das ist doch gar nicht so oder... Was behauptest denn du so?

00:19:53: Oder das stimmt doch gar nichts!

00:19:55: Also das würde überhaupt nicht ernst genommen und ich wusste aber schon dass das so ist.

00:20:04: Und ja, ich habe mich da einfach dann zurückgenommen und hab nichts mehr dazu gesagt.

00:20:10: Genau

00:20:11: Wie ging es denn weiter bei euch beiden?

00:20:14: Ja wie ging's weiter?

00:20:16: Diese Situation hat sich so schleichend weiterentwickelt.

00:20:23: Ich habe mich in vielen Dingen zurückgenommen, habe wenig auch erzählt auch, wenn ich mal irgendwo außer Haus war und sei das jetzt nur ein Elternabend oder sowas.

00:20:40: Das wurde mir dann als Vergnügen ausgelegt und er muss sich ja um alles kümmern.

00:20:47: Letztendlich habe ich meine Außenkontakte schon ziemlich drastisch runtergefahren.

00:20:55: also ich hab geschaut dass ich immer daheim bin Nicht die Verpflichtung hat quasi auf die Kinder aufzupassen, weil ich doch jetzt irgendwo weg bin.

00:21:05: Und ja... Ich habe da meine Kontakte nach außen extrem runtergefahren, seitweise dann nur telefonisch oder zum Beispiel dass ich Freundinnen auf dem Weg zur Arbeit telefoniert hab und ich habe zu der Zeit schon gemerkt an allen meinen Begründen hatte er irgendetwas auszusetzen.

00:21:30: Ja und die Situation hat sich dann nochmal verschlimmert, und zwar hat er eine ja eine art chronische Krankheit bekommen und hatte eben viel mit Schmerzen zu tun und das mussten wir natürlich auch alles irgendwo ausbaden.

00:21:53: Er war ganz.

00:21:57: es war ein Problem, wenn die Kinder und Freunde zum Spielen eingeladen haben.

00:22:06: Ich habe das immer versucht zuzulegen dass er dann noch im Büro ist.

00:22:11: Ja also es war irgendwie ein täglicher Eiertrans.

00:22:17: Es ist auch öfters passiert dass er einfach verbal explodiert ist.

00:22:22: umgeschrien hat konnte ihm eigentlich keiner mehr was recht machen.

00:22:28: Entweder war das Essen zu warm oder es war zu kalt, oder ein Gericht, das sich oft wiederholt hat entweder es war so dreckig... Also es war grundsätzlich etwas falsch und im Nachhinein habe ich auch versucht alles Mögliche auszuschalten an dem er einen Aufhänger hätte finden können.

00:22:56: Und das Ganze ist in zwei Dinge eigentlich ausgeratet, zum einen zwar für mich eine enorme Belastung also zum Einen mal ja so immer auf Tab Acht Stellung zu sein aber andererseits auch immer zu gucken dass das Kühlschrank das Richtige ist dass das Waschbecken regelmäßig gewischt ist das alles doch so perfekt ist, wie er es haben muss.

00:23:26: und das hat bei mir dann wirklich dazu geführt dass ich irgendwie permanent überlastet war.

00:23:33: Also ich hatte eigentlich keine Minute mehr in der ich mich mal aufs Sofa setzen konnte.

00:23:41: Ich hatte permanent ein schlechtes Gewissen hab vom Sofa nach rechts und links geschaut und habe eigentlich nur Arbeit gesehen bin sofort wieder aufgestanden und habe weitergemacht.

00:23:51: aber es hat nie gereicht.

00:23:52: Es hat nie gereicht, egal was ich gemacht habe.

00:23:56: Und das ist natürlich so eine Spirale die zu totalem Frust führt und das war natürlich... Das war ne Sache die mich immer weiter runtergezogen hat und was letztendlich auch Leute um mich herum gemerkt haben.

00:24:15: also die haben mich drauf angesprochen Was ist los mit dir?

00:24:20: Ich hab ja nie nach außen hin was erzählt.

00:24:22: Nach außen hin hatten wir die perfekte Familie, die perfette Fassade.

00:24:28: Es war alles harmonisch und es war alles wunderbar!

00:24:33: Und ich habe das dann angefangen zu hinterfragen.

00:24:37: Gab es zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch schöne Phasen in dieser Beziehung?

00:24:42: Also Phasend für die es sich lohnte weiterzumachen... ...und hattest du zu dem Zeitpunkt

00:24:49: auch

00:24:50: schon Gedanken an eine Trennung beziehungsweise, was hatte ich möglicherweise davon abgehalten über einer Trennung nachzudenken?

00:24:59: Ja es gab gute Zeiten.

00:25:02: Es gab gute Zeiten insbesondere wenn wir mal etwas zusammen unternommen haben also als Familie und insbesondere wenn andere dabei waren weil es war klar der ganzen Familie war unausgesprochen klar Wenn andere dabei sind, dann wird das Sonnenscheingesicht aufgesetzt.

00:25:24: Da ist es auch egal ob die Kinder laut sind oder mal was umwerfen oder bekleckern... Das ist alles egal und sie können da unbeschwert sein!

00:25:34: Die sind da quasi mit aufgewachsen.

00:25:37: Und ja, das waren also wirklich auch schöne Momente wo's eigentlich so ist wie man sich das vorstellt.

00:25:47: Für mich war es Damals schon so, es gab ein ganz signifikantes Ereignis für mich im Urlaub.

00:25:58: Wir waren in einem Hotel und da gabs mehrere Restaurants und er wollte da in eins gehen wo ich absolut nicht hinwollte weil ich diese Richtung überhaupt nicht vertrage.

00:26:12: Und dann habe ich gesagt hey ist doch kein Problem Du kannst doch da gerne hingehen das eine Kind wäre auch mitgegangen.

00:26:21: und nein, das wollte er nicht.

00:26:23: Das kommt überhaupt nicht infrage wir gehen da alle zusammen hin.

00:26:27: dann habe ich gesagt du?

00:26:28: Ich möchte aber nicht!

00:26:30: Ich möchte nicht!

00:26:31: Das kommt für mich jetzt nicht in Frage.

00:26:36: und ja er ist dann in dieses ganz normale Hauptrestaurant mit zum Essen gegangen Drunken hat nichts gegessen, hat andere Gäste angepöbelt und letztendlich dann seinen ganzen Gruß an mir ausgelassen.

00:26:59: Das hat mich so getroffen weil er hätte ja da hingehen können das wäre ja gar kein Thema gewesen.

00:27:06: aber ich wollte halt Attu nicht weil schon der Geruch war für mich schlimm Sehner im Zimmer dann gemacht.

00:27:20: Das hat dann so mich getrickert, dass ich am nächsten Tag sogar Migräne hatte.

00:27:25: und also dieser Urlaub der war völlig... Ja!

00:27:28: Der war dann völlig hinüber.

00:27:31: Solches Sehnen gab es eben öfters.

00:27:34: aber diese eine habe ich total in Erinnerung weil wir sind aus diesem Urlaub nach Hause gekommen und als wir zuhause waren hab' ich das erste Mal zu einer Freundin gesagt du Ich bin mit Ihnen nur noch wegen der Kinder zusammen.

00:27:49: War das ja auch gesagt, Sabrina?

00:27:50: Es haben immer mehr Menschen in deinem Umfeld etwas bemerkt und dich auch angesprochen!

00:27:56: Wie hast du darauf

00:27:57: reagiert?!

00:28:00: Es kommt drauf an wer mich angesprochen hat... Leute die mir jetzt nicht so nah gestanden sind also zum Beispiel Geschäftskollegen oder sowas den habe ich erzählt ja ich hab halt viel zu tun mit Arbeit Reikindern waren dann zum Teil auch meine Eltern gesundheitlich etwas angeschlagen und mein Standardsatz war eben der, ich habe viel um die Ohren.

00:28:26: Und ich hab aber angefangen mich meinen besten Freunden gegenüber in gewisser Weise zu outen und erzählen was wirklich läuft.

00:28:41: Der Tenor von den meisten hätten wir nie gedacht.

00:28:48: Das hätten wir nicht gedacht.

00:28:49: nach außen hin, ist es doch bei euch so perfekt?

00:28:55: Es passt doch alles so gut.

00:28:58: und ja die haben aber dann manche Dinge mit anderen Mit einem anderen Blickwinkel betrachtet Und es sind ihnen auch Dinge aufgefallen dass doch von außen Dinge sichtbar waren, von denen ich es nicht gedacht hätte.

00:29:24: Magst du uns verraten was das als Beispiel gewesen ist?

00:29:28: Ja, das ist zum Beispiel das, da es anderen aufgefallen ist, dass er doch zum Beispiel mit den Kindern so gar nichts anfangen kann, insbesondere mit der Tochter!

00:29:43: Das war das... Alles, was Haushalt angeht, ja eigentlich an mir hin.

00:29:51: Und wenn man Besuch hat und Leute eingeladen hat

00:29:55: usw.,

00:29:56: dass im Prinzip einer alles gemacht hat und der andere gesagt hat, was wie getan werden sollte – das ist dann schon ein Stück weit aufgefallen!

00:30:09: Was auch aufgefallen ist grundsätzlich Er hat Gespräche an sich gerissen innerhalb von kürzester Zeit und hat von sich erzählt.

00:30:23: Und sich, von seiner Arbeit, von seinen Hobbys, von seinem Erlebnissen in der Jugend oder in der Kindheit.

00:30:32: innerhalb von Kürzesta Zeit haben sich alle Gespräche nur um ihn gedreht Und das war mir irgendwie auch nicht so bewusst gewesen.

00:30:44: Das ist aber anderen total aufgefallen und die haben ja das dann auch gespiegelt.

00:30:50: Ja, und zu der Zeit war es dann ebenso dass mich eine sehr gute Freundin auf den Begriff toxische Beziehung, toxische Verhaltensweisen Aufmerksam gemacht hat.

00:31:05: und ja klar hat man schon mal gehört Aber ich wusste gar nicht was ich dahinter verbirge und habe dann mal angefangen zu googlen.

00:31:15: Und je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt hatte, desto mehr hat das was bei uns Zuhause lief einen Namen bekommen.

00:31:28: Es war wirklich für mich eine ganz wesentliche Erkenntnis was da gerade passiert weil zu dem Zeitpunkt War ich irgendwie immer der Meinung?

00:31:41: Ich mach was falsch, ich mache nicht genug.

00:31:46: Er ist unzufrieden weil irgendwas mit mir nicht passt!

00:31:50: Ich mich falsch verhalte und ich mich permanent anpasse.

00:31:56: Und ich bin gar nicht auf die Idee gekommen dass vielleicht nicht ich alleine das dankwärts mal Problem bin.

00:32:08: mehr mit beschäftigt und wusste dann so auf einmal, was typische Verhaltensmuster sind.

00:32:18: Und vielleicht auch wo die herkommen?

00:32:22: Ich muss aber sagen ich habe das gelesen und hab gedacht naja gut okay also wir haben das jetzt das ist ebenso.

00:32:31: jetzt müssen wir mal gucken was macht raus machen.

00:32:33: das war ja nicht irgendwie, dass ich das Sachen an eine spezielle Dramatik zugeschrieben habe zum damaligen Zeit.

00:32:43: Mit anderen Worten, wenn ich nochmal auf die Frage, die ich vorhin gestellt hab zurückkomme – es gab zu den Momenten noch keine Gedanken an Trennung?

00:32:52: Ja also zufrieden war ich nicht!

00:32:54: Hab aber für mich eigentlich beschlossen gehabt, den Kindern zuliebe zu bleiben und mich zu arrangieren Und wir hatten ja in dem Sinn auch kein schlechtes Leben.

00:33:08: Wir haben in einem Haus gewohnt, wir konnten im Urlaub gehen... ...wir konnten Dinge unternehmen also von außen hin alles perfekt und ich dachte ich kann mich da mit einigermaßen arrangieren.

00:33:25: das war so meine Haltung damals und Ich habe aber gemerkt dass sich in mir immer mehr eine innerliche Lehre ausbreitet.

00:33:38: Vielleicht ging sowas wirklich auch in den Bereich, dass das eine Depression hätte werden können – das kann ich nicht sagen!

00:33:49: Aber ich habe gemerkt, ich kann mich über nichts wirklich freuen und bin auch übernichts wirklich traurig.

00:33:57: Es war alles ein sehr großes leeres Einlei.

00:34:03: Und ja, der Sache war ich mir eigentlich nur so halb bewusst.

00:34:13: Ich wusste es geht mir nicht gut.

00:34:14: Ich weiß... ich wusste dass ich viel Belastung um mich herum hatte.

00:34:19: Ich wußte auch das sich viel drum trete ihm alles recht zu machen.

00:34:25: Ja aber es lief eben so weiter bis letztendlich was passiert ist, mit dem ich eigentlich so überhaupt nicht gerechnet habe und zwar dass ich mit einem Oleg ein bisschen näher in Kontakt gekommen bin.

00:34:46: Das heißt wir haben auch ein bisschen WhatsApp geschrieben waren also meine Mittagspause zusammen essen usw.

00:34:55: Und der hat mich auf einmal Dinge gefragt über die ich mir schon seit Jahren keine Gedanken mehr gemacht hatte, also zum Beispiel.

00:35:07: Wo möchtest du denn mal hinvereisen oder was möchtes denn du mal für Hobbys ausprobieren?

00:35:14: Also einfach Dinge, die mich betroffen hatten und ich überhaupt nicht mehr beantworten konnte.

00:35:21: Und das war für mich irgendwo ein Punkt zu sehen.

00:35:27: hey irgendwie scheint von mir aktuell gar nichts mehr übrig zu sein.

00:35:34: Ja und diese Unterhaltung, diese Fragen

00:35:37: usw.,

00:35:39: die haben mich einfach ja dazu gebracht Dinge genauer anzuschauen auch zu gucken was will ich denn gar nicht oder was gefällt mir nicht in meinem Leben?

00:35:54: Und da kam eben schon raus das ganz viel in dieser Beziehung nicht gut lief.

00:36:01: Und durch dieses Interesse, diesen Zuspruch habe ich mir auch mal wieder Gedanken darüber gemacht was ich denn vielleicht gerne mal machen möchte.

00:36:13: Sei es jetzt nur ins Kino in den Film zu gehen und ich hab das dann angefangen umzusetzen und hab gemerkt hey!

00:36:23: Ich lebe wieder ein bisschen oder es ist doch noch etwas von mir da.

00:36:30: Das ist natürlich auch meine Mann nicht verborgen geblieben und er fand es nicht gut, also dass ich so eine gewisse Eigenständigkeit oder Selbstständigkeit in dem Moment angefangen habe zu entwickeln.

00:36:50: Und ja das hat ihm also überhaupt nicht gefallen!

00:36:54: Er wurde mir gegenüber verbal oft aggressiv unterstellte mir Sache, dass ich ihn vorführen würde in Gesprächen mit anderen was den anderen gar nicht so aufgefallen ist.

00:37:11: Aber diese Eigenständigkeit war ihm ein massiver Don im Auge zumal er auch nicht wirklich wusste wo das herkommt und er hat dann angefangen letztendlich nach zu spionieren, hat dann mitbekommen dass ich eben sonntag zu dem Kollegen hatte und so weiter und sofort.

00:37:35: Und ja hat mich dann mehr oder weniger damit konfrontiert und wollte mich dazu zwingen diesen Kontakt abzubrechen.

00:37:45: also er hat da eine massive Bedrohung für die Ehe gesehen.

00:37:52: Also ich sollte es jetzt beenden.

00:37:54: Ich soll wieder seine Frau sein und ja, ab dem Zeitpunkt wurde es mit ihm dann richtig

00:38:04: schwierig.".

00:38:06: Das heißt du hast das abgelehnt?

00:38:08: Du hast gesagt nein!

00:38:08: Ich werde den Kontakt zu diesem Kollegen weiter pflegen – das tut mir gut.

00:38:13: oder wie bist du damit

00:38:14: umgegangen?".

00:38:17: Es war so... Ich habe gesagt, ich wäre diesen Kontakt einschränkt.

00:38:21: Das geht natürlich beruflich nur bedingt und habe das aber weitergeführt.

00:38:28: Also wie gesagt, in der Mittagspause und so weiter und so fort.

00:38:33: Und im Nachhinein war er da eben misstrauisch und hat ja das Ganze weiterverfolgt.

00:38:43: Weiter verfolgt.

00:38:44: damit meine ich... Er hat andeutungen gemacht!

00:38:48: Er hat Andeutung gemacht von wegen Ich soll aufhören meine Mittagspause mit anderen zu verbringen Und ich konnte mir überhaupt nicht erklären, woher er das jetzt weiß.

00:39:02: Wo es herkommt.

00:39:04: und ja, er wurde da immer massiver.

00:39:07: Ich soll den beinlassen und ja... Das war also wirklich ... Er hat auf verschiedene Arten reagiert!

00:39:14: Es war zum einen mal diese verbale Aggressivität mit der er mich angegangen ist.

00:39:20: Es konnte aber auch sein dass er einfach geheult hat dass er da saß wie ein Haufen Elend.

00:39:27: Er hat Angst um die Ehe und er möchte mich nicht verlieren, ohne mich, ohne die Familie hat sein Leben keinen Sinn, er bringt sich um... Und das Schlimme war ich wusste nie wann ist welche Laune angesagt?

00:39:47: Also sprich Ich bin nach Hause gekommen und wusste nicht Ist es jetzt der normale Mensch, ist das der depressive Mensch oder ist es der aggressive Mensch?

00:40:00: Das hat unheimlich A. Fruchtbar gemacht heimzukommen aber auch B. Man wusste gar nicht wie man reagieren sollte.

00:40:11: also teilweise wenn ich zu Hause war und er heimgekommen ist.

00:40:14: Ich habe an der Art und Weise wie die Tür aufging schon gemerkt Was für eine Stimmung, was für eine Laune jetzt da war.

00:40:24: Und dieses Auf und Ab das war wahnsinnig schwierig!

00:40:30: Es gab Tage... Da war er so depressiv.

00:40:35: Wir waren sogar einmal in der psychiatrischen Ambulanz.

00:40:40: Das sind wir hingefahren.

00:40:41: Ich hatte wirklich Angst.

00:40:43: Er tut sich etwas an.

00:40:45: Und schon wo wir dahin gefahren sind War der eigentlich ganz guter Laune und ich dachte mir, was läuft jetzt?

00:40:53: Und dann hat er der Ärztin erzählt ja also er war gar nicht depressiv.

00:40:57: Er hätte einfach nur Angst um seine Familie.

00:41:01: Ja, er hatte auch Kontakt zu einer Psychologin aufgenommen.

00:41:07: Mir gegenüber hat er gesagt, er hätte ein Problem mit dem Altwerden oder mit dem Älterwerden und das würde ihm ja helfen.

00:41:17: letztendlich kam raus, er war da genau einen Termin da und mehr war das eigentlich nicht, es war mehr um mich so in gewisser Weise ruhig zu stellen.

00:41:30: Ja!

00:41:31: Es gab Tage – da war er wirklich sehr nett und auch sehr umgänglich.

00:41:38: Ich habe mich aber immer weiter zurückgezogen und auch ein recht distanziertes Verhalten gezeigt weil ich hab gemerkt wenn zu grenzen, dann macht mich das völlig fertig.

00:41:54: Also dann zieht mich es noch immer weiter runter und was im Gegenzug aber passiert ist, ist dass er immer stärker angefangen hat, mich zu kontrollieren.

00:42:08: Es war ständig die Frage wo bist du?

00:42:13: Wann bist du da?

00:42:15: Was machst du?

00:42:17: also das war ganz massiv.

00:42:20: Er wurde auch richtig böse, wenn ich einen Anruf nicht direkt angenommen habe oder wenn ich eine WhatsApp nicht direkt beantwortet habe.

00:42:33: Und ja das war also wirklich massiv!

00:42:36: Ich hab mich so eingeengspült.

00:42:40: Wir waren dann auch bei einer E-Beratung und dieses Fazit Und diesen Terminen war eigentlich das, dass er aufhören soll mich zwingend zu wollen ihn zu lieben.

00:42:57: Weil das war was, das habe ich ihm relativ früh schon gesagt, dass ich ihn nicht mehr liebe.

00:43:02: Das war nämlich für mich irgendwann sehr klar, dass dieses Gefühl nicht mehr da ist.

00:43:09: Nichtsdestotrotz wäre ich mit ihm wegen den Kindern zusammengeblieben.

00:43:16: Ja und dann war eben diese Zeit, wo diese Kontrolle echt sehr massiv war.

00:43:24: Und ja ich hatte wie gesagt zeitweise zu dem Kollegen noch Kontakt und das hat er mir immer vorgeworfen und hat sich da extremst drauf aufgehangen.

00:43:37: und eines Tages hat er mich dann eröffnet dass er mich digital voll überwachen lässt, dass er auch zuteil private Detektive auf mich angesetzt hat um mich zu kontrollieren.

00:43:57: Und natürlich kann man das eine digitale Überwachung nicht legal machen?

00:44:05: Er hat dazu kriminelle Kontakte aus, ja ich sage jetzt mal in einer Zeit vor unserer Beziehung bemüht... Ich wusste das, daß der diese hatte aber eben viele, viele Jahre zurück und diese Kontakte hat er aktiviert.

00:44:24: Und er konnte mir alles was ich in sozialen Medien über irgendwelche Messenger geschrieben hatte, konnte er mir vorlesen.

00:44:36: also er hat es zum Teil auch gemacht um quasi so seine Macht zu demonstrieren ob ich jetzt mit einer Freundin gesprochen habe oder mit wem auch immer, er wusste alles.

00:44:53: Er wusste Alles und er wussten auch dass sich mit einem Anwaltkontakt aufgenommen haben.

00:45:00: Und es wurde dann immer schlimmer.

00:45:08: Nachdem er gemerkt hat, ich meine das wohl ernst weil ich einen Anwaltung kontaktiert hatte, fing an mir zu drohen.

00:45:17: Er fing mir explizit an zu drohen, er hat seine kriminellen Kontakte und wenn ich nur darüber nachdenken würde ihn zu verlassen.

00:45:28: Er könnte seine Bekannten ansprechen die würden alles tun für Geld.

00:45:34: Er hat dafür auch sehr, sehr viel Geld ausgegeben und hat dieses Bedrohungs-Szenario in den folgenden Monaten extrem aufgebaut.

00:45:59: Das heißt er hat mir beschrieben was diese Menschen mit mir machen würden?

00:46:05: Was die auch mit meinem Kollegen machen würden wenn der noch einmal auf die Idee käme mich zu kontaktieren.

00:46:13: Das haben wir dann übrigens komplett eingestellt, weil ich wollte da niemand in Schwierigkeiten bringen.

00:46:19: Ich hatte wirklich Angst!

00:46:22: Weil er hat mir sehr konkret beschrieben wie diese Personen mich oder andere Leute zur Resson sehen können und was zu der Zeit auch anfing dass er mich zu sexuellen Handlungen benötigt hat.

00:46:41: das heißt Er hat mir klipp und klar gesagt, wenn ich jetzt nicht mitmache und ihm zeige dass ich ihn lieb habe dann wüsste ich ja was passiert.

00:46:52: Dann würde er seine Bekannten rufen und danach werde ich sehen was ich davon habe.

00:47:00: Teilweise hatte auch damit gedroht Ich werde dich zerstören Du wirst die Kinder nicht mehr sehen Ja so wie er das in dem Moment wollte Und ich hab mich Wirklich aus Angst, da auch drauf eingelassen.

00:47:18: Das war wirklich ein ganz schreckliches Gefühl!

00:47:23: Ich hab da innerlich alle Sperren reinmachen müssen um jeden Tag irgendwie zu ertragen.

00:47:32: Das was du beschreibst Sabrina das ist ja an Perfidität und Grausamkeit kaum zu erteilen.

00:47:41: Erst hat er dir gezeigt, dass sie jeder deiner Schritte überwacht wird.

00:47:45: Dass er alles weiß, dass du keine Möglichkeit hast Dinge zu tun ohne das er sie mitbekommen wird.

00:47:52: und dann hat er angefangen diese Dinge die du tust so sanktionieren also dich dazu zu zwingen Sie zu unterlassen Dich einzuschränken deinen Lebensumfeld einzuschränken immer weniger Möglichkeiten zu haben oder zu nutzen mit Menschen in Kontakt zu sein, dich auszutauschen, frei zu sein.

00:48:14: Dein gesamtes Leben wurde da durch ja immer weiter eingeengt und

00:48:19: eingeschränkt.".

00:48:20: Jetzt hast du gerade schon gesagt, dass du da sicherlich auch sehr viel Angst hattest?

00:48:27: Welche Gedanken, welche Gefühle sind bei dir in dieser Zeit aufgekommen?

00:48:31: Was hat das ausgelöst, was hat das mit dir gemacht diese Dinge die er da getan

00:48:37: hat?".

00:48:39: Die erste Zeit als diese Bedrohungs-Szenarien anfingen, ich war völlig verängstigt.

00:48:49: Ich habe alle... Ja, ich hab damit niemand drüber geredet!

00:48:56: Ich hab mich zurückgezogen und ich war wirklich müde.

00:49:01: Das hat mir so viel Energie gezogen, ich habe soviel schlafen müssen.

00:49:07: Ich habe meine ganze Energie auf die Kinder mehr oder weniger fokussiert und es kam aber so langsam dann meine Gegenwehr ins Spiel.

00:49:23: ich hatte echt massive Angst und war auch nicht bereit, so weiter zu leben Und es war extrem schwierig, ich habe versucht mir Hilfe zu organisieren und die einzige Möglichkeit, die ich dabei hatte – das war wenn ich im Büro war.

00:49:52: Ich hab mir von Freunden ein zweites Handy besorgen lassen, hab mit meiner Chefin gesprochen und hab gewisse drei Räume bekommen.

00:50:06: Also spricht, dass ich mich auslocke in der Zeit eben Telefonate führen kann was sich dann später von zu Hause aus nachgearbeitet habe.

00:50:16: Und so hab' ich das gemacht!

00:50:18: Ich habe mit Menschen vom Opferschutz telefoniert um weißen Ring aber auch mit der Kriminalpolizei und natürlich ich hab die Kontakte zu meinen Freunden wieder hergestellt ganz, ganz tolle Freunde von denen mich keiner hat hängen lassen die sofort bereit waren mich zu unterstützen auch vor dem Hintergrund dieser Bedrohungslage die er eventuell auf sie hätte übergreifen können.

00:50:54: und ja es hat dann bei mir sich so langsam heraus kristallisiert dass ich aus dieser Beziehung raus muss, raus will und raus muss.

00:51:12: Das natürlich umzusetzen war ganz massiv schwer weil ich war ja nach wie vor ein gläserner Mensch.

00:51:22: Ich war zu der Zeit... ich habe mir mit Bargeld einen Laptop gekauft wo ich nur über öffentliche Netzwerke ins Internet gegangen bin hab mir da ein Konto angelegt und das war meine Möglichkeit, per Mail zu kommunizieren.

00:51:42: Auf dem Weg habe ich dann Kontakte zu anwälten oder zu einem Anwalt aufgenommen, hab aber auch angefangen nach Wohnungen zu.

00:51:54: Und es war ganz schwierig weil natürlich wusste ich eher kontrolliert mich er überwacht mich Mir nie, es ist mir bis heute nicht klar was genau er abgegriffen hat oder abgreifen kann.

00:52:13: Es gibt einige Dinge die weiß ich auf jeden Fall andere.

00:52:17: der hatte natürlich auch gespielt mich darüber ihm unklaren zu lassen und zu sagen ich weiß alles was du machst.

00:52:24: Natürlich wusste er nicht alles aber ich wusste ja nie was weiß er und was nicht.

00:52:29: also es war wirklich eine extrem wäre Zeit.

00:52:35: Ja, zwei Dinge die dann meinen Ausstieg eigentlich passiert haben sind dann passiert.

00:52:46: Das eine war wir waren das war in der Adventszeit Wir waren auf dem Weihnachtsmarkt und er hatte sehr viel getrunken an dem Abend Und wir waren zu Hause.

00:53:04: Sie ist dann mit uns ins Bett gegangen und die lag neben mir.

00:53:09: Und er hat versucht, mehr oder weniger mich zu vergewaltigen.

00:53:16: Er hat mich überall angefasst.

00:53:17: Ich habe oft genug gesagt nein kleine Tochter war noch seitweise wach am Anfang.

00:53:25: Und ich hab mich mithänden und füßen gewährt und er hat auch nach viertelstunde zwanzig Minuten von mir abgelassen.

00:53:36: Aber das war der Moment, wo ich gesagt habe und jetzt ist Schluss.

00:53:39: So geht es nicht weiter!

00:53:41: Und das andere was passiert ist... Er war permanent unzufrieden und das hat er natürlich nicht nur an mir ausgelassen sondern auch an den Kindern ausgelasst.

00:53:52: Und diese ständige Schreier-Berullerei die hat ganz schlimme Auswirkungen auf die kleine Tochter gehabt.

00:54:01: Die kleine Tocher hat zu mir gesagt Mama Warum hast du diesen schrecklichen Mann geheiratet?

00:54:08: Mama, bitte zieh mit uns aus.

00:54:10: Mama ich will weg!

00:54:12: Sie hat mir kleine Briefchen geschrieben.

00:54:16: Mama, ich will raus... Der Papa ist so gemein.

00:54:20: Das hat mich in der Seele weh getan.

00:54:22: Ich habe ihr auch versprochen dass ich sie nicht mehr mit ihm allein lasse.

00:54:28: das hab' ich dann auch soweit ab dem Tag durchgezogen und ja Ich habe aber dann wirklich mit Hochdruck nach einer Lösung besucht.

00:54:42: Jetzt hab ich gerade noch eine Frage, die schon auf sich auf ein Thema bezieht, was du vor etwas längerer Zeit angesprochen hast.

00:54:51: Du hattest auch gesagt, du hättest heimlich auch Kontakt zur Kriminalpolizei aufgenommen?

00:54:56: Gab es von dieser Seite Unterstützung und Hilfestellung für dich – wie ist das dort aufgenommen worden, das Thema, was zu berichtet hast?

00:55:05: Ja!

00:55:06: Also da muss man zwei Sachen sehen.

00:55:08: Ich habe auf offiziellen Wege quasi mich an einer Beratungsstelle gewandt, die mir gesagt haben ich soll eben zu einer Polizeidienststelle gehen, die wir auch so ein bisschen geschildert haben wie das weiter verlaufen würde.

00:55:35: Und der zweite Kontakt im erweiterten Freundeskreis war jemand, der bei der Kripo gearbeitet hat und mit dem konnte ich dann über die ganze Geschichte erzählen.

00:55:49: Und er hat mir dann auch empfohlen... Also ah!

00:55:52: Hat er mir mal klargestellt dass das doch ganz klare Straftaten sind?

00:55:58: Er hat mir aber auch gesagt was beweist technisch überhaupt möglich ist.

00:56:04: Meine große Sorge war ja einfach das, mir glaubt niemand.

00:56:09: Weil die Fassade nach außen hin war schon noch ziemlich intakt von der Familie und... Das war immer mein Knackpunkt!

00:56:19: Wer glaubt mir?

00:56:22: Weil es war ja schon eine ziemlich krasse Geschichte dahinter, die man ihm glaube ich auch wenn er ihn nicht näher kennt, nicht zutraut Und insofern habe ich ihn auch deshalb nicht angezeigt.

00:56:43: Theoretisch wäre das auch jetzt noch möglich, für mich war zu diesem Zeitpunkt nur noch wichtig – Ich will mit den Kindern daraus, auch wenn es vielleicht mein Leben kostet!

00:56:58: Also diese Sorge hattest du tatsächlich dass es dich dein Leben kosten könnte?

00:57:04: Definitiv.

00:57:06: Die Drohungen, die er mir gegenüber ausgesprochen hat waren eindeutig.

00:57:11: Ich weiß dass er über diese Kontakte verfügt.

00:57:15: Er war es grobelos genug um so in meiner Privatsphäre einzutauchen mich zu zwingen, zu nötigen.

00:57:27: ich habe ihm alles zugetraut und traue immer noch alles

00:57:31: an.

00:57:31: Dann lass uns doch nochmal Sabrina Reingehen, du hattest eben erwähnt oder eben erzählt

00:57:37: die

00:57:37: Entscheidung dass Du Dich trennen möchtest das Du mit Deinen Kindern gehen möchtes Koste ist was es wolle.

00:57:44: Die Ist Gefallen.

00:57:46: Wie Hast Du Das umgesetzt?

00:57:47: Was hast Du Dafür Für Schritte In Erwägung gezogen Oder Auch Durchgeführt?

00:57:54: wie Bist Du Aus dieser sehr Sehr schwierigen Situation Rausgekommen?

00:57:59: Ja ich habe Dann Verschiedene Dinge Unzernommen Und zwar einer dieser Schritte war, dass ich mit dir Jennifer Kontakt aufgenommen habe quasi als Expertin für das Thema toxische Beziehungen einfach um ein bisschen Klarheit zu kriegen.

00:58:20: Was läuft da?

00:58:23: Wie kann ich mich ihm gegenüber auch verhalten ohne dass der ganze jetzt hochkocht und mit was hab' zu rechnen.

00:58:34: Und das hat mir extrem gut weitergeholfen, um die Situation einzuschätzen aber auch um letztendlich.

00:58:42: wir haben ja dann gemeinsam überlegt wie dieser Ausstieg auch stattfinden kann.

00:58:50: Das war ein ganz wesentlicher Punkt um diesen Ausstieck zu planen.

00:58:56: parallel dazu habe ich nach Wohnung gesucht und so im Nachhinein War das vielleicht wirklich Schicksal?

00:59:06: Und zwar habe ich relativ schnell eine Wohnung gefunden.

00:59:11: Einen Ort weiter, die mir sehr gut gefallen hat.

00:59:15: Groß genug hell im Prinzip so wie ich es wollte und ich hab diese Wohnung auch bekommen.

00:59:24: Ich hab die angeschaut allein.

00:59:26: Das war schon ein Riesenproblem da weggekommen ohne dass jemand Merkt quasi.

00:59:33: Ja und dann war irgendwann der Tag, naja ich habe eine Wohnung Ich will weg.

00:59:40: was nun Was ich noch dazu sagen muss?

00:59:44: Ich habe im Vorfeld ein halbes Jahr immer wieder versucht mit ihm zu sprechen Lass uns eine Mediation machen.

00:59:53: wir sind doch beide nicht glücklich hier da hat doch keiner was davon und so weiter.

01:00:01: Das hat er immer vom Tisch gewischt.

01:00:03: Also das wollte er partout nicht und ganz wichtig war für ihn, da könnte ja jemand denken wenn wir uns trennen dass ich es nicht mehr bringe oder... Ja also diese Denkweise die konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen.

01:00:21: aber das war immer seine größte Sorge des Aussehen in der Öffentlichkeit.

01:00:28: Er wollte das also Patu nicht und ich habe es wirklich sehr klar geäußert.

01:00:37: Und sehr klar verfolgt, verbal aber auch über manchmal WhatsApp Nachrichten wo er mich zu Gesprächen mehr oder weniger genötigt hat oder wo er dann unbedingt loswerden musste.

01:00:54: Aber er wollte das Patu Nicht Hören Und ich musste dann irgendwann, weil auch der Leidensdruck bei der kleinen Tochter so groß war.

01:01:06: Dass sie jeden Abend gefragt hat, wann können wir endlich gehen?

01:01:13: Ich hatte diese Wohnung und habe insgesamt vier Freunde ins Vertrauen gezogen.

01:01:24: Ich habe Möbel bestellt in die Wohnung Ich bin nicht dorthin gegangen, meine Freunde hatten die Flüsse.

01:01:32: Die haben das alles für mich aufgebaut und dann ist mir an einem Reitrag zu Hause aufgefallen dass alle Papiere der Kinder fehlen.

01:01:48: also die Ausweise waren weg, die Impfpässe waren auch Futteralben weg usw.

01:01:56: Und dann habe ich ihn darauf angesprochen, was das soll oder wo die Sachen sind.

01:02:04: Er hat gute Gründe, sie an sich zu nehmen und er sagte ihm jetzt, ob ich auf der Suche nach einer Wohnung wäre.

01:02:15: Bei dem Gespräch war ein gemeinsamer Freund dabei.

01:02:21: Ich habe da Wert drauf gelegt zu viel Angst hatte, mit ihm dieses Gespräch zu zweitzuführen.

01:02:28: Weil ich wusste nicht wo das hinführt!

01:02:31: Ich hatte da wirklich massiv Angst.

01:02:34: Ja und ob ich eine Wohnung suche?

01:02:39: Und ich habe es dann eben... Also mir ist heiß und kalt geworden.

01:02:44: Was weiß er oder was weiß er

01:02:45: nicht?!

01:02:46: Und ich hab dann eben gesagt ja, ich such nach einer Lösung.

01:02:49: du weißt es, dass sich das nicht mehr will in diesem Gespräch quasi vor dem Bekannten, der dabei war eben geäußert ja dann machen wir eine Mediation und so weiter und sofort.

01:03:06: Ja aber dazu kam es da nicht weil im Laufe des Wochenendes hat er auf mich den Druck massiv erhöht ob ich jetzt ne Wohnung hätte und was sich vorhabe.

01:03:18: und ich soll ihm das jetzt sagen.

01:03:20: Und ich habe montags direkt mit dem Anwalt telefoniert.

01:03:29: Was soll ich machen?

01:03:31: Und man muss noch eins dazusagen und zwar, ich hatte bereits etwa ein Monat vorher Kontakt zum Jugendamt aufgenommen und hatte gesagt dass meine Kinder doch auch also sowohl ich als auch die Kinder diesen verbalen Angriffen ausgesetzt sind, dass das meiner Meinung nach psychische Gewalt ist und was ich tun soll.

01:03:59: Und die Sachbearbeiterin damals hat mir dann geraten naja wenn es so schlimm ist soll ich doch ins Frauenhaus gehen?

01:04:07: Das ist aber etwas was ich den Kindern nicht auch noch zumuten wollte weil das ist nochmal ein ganz anderer Eingriff.

01:04:17: Und das hatte ich auch mit der Dame besprochen, gesagt Ich gucke dass ich eine Wohnung finde und dass wir dann eben ausziehen.

01:04:27: Nachdem ich dann nochmal mit dem Anwalt gesprochen hatte hat er mir auch mehr oder weniger bestätigt, dass er keine andere Chance sieht als dass ich gehe.

01:04:40: Das habe ich dann getan.

01:04:47: Kontakt aufgenommen, ob die uns für eine kurze Zeit beherbergen würden.

01:04:54: Das haben sie auch sofort gemacht.

01:04:57: An besagten Tag ich habe morgens für mich und für jedes der Kinder einen Rucksack eingepackt mit den nötigsten Glamotten, mit Wertsachen wichtigen Dingen.

01:05:12: Und ja das war als ob wir in die Schule gefahren wären Aber wir sind eben dann zu den Freunden hin.

01:05:21: Auch das nochmal mit Umwegen, weil ich bin mir sehr sicher dass auch mein Auto geträgt war.

01:05:28: Ich habe es dann auf einem offiziellen Parkplatz stehen lassen und so haben man ein paar Haken geschlagen.

01:05:34: Ich hab alles im Karten zerschnitten.

01:05:37: Ich habe alles was in irgendeiner Art und Weise nachverfolgbar ist zurückgelassen weggeworfen Und dann sind wir gegangen.

01:05:46: Ich habe ihn dann mittags von den Freunden aus angerufen, hab ihm mitgeteilt dass ich weg bin mit den Kindern das auch nicht zurückkommen werde.

01:05:57: Dass eben entsprechende offizielle Stellen Bescheid wissen was er sich da auch hinwenden kann und dass ich direkt für die Kinders Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt habe Was für mich überraschend war.

01:06:13: Ich habe über einen Eilentscheid innerhalb von einer Woche das vorläufige Aufenthaltsbestimmungsrecht alleine bekommen.

01:06:24: Also diese Dinge, die ich anbringen konnte wurden sehr ernst genommen und deshalb wurde es recht schnell entschieden mittlerweile auch im Hauptverfahren dass die Kinder bei mir leben im Rahmen von gewissen Umgängen Ihren Vaters sehen.

01:06:49: Sabrina, du hast gesagt die Dinge, die du beim Jugendamt anbringen konntest.

01:06:54: Magst du vielleicht für die Zuhörenden, denen jetzt noch nicht so eine richtige Idee haben?

01:06:58: Was müsste man denn dafür tun?

01:07:00: Was braucht das Jugend?

01:07:01: Hast Du da einen Hinweis oder ein Tipp?

01:07:04: wie hast Du es gemacht?

01:07:06: Was hast Du dort vorgebracht und in welcher Art und Weise das Du zu dieser ... ja ich sag mal oder dass das Jugendamt zu dieser Einschätzung gekommen ist, dass du da Unterstützung bekommen hast?

01:07:17: Also es ist so.

01:07:18: Die kleine Tochter hat mir Briefe geschrieben wo eben das drauf steht Mama zieht mit mir aus.

01:07:24: Mama ich will nicht mehr Mein Leben hat keinen Sinn mehr.

01:07:28: Der Papa ist gemeint zu mir und Ich habe... Das ist aber wirklich eine Grauzone.

01:07:35: Ich habe Gespräche zwischen ihr und mir auf dem Handy aufgezeichnet wo sie ganz verzweifelt weint, Angst hat um Hilfe bittet und das wurde eben alles als Beweis akzeptiert.

01:07:50: Ja okay

01:07:51: gut!

01:07:52: Und dann bist du also aus dieser Wohnung ausgezogen.

01:07:55: hast ihn darüber informiert.

01:07:57: jetzt hatte er dir ja im Vorfeld schon massivst gedroht?

01:08:02: Wie ist es damit weitergegangen?

01:08:04: fühlst du dich im Moment sicher wie so der Der auch emotionale Stand bei dir, wie geht's auch den Kindern?

01:08:12: Hat er weitere Versuche unternommen dich vielleicht auch wieder in die Beziehung zu ziehen oder dir im Nachhinein zu schaden.

01:08:21: Magst du dazu noch was sagen Sabrina?

01:08:25: Ja also das ist in der Tat ein Bereich, den ich selbst nicht ganz klar einschätzen kann.

01:08:32: Ich bin vorsichtig.

01:08:34: dieses Gefahr Schwingt irgendwie immer mit, also sprich ich schau oft in den Rückspiegel.

01:08:42: Ich schaue wenn ich auf dem Parkplatz bin wer ist in meiner Nähe?

01:08:47: Es gibt auch viele Sachen zum Beispiel persönliche Dinge.

01:09:05: Das ist mir so in Fleisch und Blut übergegangen.

01:09:10: Ja, das ist nicht schön!

01:09:12: Ich weiß auch nicht ob es jemals anders wird?

01:09:14: Keine Ahnung... ich habe nach wie vor noch andere Handys auf der anderen Seite.

01:09:20: was soll er finden?

01:09:22: Ob er jetzt letztendlich einen Anwaltsbrief zwei Tage liest bevor er ihn offiziell zugestellt bekommt?

01:09:28: Hm, was

01:09:30: soll's?!

01:09:32: Er versucht sich uns... allen möglichen Gelegenheiten zu nähern und aufzudrängen.

01:09:40: Es ist so, der Junge war nie diese Aggressivität ausgesetzt wie die Mädchen und deshalb hatte er auch nicht den Leidensdruck.

01:09:54: Das heißt für ihn ist im Moment primär der Punkt blöd dass Mama und Papa getrennt sind.

01:10:04: Blöd, dass ich mich jetzt da entweder am einen Ort oder am anderen bin.

01:10:09: Die kleine Tochter ist total zufrieden mit der Situation und ist eines sehr... Ein viel gelösteres Kind, wenn es viel mehr Lach was auch Anderen aufgefallen ist Und was mich völlig beeindruckt Das ist ihr Standing, die sagt Liebung klar Ich will den Papa nicht sehen Egal wer sie fragt Wenn er auftaucht, also er darf zum Beispiel bei öffentlichen Wortveranstaltungen oder sowas darf er auhtauchen.

01:10:42: Sie sagt sofort der soll weggehen.

01:10:45: Also diese Ablehnung ist richtig richtig richtig massiv.

01:10:51: Er dreht uns natürlich so hin dass ich das der Tochter ein Impfen beibringen würde.

01:10:57: Das ist aber nicht so, das ist einfach eine Konsequenz aus dem Verhalten der letzten Jahre, aber wie gesagt er ist da überhaupt nicht kritikfähig also gar nicht.

01:11:10: und ja er versucht mich in Telefonate zu verstricken.

01:11:16: Ich habe ganz klar gesagt nur per E-Mail das ist ja manchmal natürlich schwierig aber ich versuche mich so gut es geht daran zu halten.

01:11:30: Und er sagte gerade vor kurzem in einem Telefonat, er respektiert ja dass ich jetzt da in der neuen Wohnung bin.

01:11:37: Aber wir könnten uns hier wieder annähern und dann eine Familie sein.

01:11:41: Nein können wir nicht!

01:11:43: Das scheint aber noch nicht angekommen zu sein.

01:11:48: Was eben sehr schade ist das er den Sohn eben massiv manipuliert instrumentalisiert so in der Form die Mama ist böse zum mir Und ja, wir könnten ja vielmehr gemeinsam machen.

01:12:03: Aber die Mama will das nicht und es ist natürlich das was echt traurig ist.

01:12:10: im Moment Ja.

01:12:12: Kriegt dein Sohn das dann auch zu dir nach Hause?

01:12:14: Besprecht ihr das?

01:12:17: Manchmal schwierig zu besprechen weil er recht wütend ist wenn er solche Dinge sagt und in dem Moment kommt man an ihn nicht ran Zu einem späteren Zeitpunkt dann wieder doch.

01:12:31: Ja,

01:12:33: ja verstehe.

01:12:35: Und bin jetzt gerade gedanklich auch noch ein bisschen bei der kleinen Tochter von der du ja schon viel erzählt hast die so vehement auch gefordert hat dass du mit ihr und den anderen Kindern ausziehst das sie geschützt werden möchte dass sie da raus will dass sie den Vater jetzt auch nicht mehr sehen will.

01:12:56: kannst du sagen was was dazu geführt hat?

01:12:59: also Gab es da noch andere Situationen, die dieses Kind erleben musste oder war dieses ... Ich sag mal

01:13:09: auf Eierschalen

01:13:10: gehen.

01:13:10: Dieses Nicht-Wissen wie ist der heute gelaunt?

01:13:13: Auch diese verbalen Ausbrüche haben die dazu geführt.

01:13:19: Also ich will damit nicht suggerieren dass das nicht reicht.

01:13:22: Das ist schlimm genug!

01:13:24: Ich frage mich nur ob ein Kind oder was in meinem Kopf ist... dass da ein Kind sich entscheidet.

01:13:33: Ich will diese Familie so nicht mehr, sondern ich fühle mich unsicher und ich will in Sicherheit leben mit meiner Mutter und meinen

01:13:41: Geschwistern.".

01:13:41: Das ist ja eine enorme Leistung auch für einen Kind das sicher klar zu machen, das zu fordern der Mutter gegenüber auch und sich damit so offen gegen den Vater und ja auch gegen die familiäre Situation zu stellen.

01:13:57: Ja, ich denke es hin... weil Themen, die dazu geführt haben das eine ist wirklich diese.

01:14:07: man kann es gar nicht als anschreien bezeichnen sondern brüllen mit einem derart aggressiven Gesichtausdruck der ehrlich gesagt auch mir massiv Angst gemacht hat wegen Nichtigkeiten.

01:14:25: Als sie jetzt zu laut war oder mit dem Bruder gestritten Grundsätzlich, sie war immer die Schuldige.

01:14:32: Nicht er und er hat sich an den Haaren gezogen Er hat ihr wohl auch mal auf den Arm geschlagen.

01:14:40: Das hat sie der Verfahrensbeiständigen erzählt Und der Situation wusste ich zum Beispiel gar nicht.

01:14:49: Es gab Situationen wo sie geäußert hat er tötet mich, er töttet mich.

01:14:53: Der Papa tötete mich.

01:14:55: das Kind hatte ganz schlimme Angst gehabt.

01:15:00: Zweite ist, sehr sexuelle Übergriffe von ihm zu mir beobachtet.

01:15:06: Und auch ganz klar, dass ich gesagt habe, geh weg lass mich!

01:15:09: Ich möchte das nicht und er nicht aufgehört

01:15:13: hat.".

01:15:14: Und auch das hat sie bei diesen Befragungen ganz klar geschrieben, geäußert... ...und ich denke, diese beiden Aspekte haben dazu geführt, dass sie sagt dieser Mensch behält sich so, wie ich es nicht haben möchte.

01:15:32: Es ist unglaublich was sie da verbracht hat.

01:15:35: Wahnsinn ganz bemerkenswert!

01:15:38: Ich bin so stolz auf dieses Kind.

01:15:41: Ich bin zu stolz dass Sie das so klar äußert und ja bringt mich natürlich manchmal auch dazu zu denken hey ich hätte viel früher gehen müssen aber das bringt jetzt alles nicht.

01:15:59: Was für mich völlig bemerkenswert war, mit was ich nicht gerechnet hätte.

01:16:05: An dem Tag als wir gegangen sind ab diesem Tag, ich konnte wieder atmen.

01:16:11: Das war also ob so ein Hanser um meine Brust weg war, obwohl diese ganzen Bedrohungen ja noch da waren, obwohl ich nicht wusste wie es weitergeht.

01:16:22: Aber ich habe wieder Luft bekommen und das hat auch nicht aufgehört.

01:16:27: Also das war ganz, ganz... Überraschend und vielleicht ist es bei ihr auch so, sie kannst jetzt einfach nicht so direkt beschreiben.

01:16:36: Ja also wirklich ich glaube du kannst da wirklich sehr sehr sehr stolz auf deine Tochter sein Und auch auf dich dass du das geschafft hast dass du nach all diesen Situationen nach diesem Druck und diesen Drohungen für dich diese Stärke gefunden hast zu sagen Das endet jetzt hier und das lasse Ich mit uns mit mir so Nicht mehr machen Großartig.

01:17:01: Sabrina, wie ist denn im Moment jetzt die Situation?

01:17:04: Wie geht es für dich weiter?

01:17:06: Hast du da schon einen klaren Plan, ein Ziel was so in den nächsten Wochen und Monaten anstehen wird vielleicht auch etwas Positives was du dem Zuhörnern noch mitgeben kannst?

01:17:19: also gibt es neben dem Atmen können auch Dinge die vielleicht neu oder wieder in dein Leben gekommen sind dies Bereichern dies schöner machen wir Ja, dich auch ein Stück weit befreit haben.

01:17:32: Ja da gibt es ganz viele!

01:17:33: Also zum einen ist es so... Ich habe nicht mehr den permanenten Druck auf SMS-Nachrichten auf Anrufe zu reagieren zu müssen mich zurechtfertigen wann ich was tue Wenn ich sage ich gehe mit den Kindern ins Kino und dann mache ich das Und wenn ich beschließe danach dass wir zur McDonalds gehen egal ob das jetzt gesund ist oder nicht.

01:17:56: wenn ich sage wir machen das dann machen wir das.

01:17:59: Und es macht unser Leben, um ein vielfaches Einfacher sich nicht immer rechtfertigen zu müssen oder auch nicht immer begründen zu müssen.

01:18:12: Also das ist echt Freiheit muss ich sagen.

01:18:16: und das andere ist Wir sind mittlerweile in unserer Wohnung angekommen.

01:18:24: Ja, wir haben Vorhänge.

01:18:25: Wir haben Regale festgemacht und so weiter und sofort.

01:18:28: Und ich habe das früher auch alles alleine gemacht... ...und ich kann es noch!

01:18:34: Ich brauche niemanden.

01:18:35: Also das soll jetzt nicht irgendwie arrogant oder was klingen sondern einfach.. ..ich hab für mich gesehen, ich kann für mich und die Kinder selbst sorgen.

01:18:45: Das war ein ganz, ganz wichtiger Punkt für mich auch.

01:18:53: einfach fragen kann und die mir helfen, dass wir gemeinsam das alles hinkriegen.

01:18:58: Ich bin so unendlich dankbar für diese Unterstützung, diese uneingeschränkte Unterstützung auch weil es war ja immer eine gewisse potenzielle Gefahr dabei.

01:19:11: Und was eben jetzt noch ein bisschen belastet?

01:19:16: Das ist natürlich das Thema, dass er mit allen Mitteln versucht, Umgänge entweder hinzubekommen.

01:19:25: Mit der Tochter gibt es im Moment quasi nicht, mit dem Sohn einmal die Woche und das möchte er natürlich unbedingt ausweiten.

01:19:35: Also für die Tochter, die sich da ganz klar äußert, dass sie's nicht will, dann werde ich auch allen in Bewegung setzen, dass ihr das nicht muss.

01:19:44: Ich frag sie ob sie das möchte und sie darf das auch jederzeit äußern.

01:19:50: aber wenn ich sage du magst du vielleicht auch mal, wenn jemand dabei ist dem Papa sehen?

01:19:56: Dann ist die Antwort nicht nein sondern auf gar keinen Fall.

01:20:01: Und das macht mir so ein bisschen Gedanken ob man sie da irgendwie weiterhin dazu anhält das zu tun weiß ich nicht was daraus passiert.

01:20:14: Ich weiß auch nicht wie der Sohn sich so positionieren wird.

01:20:20: Das kann ich nicht sagen.

01:20:22: Ansonsten, unser Alltag hat sich eigentlich recht schnell eingependelt.

01:20:27: Die Kinder haben nach wie vor ihren Freundeskreis ihre Hobbys, ihre Schule.

01:20:31: Da hat sich nichts geändert!

01:20:33: Ja ich plane jetzt für die nächsten Ferien Urlaub und ich glaube das wird uns auch echt gut tun.

01:20:43: da freue ich mich total drauf.

01:20:46: ja und ich hoffe dass in absehbarer Zeit meinen Hausrat auch noch in irgendeiner Art und Weise bekommen.

01:20:55: Was ich aktuell habe, das sind Kleiderschuhe, persönliche Papiere aber alles andere ist noch im Haus wo er nicht möchte dass sich es brähte.

01:21:07: Und ja, ich denke allein bei den Kleidern war schon einiges aussortiert was ich nicht bekommen habe.

01:21:16: Ich bin gespannt wie sich das gestaltet.

01:21:18: letztendlich sind es zum Großteil Dinge die man einfach ersetzen kann, mit einem gewissen finanziellen Aufwand.

01:21:26: Aber es gibt natürlich auch so ein paar Gegenstände an denen man einfach so gewisse Erinnerungswerte hat.

01:21:34: Mal sehen wie das noch geht!

01:21:38: Das einzige was ich sagen kann... Es wird definitiv keinen Weg zurückgeben.

01:21:45: Das weiß ich nicht ja egal Er versucht natürlich die charmante Art und Weise.

01:21:53: Und man kommt da auch mal ins Nachdenken, aber es wird auf keinen Fall ein Schritt zurückgeben.

01:22:00: Da bin ich mir sehr sicher!

01:22:03: Liebe Sabrina, vielen Dank dass du diese ja doch sehr bedrückende Geschichte, aber mit einem zumindest Stand heute guten Ende mit uns geteilt hast.

01:22:12: Vielen vielen dank dafür.

01:22:14: Gibt es noch irgendetwas, das du hinzufügen möchtest?

01:22:17: Eine Frage die ich hätte stellen sollen aber nicht gestellt habe ist noch irgendwas offen geblieben.

01:22:24: Ja, ich glaube es gibt einen Punkt der so eine Trennung natürlich verdammt schwierig macht und das ist wenn Kinder mit dem Spiel sind nichtsdestotrotz Kindermärken ist wenn dich in mir nicht stimmt.

01:22:42: Ungleichgewichte da sind, die leiden auch.

01:22:46: Und ich glaube dieses so wie ich es auch gedacht habe naja mir Kinder zu liebe bleibe ich ist nicht der richtige Weg.

01:22:56: Ich hab ihn wie gesagt ausprobiert.

01:22:59: Ich glaube aber nicht dass es funktioniert.

01:23:03: Viele machen das weil's ja doch ein großer Schritt ist mit ganz viel Veränderung.

01:23:10: Aber das ist nichts Das Argument, das letztendlich hilft in dem Moment.

01:23:16: Ja, dem folge ich in jedem Fall!

01:23:20: Das hast du bei deiner Tochter ja auch ganz deutlich gemerkt bzw sie hat es dir fast schon ins Gesicht geschrien dass Sie all das mitbekommen, dass es ihr nicht gut geht Dass sie viel mehr sieht und hört und fühlt als Du es in dem moment vielleicht geglaubt hast oder glauben wolltest.

01:23:43: Ja, das ist so und auch die große Tochter hat mir vor Jahren schon suggeriert, warum tust du dir das an?

01:23:50: Warum tust Du uns das

01:23:52: an?".

01:23:53: Das ist leichter gesagt als letztendlich umgesetzt aber es ist schon richtig!

01:24:01: Dann würde ich sagen Sabrina lassen wir das so stehen.

01:24:05: Ich danke dir dass du den Mut gefunden hast über deine Geschichte zu sprechen Und ich wünsche dir von Herzen alles Gute für die Zukunft, für euch.

01:24:14: Für deine Familie dass es euch gut geht das ihr euch erholen könnt und dass die Dinge die jetzt noch anstehen sich gut und schnell auch für euch lösen werden.

01:24:23: Danke schön!

01:24:24: Vielen lieben Dank nicht zuletzt auch an dich.

01:24:28: du hast mir beim Ausstieg einen ganz ganz wesentlichen Input geliefert und ja einfach nochmal danke dafür.

01:24:45: Ich möchte Sabrina noch einmal ausdrücklich danken, es braucht Mut eine Geschichte wie diese zu erzählen.

01:24:51: Und es braucht nochmal mehr Mut das zu tun wenn die Bedrohung über die man spricht nicht einfach Geschichte ist sondern immer noch mitschwingt!

01:25:01: Ich bin froh dass sie diesen Schritt gegangen ist für sich und für alle die sich in ihrer Geschichte wieder erkennen werden.

01:25:09: Es gibt solche Geschichten in diesem Podcast die mich auch nach mehrfachem Anhörn nicht loslassen.

01:25:14: Sabrinas ist eine davon.

01:25:16: Nicht weil das, was sie erlebt hat so ungewöhnlich beginnt sondern weil es zeigt wie weit eine Beziehung eskalieren kann wenn sich Schritt für Schritt etwas aufbautes irgendwann keine Ähnlichkeit mehr hat mit dem wie's mal angefangen hat.

01:25:31: Wie nach jeder Erzählung werde ich auch aus Sabrina´s Geschichte einige Punkte herausgreifen und Sie einordnen.

01:25:38: Ich wähle dabei bewusst Elemente aus die in vorherigen Folgen noch nicht so intensiv besprochen wurden oder die anhand dieser Geschichte in besonderer Weise deutlich werden.

01:25:48: Wie immer ist das keine Bewertung, es bedeutet nicht dass andere Elemente nicht vorhanden sind oder weniger schwer wegen!

01:25:56: Ich möchte heute vier Bereiche ansehen – Das Gehen auf Eierschalen und was das mit der ganzen Familie macht?

01:26:02: Den Schleichenden selbst Verlust und warum er so schwer zu bemerken ist?

01:26:07: Die Drohkulisse und was anhaltende Bedrohungen mit einem Nervensystem anrichten.

01:26:11: Und schließlich die Tochter, was sie erlebt hat und was sie damit geleistet hat.

01:26:16: Diese vier Bereiche hängen in Sabrinas Geschichte direkt zusammen – ich werde das im Verlauf zeigen!

01:26:22: Sabrina beschreibt wie Sie und Ihre Kinder ihren Alltag vollständig an der Stimmung ihres Mannes ausgerichtet haben.

01:26:28: Nichts passierte mehr einfach so.

01:26:30: Jeder Satz wurde vorher abgewogen, jeder Einkauf innerlich geprüft, jedes zu laute Lachen zurückgehalten.

01:26:36: Könnte das Ärger geben?

01:26:38: Besser mache ich dies nicht, besser weniger davon… besser gar nicht.

01:26:41: Was dahinter steckt, ist ein Lernprozess und zwar keiner den man bewusst durchläuft!

01:26:47: Das Gehirn lernt durch Wiederholung – einen Wutausbruch weil das Licht im Bad brannte… Ein Abend der Kipp, weil das Essen nicht gepasst hat... Einen Blick, der ankündigt Ich bin gleich am Siedepunkt Und alle in diesem Haushalt lernen sehr schnell diesen Punkt nicht zu erreichen, nicht zu überschreiten.

01:27:05: Nicht weil sie Angst hätten dass in Worte zu fassen sondern weil das vermeiden günstiger ist als die Konsequenz.

01:27:12: So wird Anpassung zur Gewohnheit, ohne dass irgendjemand jemals aktiv beschlossen hätte so zu

01:27:18: leben.".

01:27:19: Was das mit Kindern macht geht tiefer, als man zunächst denkt!

01:27:23: Wer als Kind lernt, daß seine Aufgabe darin besteht, die Stimmung eines Erwachsenen stabilzuhalten – der lernt gleichzeitig auch?

01:27:31: Meine eigenen Bedürfnisse sind weniger wichtig als die dieser Person.

01:27:35: Das Freude besser leise dass man Hunger, Lärm und Lebendigkeit eigene Bedürfnisse zurückschraubt weil das Leben dann reibungsloser wird wenn man weniger Raum einnimmt.

01:27:48: Diese Überzeugungen setzen sich fest auch wenn Kinder sie nicht in Worte fassen können.

01:27:53: Sie werden zu einem Teil davon wie diese Kinder sich selbst wahrnehmen und was sie für normal halten.

01:28:00: Ich möchte auf einen Moment aus Sabrina's Geschichte schauen der auf den ersten Blick klein wirkt aber sehr viel aussagt.

01:28:06: Es ist ein Kollege, der ihr ganz normale Fragen stellt.

01:28:10: Wohin sie mal verreisen möchte?

01:28:12: Welche Hobbys die sich vorstellen kann und Sabrina merkt dass sie auf diese einfachen Fragen keine Antworten hat!

01:28:19: Nicht weil diese Fragen zu persönlich wären sondern weil die Gedanken an solche Themen schlicht nicht mehr da sind.

01:28:26: Der Wunsch nach einer Reise – Die Vorstellung was ihr gut täte Das Gefühl dafür was Sie mag Diese Dinge gehören zum Kern dessen wer man isst Und bei Sabrina war das weg.

01:28:38: Das passiert nicht von einem Tag auf den anderen und genau das macht es so schwer zu bemerken!

01:28:43: Sabrina hat es beschrieben, sie hat aufgehört positive Dinge zu erzählen – hat Einkäufe verschwinden lassen, hat schöne Erlebnisse für sich behalten weil das einfacher war als sie sich zerreden zu lassen.

01:28:55: Mit jedem dieser kleinen Rückzüge ist auch ein Stück von dem verschwunden was ihr gehörte.

01:29:00: Irgendwann war da nichts mehr was sie nach außen getragen hat… war da auch innerlich immer weniger, weil Dinge die man nie teilt, nie lebt und nie zulässt sich irgendwann nicht mehr denken lassen.

01:29:14: Was hier passiert ist psychologisch gut erforscht – wenn Menschen über lange Zeit lernen dass das Zeigen der eigenen Person Kosten hat, das Freude kommentiert, Begeisterung klein geredet und Eigenständigkeit sanktioniert wird dann beginnt das Gehirn diese Impulse zu unterdrücken bevor sie überhaupt sichtbar werden!

01:29:33: Das ist kein Charakterzug, das ist kein persönliches Versagen.

01:29:38: Das ist eine Schutzreaktion auf einer Umgebung die Selbstausdruck

01:29:42: bestraft.".

01:29:43: Sabrina beschreibt außerdem dass sie über lange Zeit geblieben ist nicht aus Liebe sondern aus dem Gefühl das es keine realistische Möglichkeit gab zu gehen wegen der Kinder, wegen der finanziellen Abhängigkeit, wegen Der Fassade nach Außen, wegen all dem was einen Aufbruch bedeutet hätte.

01:30:03: dass sich von dem, was wir in anderen Folgen besprochen haben mitunter unterscheidet.

01:30:07: Es ist kein Festhalten an Hoffnung auf bessere Zeiten – es ist das Ergebnis eines Zustands, indem die eigene Handlungsfähigkeit soweit eingeschränkt ist, daß ein Ausweg schlicht nicht mehr vorstellbar

01:30:18: erscheint.".

01:30:20: Fachlich nennt man das erlernte Hilflosigkeit, ein Konzept, das der Psychologe Martin Seligmann in den Neunzehnten-Siebzigerjahren beschrieben hat.

01:30:29: Wenn Menschen wiederholt die Erfahrung machen dass ihre Handlungen keinen Einfluss auf das haben, was ihnen passiert, hören viele irgendwann auf es überhaupt zu versuchen.

01:30:39: Auch dann noch wenn sich eine Möglichkeit ergibt!

01:30:42: Und genau dieser Zustand ist es der die nächste Stufe so wirkungsvoll macht.

01:30:47: Sabrina berichtet, dass sie einen Anwalt kontaktiert hat.

01:31:03: Und er hatte ihr das nicht gesagt, weil er Antworten von ihr wollte?

01:31:07: Er hat es ihr gesagt um ihr zu zeigen, dass es keinen Ausweg gibt!

01:31:12: Ich weiß alles du bist nirgend sicher.

01:31:15: Digitale Überwachung in Beziehungen habe ich in diesem Podcast bereits besprochen unter anderem in der Folge mit Julia.

01:31:22: aber was hier passiert ist eine andere Kategorie, weil Er nutzt das, was er weiß als Fundament für konkrete Drohungen.

01:31:48: Es geht dabei nicht um eine einmalige Angst, die man verarbeitet und dann hinter sich lässt.

01:31:59: Es wird eine Atmosphäre erzeugt, die sich in jeden Moment des Alltags schiebt.

01:32:05: Heim kommen wird zum Risiko, telefonieren wird zum risiko, denken wird zum Risiko – denn wer weiß, ob er nicht auch das irgendwie mitbekommen kann?

01:32:14: Jeder mögliche Ausweg jede Kontaktaufnahme zu einer Freundin jeder Gedanke an Hilfe trägt das Risiko entdeckt zu werden!

01:32:22: Sabrina beschreibt, wie erschöpft sie war, wie viel sie geschlafen hat.

01:32:25: Wie sie ihre verbliebene Energie auf die Kinder fokussiert hat – weil dort wenigstens klar war was sie tun konnte!

01:32:32: Das ist keine Schwäche, das ist keine Passivität.

01:32:36: Das ist ein klassisches Zeichen dafür, was anhaltende Bedrohung im Nervensystem anrichtet.

01:32:43: Wer dauerhaft unter Bedrohen lebt dessen Nervenystem schaltet in einen Zustand des Sparens.

01:32:49: Der Körper hält Energie zurück, weil er nicht weiß wann er sie braucht.

01:32:52: Langfristig führt das zu Erschöpfung mit unterzu Konzentrationsproblemen einer gewissen inneren

01:32:58: Taubheit.".

01:32:59: Das beschreibt auch Sabrina wenn sie sagt dass sie eine innerliche Lehre gespürt hat ,dass sie sich über nichts wirklich freuen konnte.

01:33:07: In diesem Zusammenhang möchte ich benennen was Sabrina auch über Sexualität in dieser Zeit berichtet hat .Er hat sie unter konkrete Androhungen von Gewalt zur sexuellen Handlung gezwungen.

01:33:17: Er hat ihr gesagt, was passiert wenn sie nicht mitmacht.

01:33:20: Und er hat dabei seine kriminellen Kontakte

01:33:23: gemeint.".

01:33:23: In der Folge mit Nele und in der Expertinnenfolge mit Elena Kemme habe ich ausführlich darüber gesprochen, was Sex ohne echte Zustimmung bedeutet – auch innerhalb einer Ehe?

01:33:34: Auch wenn kein körperlicher Zwang im engeren Sinne stattgefunden hat!

01:33:38: Was Sabrina uns berichtet geht darüber hinaus.

01:33:41: Sie hat nicht unter Druck nachgegeben, sie hat unter Todesdrohung mitgemacht….

01:33:46: Das ist Vergewaltigung unter Nötigung und das ist in Deutschland eindeutig strafbar.

01:33:50: Ich sage das so direkt, weil ich weiß dass Menschen diese Folge hören und sich fragen ob das was ihnen passiert es schlimm genug ist um einen Namen zu verdienen – und es hat einen Namen!

01:34:01: Es gibt noch etwas das ich ansprechen möchte, weil es in Sabrinas Geschichte besonders deutlich wird Die Mechanik hinter dem was er tut folgt einer Logik die ich in anderen Formen in fast jeder Geschichte in diesem Podcast wieder finde Du machst es der anderen Person unmöglich, dich zu verlassen, indem du die andere Person in eine Situation bringst, in der jeder Ausweg mit einem Preis verbunden ist.

01:34:27: Wenn du bleibst zahlst du!

01:34:30: Wenn du gehst, zahl's du!

01:34:32: wenn du dich wehrst, Zahl'st

01:34:34: du!".

01:34:34: Das Ziel ist nicht, die andere personen zu bestrafen – das Ziel ist es, die Entscheidungsfreiheit zu beseitigen.

01:34:42: Und das funktioniert nicht durch einen einzelnen Moment, sondern durch die Anhäufung von Momenten bis die andere Person aufgehört hat zu glauben dass es noch eine Tür gibt, durch die sie gehen könnte.

01:34:55: Bei Sabrina kommt dann noch ein Faktor hinzu der das Bild vervollständigt – Der Selbstverlust, von dem ich vorhin gesprochen habe und die erlernte Hilflosigkeit machen diese Drohkulisse so besonders wirkungsvoll.

01:35:08: wer seinen eigenen Kern nicht mehr klar spürt wer nicht mehr weiß, was er will oder was er sich vorstellen kann.

01:35:15: Der hat auch keine stabile innere Plattform von der aus eher Widerstand entwickeln könnte – die Drohung fällt auf fruchtbaren Boden weil der Boden bereits vorbereitet

01:35:25: wurde.".

01:35:26: Sabrina hat ihren Ausweg trotzdem gefunden mit einem mit Bargeld gekauften Laptop einen zweiten Handy das sie über Freunde bekommen hat… Mit Umwegen, die sie mit dem Auto gefahren ist und letztendlich auch mit zerschnittenden Symkarten.

01:35:42: Das alles ist keine Metapher, das war Fluchtplanung unter Überwachung – und was sie danach beschreibt?

01:35:50: dieses Atmen können als ob ein Panzer von ihrer Brust gefallen wäre noch am selben Tag, noch während die Drohungen weitergehalten?

01:35:59: Das sagt mehr als ich hier in Worte fassen könnte!

01:36:07: Sie ist ein elementarer Teil dieser Geschichte.

01:36:13: Diese Tochter wächst in einem Haushalt auf, indem der Vater brüllt!

01:36:18: Sie hat die Mutter Nein sagen hören und gesehen das er dennoch nicht aufgehört hat – sie hat sexuelle Übergriffe beobachtet….

01:36:24: sie hat gefürchtet... ...und gesagt, ertötet mich.

01:36:29: Sie isst von ihm an den Haaren gezogen worden?

01:36:32: Und Kinder, die in solchen haushalten Leben sind nicht nur Zeugen der Gewalt — sie leben selbst in

01:36:38: ihr.".

01:36:39: Auch wenn die Gewalt sich vordergründig gegen die Mutter richtet, trifft sie das Kind immer mit im Körper in der Angst in dem was es lernt, was normal ist.

01:36:49: Was das Kind hier lernt hängt direkt mit dem zusammen, was ich am Anfang über das Laufen auf Eierschalen gesagt habe.

01:36:55: Das Kind hat nicht nur gelernt sich anzupassen – es hat gelernt dass das eigene Wohlbefinden die eigene Sicherheit nicht von der eigenen Person abhängt sondern von der Stimmung eines

01:37:06: anderen.".

01:37:07: Das sind keine Gedanken, die ein Kind formulieren kann.

01:37:10: Aber es sind Überzeugungen, die sich festsetzen und die weit in das Erwachsenenalter hinein nachwirken

01:37:17: können.".

01:37:17: Und dann macht dieses Kind diese Tochter etwas, dass mich so sehr bewegt hat schon damals als ich mit Sabrina im Coaching darüber sprach!

01:37:26: Sie schreibt ihr Briefe – sie sagt Mama bitte zieh mit mir aus.

01:37:29: Ich will hier weg Mein Leben hat keinen Sinn mehr.

01:37:32: Sie bittet sie fordert Sie bringt eine Klarheit auf, die viele Erwachsene in derselben Situation nicht mehr haben.

01:37:40: Weil Erwachszene schon so viele Gründe gefunden haben zu bleiben – wegen der Kinder, wegen der Wohnung, wegen dieser Angst und wegen der Frage ob man das alles alleine schafft!

01:37:50: Diese Tochter kannte diese Gründe noch nicht.

01:37:53: Sie hat einfach gesagt was sie

01:37:55: braucht.".

01:37:56: Was dieses Kind damit leistet ist so erheblich….

01:38:00: sie bringt die Mutter in Bewegung im Moment in dem Sabrina sich das für sich selbst vielleicht noch nicht erlaubt hätte.

01:38:07: Das Argument wegen der Kinder zu bleiben ist in ihrer Geschichte lange das Argument, das sie hält!

01:38:14: Und dann ist es genau eines dieser Kinder selbst, dass sagt – das Argument trägt nicht mehr.

01:38:20: Ich leide wir müssen

01:38:22: gehen.".

01:38:23: Das möchte ich kurz für alle Zuhörenden aufnehmen die Selbstkinder haben und das bleiben in einer toxischen Beziehung unter anderem damit rechtfertigen.

01:38:32: Der Gedanke, für die Kinder zu bleiben hat einen zugewandten, einen liebevollen Kern.

01:38:38: Der Gedanske kommt aus dem Wunsch den Kindern eine vollständige Familie zu geben – Stabilität, Kontinuität.

01:38:45: Gleichzeitig erlebe ich immer wieder in meiner Beratung das Betroffene dabei verklären was Kinder wirklich mitbekommen und was mit ihnen passiert.

01:38:54: Gewalt gegen die Mutter ist immer auch gewalt gegen das Kind!

01:38:58: Kinder können in einem Haushalt Mitgewalt körperlicher wie auch emotionaler, keine Stabilität erleben.

01:39:06: Sie erleben Anspannung und Angst und lernen sich unsichtbar zu

01:39:09: machen.".

01:39:10: Sabrina's Tochter hat das mit ihren Briefen deutlich gesagt.

01:39:15: Bitte glaub nicht dass eure Kinder nichts mitbekommen, dass sie zufrieden sind so lange sie euch nicht das Gegenteil entgegenschreien!

01:39:22: Nicht jedes Kind hat die Kraft dazu – nicht jedes Kind glaubt, dass es gehört wird.

01:39:27: Schaut ihr bitte hin und hört ihr bitte

01:39:30: zu!".

01:39:31: Sabrina's Tochter ist nach dem Auszug gelöst.

01:39:34: Sie sagt klar, dass sie den Vater nicht sehen will – sie zögert dabei nicht!

01:39:38: Das ist an der Stelle auch keine Beeinflussung durch ihre Mutter wie der Vater es darstellt?

01:39:43: Das ist das Ergebnis von dem was dieses Mädchen erlebt hat.

01:39:48: Kinder zeigen uns sehr genau wie es ihnen geht wenn wir ihn erlauben das zu tun und wenn wir bereit sind hinzusehen.

01:39:58: Warum ich das was Sabrina's tochter gemacht hat so sehr berührt ist, weil ich das aus meiner eigenen Geschichte kenne.

01:40:06: Auch ich war einmal dieses Kind.

01:40:08: Auch Ich war das Kind, dass seine Mutter gebeten hat mit ihm zu

01:40:11: gehen.".

01:40:12: Diese Geschichte und den weiteren Verlauf auch in toxischen Beziehungen habe ich hier noch nie erzählt!

01:40:18: Schreibt mir doch gerne einmal in die Kommentare ob euch das interessieren würde – und vielleicht mache ich da mal eine separate Folge zu.

01:40:26: Sabrina's Geschichte zeigt wie sehr eine Beziehung eskalieren kann Wenn die Betroffene gelernt hat, alles alleine zu tragen, wenn das Bild nach außen intakt bleibt und wenn niemand hinschaut oder hinschaun kann.

01:40:39: Sie zeigt aber auch dass es einen Ausweg gibt – auch dann, wenn er sich anfühlt wie der Ausbruch aus einem Hochsicherheitstrakt!

01:40:47: Sabrina hat ihren Ausweg gefunden.

01:40:51: Wenn du gerade zuhörst und denkst, dass dich in deiner Situation etwas von dem wiederfindet was Sabrina beschrieben hat… Dann möchte ich dir sagen Du musst all das nicht alleine einordnen.

01:41:02: Buche dir gerne dein kostenfreien Termin mit mir, damit wir uns deine Situation gemeinsam anschauen

01:41:08: können.".

01:41:11: Ich danke dir, dass du bei dieser Folge wieder dabei warst!

01:41:15: Dieser Podcast existiert weil ich überzeugt bin, dass Geschichten wie die von Sabrina erzählt werden müssen – auch wenn sie so schwer auszuhalten sind und dass Sie die Menschen erreichen müssen die sich gerade fragen, ob sie verrückt sind.

01:41:29: Ob das was sie erleben wirklich so nicht in Ordnung ist?

01:41:33: Bitte hilf mir dabei und leite diese Folge weiter!

01:41:36: Bewerte den Podcast in der App deiner Wahl – am liebsten natürlich mit fünf Sternen oder schreibe einen Kommentar zur Folge.

01:41:43: Den Podcast zu abonnieren lohnt sich denn dann bekommst du eine Benachrichtigung wenn die nächste Folge online ist.

01:41:49: Zwischen dem Podcast folgen kannst Du Dir eine kleine Portion Mut in Dein Post verholend Meine Mutpost, ein Newsletter mit Gedankenimpulsen und aufbauenden Worten.

01:41:59: Den Link dazu findest du ebenfalls in den Shownotes!

01:42:03: Ja und wenn Du selbst Teil dieses Podcasts sein möchtest – wenn Du Deine Geschichte erzählen willst?

01:42:08: Ob sie aus einer Partnerschaft kommt mit einem Elternteil im Job oder einer Freundschaft?

01:42:12: Trau Dich bitte….

01:42:14: Dein echter Name bleibt

01:42:15: geschützt?!

01:42:16: Und wir besprechen in einem Vorgespräch alle relevanten Fragen.

01:42:20: Schreibt mir am besten eine E-Mail an podcastatnazismus-coach.de und ich melde mich bei dir!

01:42:27: In zwei Wochen gibt es die nächste Folge, bis dahin pass gut auf dich auf!

01:42:31: Alles Liebe, deine Jennifer.

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