Helene schlief im Keller, aus Angst, dass er nachts zu ihr kommt
Shownotes
Helene schlief im Keller, aus Angst, dass er nachts zu ihr kommt
Er drohte, ihr den Finger zu brechen, wenn sie ihm öffentlich widersprach
Schon früh lernt er, wann Helene kurz davor ist zu gehen, und genau dann wird er nah, verletzlich, macht große Versprechen. Diese Fähigkeit begleitet die beiden über Jahrzehnte, bis hin zu dem Morgen nach einer nächtlichen Eskalation, an dem er ihr Frühstück macht und fragt, ob sie mit ihm duschen möchte, als wäre nichts gewesen.
Kurz nach der Geburt ihres ersten Sohnes will Helene wegen einer beginnenden Angststörung in Therapie. Ihr Mann stellt ihr ein Ultimatum: Wenn sie das Thema noch einmal anspreche, ziehe er noch am selben Abend aus dem gemeinsamen Schlafzimmer aus. Kein Schlag, kein Wutausbruch, nur ein Ultimatum, formuliert wie ihre eigene Konsequenz statt wie seine Drohung. Über die Jahre bleibt seine Eskalation stets so austariert, dass niemand, auch keine Paartherapeutin, je den einen Moment findet, an dem eindeutig eine Grenze überschritten wurde.
Irgendwann übernimmt Helenes Körper, was ihre Stimme nicht mehr aussprechen durfte, bis hin zu Schmerzen, die sie kaum bis zur Toilette kommen lassen. Am Ende ist es ein Mensch, der ihr einfach zuhört, der ihr den Weg zur Frauenberatungsstelle öffnet. Selbst ihr Ausstieg trägt noch die Handschrift der Beziehung: Um schnell und ohne weiteren Kampf herauszukommen, verzichtet sie auf Unterhalt und Versorgungsausgleich.
Professionelle Ersteinschätzung Wenn du über deine eigene Situation sprechen möchtest, sichere dir hier deine kostenfreie Ersteinschätzung. In diesem 30-minütigen Telefonat sprechen wir über deine aktuelle Lage und schauen gemeinsam, was deine nächsten Schritte sein können. Kostenfrei und unverbindlich.
Selbsttest: Was mich wirklich hält Zum Test: "Was mich wirklich hält". Warum schaffst du es einfach nicht, dich zu trennen? Wenn du diese Frage kennst und keine Antwort darauf findest, ist dieser Selbstreflexions-Test das richtige für dich. Er hilft dir dabei, die Gedanken und Überzeugungen zu erkennen, die dich in einer Beziehung halten, die dir nicht guttut.
Kostenfreier Audioguide + Workbook: Was hält mich von No Contact ab? Jetzt kostenfrei downloaden: "Was hält mich von No Contact ab?". In gut dreißig Minuten gehe ich mit dir im Audio die sieben Kräfte durch, die Frauen immer wieder zurückziehen, und du erkennst, welche bei dir gerade am stärksten wirkt. Am Ende weißt du, was dich abhält, und worauf du in den nächsten Tagen besonders achten darfst.
Mutpost Melde dich für meine Mutpost an. Das ist mein Impuls-Newsletter, der dir regelmäßig eine Portion Mut in dein Postfach schickt. Du bekommst praktische Impulse aus meinen Coachings, kleine Methoden für den Alltag und Denkanstöße, die speziell für Menschen in und nach toxischen Beziehungen entwickelt sind.
Deine Geschichte teilen Hast du selbst schon einmal darüber nachgedacht, deine eigene Geschichte hier im Podcast zu erzählen? Das kann eine Erfahrung aus einer Partnerschaft sein, mit einem Elternteil, im Job oder auch aus einer Freundschaft. Du bekommst ein Pseudonym und dein echter Name wird nicht veröffentlicht. Schreib mir an podcast@narzissmus-coach.de und wir besprechen in Ruhe alles Weitere. Weitere Infos findest du auf meiner Website
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Narzissmus und toxische Beziehungen.
00:00:05: Jetzt sprechen wir!
00:00:06: Ich bin Jennifer, ich begleite Frauen im Coaching auf ihrem Weg aus destruktiven Beziehungsmustern.
00:00:12: In diesem Podcast teilen Betroffene ihre persönlichen Geschichten – Geschichten die oft viel zu lange im Verborgenen geblieben sind.
00:00:20: Nach jeder Erzählung ordne ich zentrale Muster- und Dynamiken ein damit auch diejenigen, die solche Erfahrungen nicht selbst gemacht haben, die Auswirkungen besser verstehen und nachvollziehen können.
00:00:40: Wenn du nicht sofort aufhörst mir vor anderen Leuten zu widersprechen, dann breche ich dir den kleinen Finger!
00:00:46: Nach der Geburt ihres ersten Sohnes will Helene zur Psychotherapie.
00:00:53: Wenn du das Thema noch einmal ansprichst, ziehe ich heute Abend noch aus unserem gemeinsamen Schlafzimmer
00:00:58: aus.".
00:00:59: Und als sie auf der Autofahrt hinten beim schreienden Baby sitzt und er die Nerven verliert, sagt er – dann musst du ihn eben hauen.
00:01:07: Jahre später mitten in einer Ehe-Krise berichtet er ihr, seine eigene Therapeuten habe gesagt Helene sei eine Egozentrikerin, die auf dem Selbstverwirklichungstrip ist!
00:01:18: Und als Helene sich irgendwann von ihm trennen will, tut als würde er zum ersten Mal davon hören.
00:01:24: Ich habe noch nie davon gehört, dass du gesagt hast, du möchtest dich trennen – warum sagst du mir das jetzt?
00:01:29: Helene ist wie in jeder Folge nicht ihr echter Name!
00:01:33: In diesem Podcast sprechen Betroffene unter einem Pseudonym um ihre Privatsphäre zu schützen und wir sprechen hier im Podcast offen über psychische und körperliche Gewalt.
00:01:43: Jetzt hören wir Helenes Geschichte.
00:01:46: Liebe Helene, herzlich willkommen im Podcast.
00:01:48: ich freue mich, dass Du bereit bist deine Geschichte zu erzählen.
00:01:51: Magst du mir und den Zuhörnern verraten, was dich dazu gebracht hat, dich bei mir zu melden?
00:01:57: Ja, hallo.
00:01:57: Danke, dass ich da sein darf!
00:01:59: Bei mir war das wirklich eine sehr langjährige Beziehung.
00:02:02: Wir sprechen ja nach drüber.
00:02:03: Ich fahre dreißig Jahre um und bei mit meinem Partner zusammen.
00:02:06: Und ... ich hab erst fast zwei Jahre nach der allerletzten endkühltigen Trennung gemerkt, was das eigentlich war.
00:02:14: Dazu habe ich diese Podcasts gebraucht, um da draufzukommen und unter anderem auch ne Selbsthilfegruppe in der Beratungsstelle für Frauen.
00:02:24: Und für mich waren die Podcast jetzt immer so, mmh ... sowas wie einen Treffen, wo ich mich immer wieder auf den richtigen Weg zurückbringen konnte und am Ball halten konnte, wie eine Selbsthilfengruppen.
00:02:35: Dafür war es hilfreich, dass sich das gerne weitergeben möchte.
00:02:38: Prima!
00:02:39: Vielen Dank.
00:02:40: Dann lass uns doch in deiner Geschichte am Anfang einsteigen.
00:02:44: Wie habt ihr beide euch kennengelernt?
00:02:47: Wir haben uns kennengelernet im Studium in unserer gemeinsamen Heimatstadt.
00:02:53: Und es klang alles super filmreif, weil unsere Eltern waren in den ähnlichen Kreisen unterwegs und da gab's ein Winterball und mein Papa hat mich mitgenommen und dort hatte ich gesehen und mich danach angesprochen Kaffee und mich gefragt ob ich im nächsten Jahr mit ihm auf diesen Ball gehen möchte.
00:03:11: Das war toll!
00:03:12: Ich war in einer sehr schwierigen Beziehung auch dort schon leider recht gefangen.
00:03:18: Ich habe da irgendwie Hoffnung darauf gesetzt, dass das ein Weg nach draußen ist.
00:03:22: Und ja später haben wir uns wieder gesehen auf diesem Ball.
00:03:25: Er hat es wirklich durchgehalten und wir haben sie die ganze Zeit dazwischen nicht gesehen und dann haben wir ihn dort getroffen.
00:03:31: Das
00:03:31: war
00:03:32: ein schöner Abend mit sehr vielen Dingen, die aber auch schon recht komisch waren.
00:03:38: Mit sehr vielen Äußerungen von seiner Seite, die im Nachhinein erst meinen, die mir damals schon total komisch vorkamen... die ich aber total ignoriert habe, weil das Setting so schön war.
00:03:48: Wir haben getanzt und es war ein Schick und es gab tolles Essen und er war charmant.
00:03:53: Und dann waren halt ... dass er beim Tanzen sehr viel über sein eigenes Äußeres gesprochen hat und dass er neue Kramsträhnchen hat und wie toll er tanzen kann.
00:04:05: Und ja, lauter so was aus Wasser für eine feine Familie kommt und solche Sachen.
00:04:10: Das hab mich irgendwie geflissentlich ignoriert an dem Abend.
00:04:14: Ich weiß, ich war super aufgeregt.
00:04:17: Ich fand das toll, dass mich so ein toller Typ so super findet und ich war hin und weg hinterher.
00:04:23: Und ich hab dann gedacht, okay wollen wir mal gucken wie es weitergeht?
00:04:29: Dann ging's irgendwie gar nicht richtig weiter.
00:04:31: Da hat er sich gar nicht wieder gemeldet und wir mussten warten bis wir uns zufällig in der Innenstadt, in der Kneipe beim Weg laufen.
00:04:36: Und ein paar Mal sind wir uns dann so begegnet und ich war total verwirrt, weil ich dachte mir sind jetzt ausgegangen.
00:04:43: Es war total schön.
00:04:44: was ist denn jetzt eigentlich?
00:04:46: Der hat sehr geflirtet wenn wir uns getroffen haben bis mir dann bei irgendein Treffen klar wurde der hat plötzlich zwischendurch eine neue Freundin klar gemacht.
00:04:57: Ich war super
00:04:58: verwirrt
00:04:59: wegen der verschiedenen Signale und konnte aber auch nicht viel dagegen einbinden weil es auch irgendwie nicht geschafft hatte mich aus dieser anderen Beziehung so richtig zu befreien, aber es ist eine ganz eigene andere Geschichte.
00:05:13: Da hatte ich sehr große Ängste und kam da irgendwie nicht richtig raus.
00:05:17: Und während am Ende noch ein ganzes Jahr gebraucht mit zufälligen Begegnungen und Treffen und arrangierten Treffen bis wir dann an einem Abend richtig zusammen gekommen
00:05:27: sind.".
00:05:28: Im Nachhinein hat er die Geschichte immer ganz toll erzählt.
00:05:30: Er hat immer gesagt, er hat zwei Jahre seines Lebens auf mich gewartet!
00:05:36: Ich dachte, du hast in der Zwischenzeit für Freundin gehabt.
00:05:38: Moment!
00:05:40: Aber wenn er die Geschichte halt so erzählt hat, dann konnte man auch gar nichts anderes mehr dagegen halten.
00:05:46: Das war seine Wahrheit und da mussten wir die so nehmen wie sie waren.
00:05:51: Was hat das mit dir gemacht?
00:05:52: So wahrzunehmen dass er dieses Bild gezeichnet hat von sich?
00:05:57: Ich war von Anfang an quasi... Das war das Kräfteverhältnis zwischen uns so ungleich.
00:06:05: hin und weg davon, dass der so toll war.
00:06:08: Und ich kam mir vor wie ein schlichtes, braves, sehr unscheinbares Mädchen, was sich total freuen muss, dass ich Aufmerksamkeit kriege durch dieses Hin- und Her.
00:06:17: War ich so krass dankbar, dass er sich dann quasi für mich entschieden hat?
00:06:22: Er konnte total gut immer schon so Andeutung machen auch bevor wir zusammen waren, dass ja meine Freundin auch ganz nett finden würde und konnte sehr gut Unsicherheiten sehen, konnte im letzten Moment ... Verabredung absagen, weil er sich mit einer anderen Frau getroffen hat.
00:06:38: Also... also ich hätte was nach Mädels hören so jung.
00:06:42: Dass es mich wirklich verunsichert hat und ich wirklich einfach froh war, dass er sich quasi dann für mich entschieden hatte.
00:06:49: Und du deswegen auch darauf nicht eingegangen
00:06:51: bist?
00:06:52: Nee, niemals!
00:06:55: Wir kommen eigentlich aus sehr ähnlichen Verhältnissen.
00:06:58: Ich dachte unsere Familienähne sind von außen so.
00:07:00: jetzt müsste alles so einfach sein.
00:07:02: Aber von Anfang an hat er signalisiert und witzige Weise.
00:07:06: Seine Familie hat es auch super unterstützt, dass die eigentlich was viel besseres sind als wir.
00:07:11: Und alles, was ich mitmachen darf muss ich schon recht dankbar sein und im Auto hinten sitzen zum Beispiel auf solche Sachen.
00:07:20: Das haben sie alle gut signalisiert.
00:07:22: Und das hat sehr schnell eine echte Wahrheit für mich kreiert.
00:07:27: Dass sich da einfach nur froh sein darf dabei zu sein dass er sich committed mit mir zusammen zu sein.
00:07:35: Das heißt, da gab es bei dir keinen Störgefühl?
00:07:38: Dass du gesagt hast.
00:07:39: eigentlich kommen wir doch aus der ähnlichen Verhältnissen und das ist jetzt gar nicht so wie es dargestellt
00:07:45: wird.
00:07:46: Doch ich habe das gemerkt aber das hat... Ich hab's auch von Anfang an angemerkt und ich fand auch manche seiner Stories richtig krass Aber das hat nicht den Weg nach vorne gefunden, sag ich mal so.
00:07:58: Das hat nicht der Weg rausgefunden bei mir.
00:08:00: Da war zu viel eigene Unsicherheit darüber wer ich bin und was sich darf oder so.
00:08:05: Ich hab mich festgestellt und dann zur Seite gelegt.
00:08:09: Und dann seid ihr also in diese Beziehung eingetreten?
00:08:13: Wie lief es dann weiter bei euch?
00:08:15: Bei uns war's immer so ... Oder bei ihm war's auch immer so ganz oder gar nicht dann plötzlich.
00:08:20: Dann waren wir also ganz und alles.
00:08:24: Das startete dann auch sofort damit, dass ich letztlich alle meine Freundin von mir abgewendet haben und nicht genau wusste warum.
00:08:32: Ein bisschen hatte er dazu beigetragen weil er mich ja sehr verunsichert hatte und mir erzählt hat er wie noch alles toll fand das sich dann auch so verunsicherbar mit wem wir vielleicht gemeinsam was unternehmen können oder nicht?
00:08:45: Und dann auch plötzlich eine Verunsicherung meinen Freundin gegenüber hatte und mich selbst bestimmt auch mit zurückgezogen hatte.
00:08:52: aber Das war dann.
00:08:53: plötzlich drehte sich alles um uns, um uns beide.
00:08:56: Und wir waren auch im Studium an zwei verschiedenen Orten und er hat sich so rar gemacht und es war so schwierig für mich ihn zu treffen dass ich alles gemacht habe das er stattfindet.
00:09:09: Ich bin also die meiste Zeit zu ihm gereist und hab an seinem Wochenende teilgenommen.
00:09:16: Es ging bestimmt ein ganzes Jahr so.
00:09:19: in diesem Jahr war er zweimal bei mir.
00:09:21: Wir haben uns auch einige Male in der Gemeinden Heimatstadt getroffen und so dort ausgegangen.
00:09:26: Aber er hatte immer wenig, wenig Zeit und hat oft die Treffen wieder abgesagt weil er was anderes hatte und hat sich auch mal dann zwei drei Wochen gar nicht gemeldet.
00:09:38: Wenn ich ihn sehen wollte musste ich ihm in seiner Unistatt besuchen und ihn zu seinem Hobby begleiten das dann auch eigentlich Na, ich würd sagen den ganzen Samstag und Sonntag stattgefunden hat.
00:09:54: Und die ganze Zeit in Anspruch genommen hat.
00:09:56: Also du hast da schon auch deutlich mehr Zeit investiert in dieser Beziehung als er?
00:10:02: Ja das war tatsächlich so.
00:10:05: Das ging halt eben ganz klar darum.
00:10:08: Er macht seinen Sport, sein Hobby... ...und ich kann da teilnehmen aber ich darf bestimmt nicht stören.
00:10:13: Ich darf in der Zeit auch keine eigenen Ansprüche anmelden.
00:10:17: also Dann sollte ich
00:10:19: z.B.,
00:10:20: wenn er ein wichtiges Turnier hatte, dann der Nacht vorher auf dem Atrags- und Pustboden schlafen.
00:10:26: Statt im Bett?
00:10:28: Jo.
00:10:31: Es klingt total krass, wenn ich das selber so erzähle.
00:10:33: Aber wie gesagt ... Wie hatte ich das Gefühl, ich kann überhaupt nichts entgegenhalten und kann mich nur durch lauter Wohlverhalten beliebt machen?
00:10:47: Und es ging bestimmt ja so.
00:10:49: Tatsächlich war das ein schwieriges Jahr für mich, weil ich das schon merken konnte und weil ich auch viel Zeit alleine auf seinem Studienzimmer verbracht habe und viele sehr unbequeme Nächte verbracht haben oder zu Hause ewig am Telefon gewartet haben bis er sich immer gemeldet hat... ...und eigentlich war ich kurz davor die Sache fallen zu lassen!
00:11:08: Ich hatte schon einen riesigen Brief geschrieben dass es das für mich nicht ist Und fand mich krass, weil ich war da mit extremen Verliebtheit reingegangen, wie ich es von mir eigentlich gar nicht kenne.
00:11:21: Zum Gefühl was für mich derzeit fremd war das ich sage Ich will diesen Menschen unbedingt.
00:11:25: vorher war das oft so dass sich ungefähr wäre so Das ist ein Typ gehabt er wollte mich und dann hat er mich erobert und den wollte ich und Dann war ich trotzdem bereit das jetzt zu beenden.
00:11:37: und das hatte irgendwie gespürt.
00:11:38: und dann gab's einen.
00:11:41: Da gab's nur Richtungswechsel Da drin war er immer supergut, das in mir zu spüren wenn ich kurz zum Absprung stehe.
00:11:49: Ja nehm uns doch da gerne mal mit Helene.
00:11:51: wie lief man dann so die nächsten Monate und Jahre bei euch?
00:11:54: Wir hatten noch ein Jahrchen wo wir nur zusammen waren sozusagen.
00:11:59: Ich bin in eine zweite Ausbildungsphase gegangen musste nochmal umziehen Und tatsächlich ist er mitgezogen!
00:12:05: Ich fand es riesig und toll dass er jetzt so viel Zeit bei mir verbringen wollte Relativ schlechte Phase, hatte schwierige Sachen zu Hause erlebt in der Familie.
00:12:16: Es gab einen Todesfall und er war recht deprimiert.
00:12:19: Und ich fand es irgendwie toll, dass er jetzt so anschmiegsam war und ich ihn aufpäppeln konnte in meiner kleinen Wohnung.
00:12:26: Und war da sehr glücklich.
00:12:30: Dann kam auch so richtig Spaß, richtig toll!
00:12:32: Dann war das eben der Mann, der dann recht schnell sagte ... Ich könnte mir vorstellen wir verloben uns, ich könnt mir vorstellen, wir heiraten fand ich super.
00:12:42: Es gab so ein paar Faktoren, erstens fand ich es total toll zwischen all den anderen zu wissen dass er dieses Signal gibt und sagt Ich will dich für immer und ich will auch Kinder mit dir.
00:12:50: Und mir war's auch total wichtig weil sie von Kind an eine solche Kondition hatte das ich wusste ich durfte nicht zu lange beim Kinderkriegen warten, ich wusst sich will immer Kinder haben.
00:13:00: und ich hatte zwischendurch einen Krankenhaus auf dem Halt und der war an meiner Seite und der Arzt hat gesagt dann warten Sie nicht so lang mit dem Kinder kriegen.
00:13:08: Dann hat er gesagt, okay dann heiraten wir.
00:13:11: Und dann können wir dir diesen Brunsch erfüllen und ich fand es mega ganz toll dass er dazu bereit war.
00:13:18: Meine Eltern waren super dagegen.
00:13:21: Ich gab den ersten Risiken klar und er hat auch überhaupt sich nicht geschäuert sich richtig mit meinen Eltern anzulegen mit meiner Mutter und es gab am Tag wo er eigentlich offiziell um meine Hand anhalten wollte weil er es ganz traditionell machen wollte eine riesige Auseinandersetzung die meine Mama zum Wein gebracht hat und mich zum Wein gebracht hat.
00:13:41: Und am Ende war es eine sehr merkwürdige, sehr gequält Veranstaltung und hatten super Schatten über die Sache gelegt natürlich.
00:13:50: Der große Tage besonderer Ereignisse waren sowieso nicht unsere Stärke.
00:13:56: In der Zwischenzeit waren wir auch so die ersten ein zwei Male gemeinsam in Urlaub gefahren und da tratten auch so später ganz typische Ungereimtheiten auf.
00:14:08: Er hatte plötzlich gesagt, ah ich kann mir den Urlaub irgendwie schlecht leisten.
00:14:13: Und meine Eltern geben mir nichts dazu.
00:14:15: und dann habe ich gesagt du kein Thema!
00:14:17: Meine Eltern sind da ganz großzügig die geben mir immer ein bisschen mehr Geld.
00:14:21: das können wir von beide verwenden.
00:14:22: das ist auch bestimmt.
00:14:24: oder haben meine Eltern auch gar nichts gegen.
00:14:26: Und es endete damit dass wir vor meinem Urlaubsgeld als Studentin geliebt haben und er sein Urlabsgeld bis zum vorletzten Tag aufgespart hat und wir dann in eine Herren-Botik gegangen sind wo er sich die teuersten Seidenkrawatten gekauft hat.
00:14:43: Und irgendwie musste ich weinen und trotzdem konnte ich ihm nicht erklären, warum ich das so krass finde was er da tut?
00:14:49: Weil er dann immer gesagt hat naja du hast ja gesagt wir können dein Geld jetzt zum gemeinsamen Verbrauch da hättest du ja einfach mehr für dich noch mitbringen könnt.
00:14:59: Dann könntest du dir heute auch was kaufen.
00:15:00: Ich weiß gar nicht mehr wie die Argumentation war.
00:15:02: Es war eine von diesen Argumentationsen die man nicht gewinnen kann.
00:15:06: Also im Grunde hat er dich aber ja getäuscht über die Tatsache, dass er gar nicht genug Geld für den Urlaub
00:15:11: hätte.
00:15:13: Ja also könnte man auch so sagen oder hast eben gut aufgespart dafür?
00:15:16: Es hat für zwei Seidenkrawatten und seitens eine Hosenträger gereicht in der Boutique.
00:15:21: Er wahrscheinlich hatte mich getäusht.
00:15:24: Und du hast das angesprochen und dann hat er dir aber im Grunden die Schuld zurückgegeben... Du hättest mehr auf dein eigenes Geld achten und ihn nicht einladen müssen!
00:15:34: Ich hatte das Gefühl ich habe mich schon Vorher verand, weil ich gesagt habe du meine Eltern geben mir mehr Geld und das ist auch okay wenn wir beide das benutzen.
00:15:41: Ich hatte dieses Wort schon gegeben Und ich konnte davon ja nicht zurücktreten.
00:15:47: Also da war ich streng mit mir selbst und hat besagt kann ich jetzt ja nicht ihr loyal zu dem sein was ich vorher gesagt habe und kann jetzt nicht sagen nene hat alles nicht gestimmt sondern Dann dann war ich ja quasi selber schuld dass Jemandem zu erklären dass man irgendwie erwartet dass es so auf gegenseitigkeit was ist und dass ich das nicht erwarten darf.
00:16:07: Das habe ich einfach zig Jahre später
00:16:09: gelernt.".
00:16:10: Insofern, es war schon mal so richtig ein... Ein Richtigtränen.
00:16:14: Es gab uns auseinandersetzung beim Tränenreich also auf meiner Seite.
00:16:17: Ich hab fürchterlich darunter gelitten, dass sich das nicht erklären kann und dass sich diese Argumentationsketten nicht verstehen und dass da kein Fußwein kriege.
00:16:26: Und das endete immer in einem super Mega-Drama!
00:16:30: Nach einer Weile habe ich verstanden auch schon bevor wir dann verheiratet waren dass es einfach Tage gibt.
00:16:38: Da merke ich schon den ganzen Tag lang, dass irgendwie ein Unwetter aufzieht und ich kann versucht die ganze Zeit lang noch das zu vermeiden aber... Ich wusste einfach, es gibt diese Phasen da kann ich das nicht vermeiden und dann egal was ich tue mache oder sage irgendwann würde sich das in einer riesigen Auseinandersetzung unladen Und ich habe's auch bis zum Schluss nicht gelernt, die runter zu kochen während der Auseinsandersetzung oder die Kleine zu halten weil
00:17:02: Wie hielt sowas dann auch
00:17:03: bei euch?
00:17:04: Es war alles verbal und große Worte.
00:17:09: Das änderte ... Und dann schlug meistens seine Stimmung um, und dann kam das, was ich in meinem Kopf immer das Hassgesicht nenne, dann kam dieses andere Gesicht.
00:17:19: Das, was sich am Ende, wo ich ihn gar nicht mehr angucken konnte.
00:17:21: Weil es so anders war von dem Gesicht als ich sonst kannte.
00:17:24: Dann hat er wie vötterlich geschrien!
00:17:26: Also so laut, wie er eben konnte und hat ja aufs Bett gehauen oder jeden Türraum gehauen.
00:17:31: Und wirklich so laut geschrien, dass ich solche Angst hatte und einfach nur panischen Tränen ausgebrochen bin.
00:17:39: Vielleicht noch versucht habe mich zu erklären aber bei mir Zuhause hat noch nie jemand geschrien gefühlt.
00:17:45: Das kannte ich nicht!
00:17:46: Also er hat dich angeschrien mit Worten?
00:17:48: Oder war das eher ein Schrei-Laut?
00:17:51: Ne Mitworten!
00:17:53: Und es war jetzt auch nicht so, dass er nur hässliche Sachen gesagt hat.
00:17:58: Aber das meiste war wirklich wie eine geschriebene Argumentation.
00:18:02: Man war total
00:18:03: verwirrt
00:18:04: davon!
00:18:05: Er war sehr sauber drin zu den letzten Grenzen nicht zu übertreten.
00:18:09: Auch wenn er dann total wie losgelöst schien.
00:18:11: in dem Moment hatte er immer ganz gut mit meinem Kopf der Tanz auf dem Vulkanrand.
00:18:16: Er hätte da niemals einen Schritt soweit gemacht.
00:18:19: So konnte man dann immer noch sagen hinterher ich bin... zu emotional.
00:18:24: Ich wein' zu schnell, ich reg mich so schnell auf, ich krieg das alles in den falschen Hals und wenn ich ein bisschen auf ihn eingehen würde oder von vornherein einfach ein bisschen mehr auch mal auf ihn achten würde dann würde es nicht
00:18:34: passieren.".
00:18:35: Und so blieb dann immer die Schuld bei mir.
00:18:37: Ja, verstehe.
00:18:39: Wie lief eure Beziehung weiter?
00:18:40: In dieser Zeit?
00:18:43: was er trotzdem war und was mich so berührt hat eben und was sich dann auch glauben lassen, dass alles gut wird, war die Tatsache, dass er mich herraten wollte.
00:18:52: Und wir sind dann in diese Plane gegangen.
00:18:53: und dann waren wir auch noch gegen meine Eltern sozusagen.
00:18:56: Die waren gegen frühes Kinderkrieg, gegen Heiraten so früh
00:18:59: usw.,
00:19:00: oder werden schon da alles mit ein bisschen Maß.
00:19:04: Und waren wir gegen den Rest der Welt und haben das durchgeritten.
00:19:08: Es gab unglaublich viele Auseinandersetzungen auf dem Weg dahin.
00:19:11: Meine Eltern haben wirklich eine große teure Feier ausgerichtet die sie ganz allein bezahlt haben.
00:19:16: Und es war nie groß genug, es war nicht genügend feine Leute da, es war das Essen nicht schick genug.
00:19:24: Ich war am Ende tatsächlich froh dass wir die große Feier ohne größerer Auseinandersetzung und Komplikation hinter uns gebracht haben Und dazu kam.
00:19:35: ich bin dann wirklich sehr schnell schwanger geworden und war dann auch schon so bisschen schwanger als das Ganze losging.
00:19:50: Ich war super schlecht im Schwanger sein, ich habe viel im Krankenhaus werden extrem dramatische Situationen.
00:19:56: Wir sind mehrfach umgezogen dazwischen und das Leben hatte einfach so ein Tempo aufgenommen dass das was zwischen uns passiert ist irgendwie immer an zweiter Stelle stand.
00:20:06: Ich bin schwanger geworden wir haben geheiratet.
00:20:11: Ich muss ins Krankenhaus!
00:20:12: Ich hab meine Abschlussprüfung verpasst weil ich eine Operation in der Schwangerschaft mitmachen musste bin danach nicht wieder auf die Füße gekommen.
00:20:22: Wir sind ausgezogen dort, ohne dass ich mein Zuhause noch mal gesehen habe in der Stadt, die fünfhundert Kilometer weit weg ist.
00:20:30: Wo ich ohne Auto ganz alleine in einer Zweieinhalbzimmersewohnung saß und mich noch nicht groß bewegen durfte bis das Baby endlich kamen.
00:20:39: Dann war es auch die Geburt ein echter Horrortritt und danach war ich zerstört.
00:20:46: Dazwischen hatte ich nur zwei große Autounfälle.
00:20:50: Es ist einfach so viel stattgefunden, was so dramatisch war dass die Auseinandersetzung zwischen uns nicht so eine große Rolle gespielt haben.
00:20:59: Die blieben so aber ich habe den nicht wahrgenommen neben allem anderen.
00:21:05: Ich war ziemlich fertig natürlich danach und mega hat dieser Autounfall der es auch entstanden weil wir eine krasse auseinandersetzung hatten durch die ganze Republik fahren sollen, um Geburtstag meiner Oma teilzunehmen und er meinte ich muss aber noch unbedingt auf den Abi bei seiner Schwester gehen.
00:21:27: Sonst würden seine Eltern nie wieder mit mir sprechen oder seinen Großeltern hätte ich dann auch für immer verdorben bin nachts hinterhergefahren Und wir haben Ich und ein der mir dem mit vergelegen hat gegeben hat einen Salto auf der Autobahn gedreht.
00:21:42: Dann mit dieser Schwangerschaft dazu und der verpassten Prüfung ich war hinterher psychisch ganz schön angeschlagen, als der Kleine mein erster Sohn auf der Welt war.
00:21:53: Und ich saß ganz alleine in einem Vorort ohne Auto mit einer Angststörung, würde ich jetzt noch so
00:21:59: sagen.".
00:22:00: Warum war das eigentlich für dich so
00:22:02: wichtig,
00:22:03: so früh zu heiraten und Kinder zu kriegen?
00:22:06: Du hattest es eben so beiläufig mit einfließen lassen, dass dir das schon früh klar war, dass das schnell gehen oder früh sein sollte.
00:22:13: Deine Eltern waren aber ja sehr dagegen wie du bist.
00:22:17: Mega krass dagegen!
00:22:19: Dass ich eine Mama sein wollte, das war irgendwie ... Weiß ich auch nicht, warum ich das wusste.
00:22:25: So ungefähr.
00:22:26: Das war so.
00:22:26: das Eine und das andere war eben dass ich meine erste Unterleibsobpähe hatte, der Reis sieben.
00:22:34: Und die mir einfach gesagt haben, klären wir einen Zeitfenster voran vielleicht ein bis drei Jahren sonst müssen wir wieder operieren.
00:22:42: Und dann ist es unsicher, dass sie noch mal schranger werden können.
00:22:45: Okay,
00:22:45: d.h.,
00:22:45: da gab's diesen Zeitdruck.
00:22:47: wenn jetzt?
00:22:50: Und dann nach der Schwangerschaft, also nachdem du das Kind bekommen hast, waren so viele Dinge um dich herum in Veränderung.
00:22:58: Dass die Streitigkeiten zwischen euch dir nicht mehr so sehr bewusst geworden sind?
00:23:04: Weil dass durch den Alltag als junge Mutter dann überschattet war oder verdrängt wurde?
00:23:09: Also eher anderswo.
00:23:10: In dieser Phase wo so viel passiert ist da habe ich es total ignoriert im Krankenhaus und in der Bewältigung des Unfalls usw.. Als das Baby da war und wir hatten dann Plötzlichkeit so ein bisschen Ruhe ein, es waren mal das Schlimmste.
00:23:23: Wenn Ruhe einkärte, dann wurde alles richtig prägnant.
00:23:28: Da wurde es dann sehr schwierig zwischen uns.
00:23:31: Da hat er seine erste Stelle gehabt.
00:23:34: Ich habe irgendwie noch meine Prüfung nachgeholt aber im Wesentlichen war ich mit dem Baby alleine in einer Umgebung wo ich keinen kannte, zweieinhalb Stunden entfernt von jeder Familie ohne Auto mit einer echt ausgewachsenen Angststörung, weil ich einfach mir nix mehr zugetraut hatte.
00:23:52: Ich hatte Angst, vom Auto fahren oder beim Babyauto zu fahren.
00:23:55: Ich hätte Angst, mit dem zu Fuß irgendwo hinzugehen, da ich dachte hinter jeder Ecke lauert irgendwas.
00:24:00: Ich habe total Schwierigkeiten meinem Körper wieder zu vertrauen und irgendwann war es mir klar, jetzt kann ich das nicht mehr ignorieren.
00:24:08: Ich hab eine Geschichte mit Angst, ich muss damit jemandem darüber reden Und dann hat sie mir vorgeschlagen, doch zehn oder zwanzig Einheiten bei einer Psychologin zu machen.
00:24:22: Weil es ja auch alles ein bisschen drastischer war was ich erlebt habe.
00:24:26: und da bin ich mit der Idee nach Hause gekommen und er hat gesagt du gehst nicht zur Psychologen.
00:24:33: wenn du das Thema noch einmal ansprichst dann ziehe ich heute Abend noch aus dem gemeinsamen Schlafzimmer raus und du musst gucken wie du mit der Situation alleine zurecht kommst.
00:24:43: Was
00:24:44: hast du da für dich gedacht oder gefühlt in dem Moment.
00:24:49: Ich war fürchterlich neben der Spur, weil ich hab mich so allein gefühelt und so entsetzt.
00:24:55: Ich habe auch schon bei einem schlimmen Streit vorher dann meine Mama angerufen und gedacht kann ich es irgendjemandem erzählen?
00:25:02: Wer ist denn noch verheiratet?
00:25:03: Und mein Mama ist verheiredet und wenn wir vielleicht auch nicht das engste Verhältnis haben, vielleicht kann ich das mit ihr teilen.
00:25:09: Sie hat da nur abgewährt am Telefon, hat auch ein bisschen den Tränchen verdrückt, hat gesagt sie kann nichts machen, sie kann mir nicht helfen.
00:25:16: Ich müsste das jetzt einfach versuchen, weil ich wäre ja verheiratet.
00:25:22: Joa und da kloppt ich kein!
00:25:24: Meine Freundin hatte auch nicht mehr.
00:25:26: Und... ...ich wusste wenn ich nichts mache, dann komme ich damit nicht zurecht.
00:25:32: Also bin ich heimlich zur Psychologe gegangen.
00:25:37: Wenn er morgens das Auto genommen hat habe ich nix gesagt.
00:25:40: Und ich wusste doch gar nicht.
00:25:41: Es geht voll gut, selbst wenn man nur überkasse versichert ist.
00:25:44: keine Sau merkt das.
00:25:45: Das nächste Überweisung scheint ... Entschuldigung, das fand ich vorher mal ausgedrückt.
00:25:51: Und bin mit dem Bus trotz Panikattacken einen Ortsteil weitergefahren und hab den Kleinen unterm Arm gehabt, weil wo hätte ich denen sonst auch hintun sollen?
00:26:01: Ich bin mit denen noch eine halbe Stunde bewandert und hab zehn Sessions bei einer Psychologin gehabt.
00:26:07: Die hat mir ziemlich klar sofort gezeigt, wo mein Problem ist, gesagt sie sind isoliert.
00:26:15: vielleicht bis zum Teil auch bewusst isoliert.
00:26:18: Und hinter der Angst ist nichts und sie müssen sich überlegen, wie sie ihre Kinder großziehen wollen.
00:26:25: Gleichzeitig war in seiner Familie das so gewesen, dass seine Mutter sehr schnell hintereinander vier Kinder gekriegt hat.
00:26:31: Meine Mutter ist sehr langsam hintereinander für die Kinder.
00:26:34: Er hat immer gesagt, so wie es bei uns ist.
00:26:36: Bei ihm ist es natürlich perfekt und immer getränkt, dass schnell das nächste Kind kommt.
00:26:41: Ich war noch mental total neben der Spur aber ein Jahr als mein großer Sohn in etwas über ein Jahr war, war ich für der Schlange.
00:26:50: Da bin ich in das allertiefste mentale Loch gefallen weil ich so in Panik geraten bin trotz allem was ich vorher jetzt schon als Therapie angefangen hatte.
00:26:58: dann wieder versucht meine Mama anzurufen und die hat aber gesagt du bist ja selber schuld Ich hab dir ja gesagt du wirst nix mehr Peter Schlanger werden.
00:27:07: Jetzt bin ich aber richtig ärgerlich Und Das hat so alles Für Die nächste Zukunft.
00:27:15: Also ich meine, so die Wege geliegt.
00:27:17: Man fragt einmal nach oder zweimal nach aber man macht das ja nicht heul.
00:27:21: Dann noch sehr viele Male wenn man schon klar weiß dass da keine Hilfe kommt.
00:27:27: und dann habe ich das irgendwie versucht mit mir selber auszumachen und die Psychologin hat so ein bisschen... Ich dachte damals sie wäre ein bisschen schroff zu mir aber sie war eigentlich gut jetzt so ein bißchen mir mal eine Eigenverantwortung nahegelegt Und ich habe es nicht verstanden, ich wünschte die Leute hätten ein bisschen mehr Klartext geredet in den therapeutischen Settings.
00:27:47: Eigentlich hat sie mir das erste Mal durch die Blume gesagt, Sie können das alleine vielleicht besser als mit diesem Mann!
00:27:52: Aber klar war's mir nicht... Ich war wegen der Schwanger?
00:27:56: Ich hab gedacht so schlimm wie die Erste Schwangerschaft kanns gar nicht werden.
00:28:02: und dann habe ich sechzehn Wochen, zwanzig Wochen mit Frühwähnen auf dem Sofa gelegen Wahrscheinlich weil ich mental auch total daneben war.
00:28:13: Und aber wir haben es irgendwie gekriegt.
00:28:16: Weil noch einen Jungen gekriegte, halb froh war ich wusste zwei Jungs sind besser als noch ein Mädchen dazu weil sich mittlerweile rauskristallisiert hatte dass er mit seinem großen Sohn nicht gut umging.
00:28:28: Als der große drei Monate alt war da war's ihm schon in Dornen Auge das ich den auch gestillt habe hat er versucht zuzufüttern.
00:28:36: Ich wollte noch nicht so zufüttern und dann hat das dreimal alte Kind den Mund zugemacht kamen seine ersten Wutausbrüche und dann musste ich echt aufpassen, dass er dem Kleinkind, dem Quarkade noch Säugling nicht die heißen Möhrchen ins Gesicht feuert oder hat auf der Autobahn fürchterlich geschrien.
00:28:57: Ist das hinten beim Baby was ihm sowieso ein Dorn im Auge war?
00:29:00: Und er hat gesagt krieg jetzt das Kind leise, krieg ich das Kindleise und halt fürchterlos geschrien!
00:29:04: Ich hatte doch sowieso viel Verrückt Angst beim Autofahren nach meinem Unfall und sagte Dann musst du ihn eben hauen.
00:29:11: Ich sag, ich werde bestimmt jetzt das Kind nicht hauen und der wird doch davon auch nicht leise.
00:29:16: also auf keinen Fall haue ich jetzt das kind dann fahren wir jetzt recht dran dann hau ich des kind Und dann habe ich gesagt also auf kein fall.
00:29:24: also egal was jetzt passiert dieses kind wird nicht geschlagen und er hat es ja immer nur angedroht wie gesagt darauf auf den rand vom vulkan aber dann kein schritt weiter.
00:29:34: gab's denn in dieser zeit bei dir schon überlegungen oder die idee
00:29:40: dass es vielleicht
00:29:41: keine so arg gute Idee ist, wenn er mit einem Kind schon so umgeht noch ein zweites mit ihm zu bekommen?
00:29:47: oder war eher das ein zweitestes irgendwie besser machen würde.
00:29:53: Herz-Ehrlich?
00:29:54: Nichts von denen!
00:29:56: Ich glaube ich war in so einen Panikmodus und ich war noch so überfordert von all dem was vorher passiert ist.
00:30:03: Ich bin einfach mitgeschwommen auf der Welle... gemacht, was dran war sozusagen und versucht das die Konsequenzen einzudämmen.
00:30:14: Weil er wusste dass was ich nicht machen kann offensichtlich ist in die Arme meiner Familie flüchten weil da hatte mich ja ganz klar das Signal so verstanden.
00:30:24: also vielleicht wären sie nicht so gewesen aber wahrscheinlich hätten sie dann auch irgendwie geholfen.
00:30:28: aber für mich ich hatte zweimal nachgefragt und zweimal warten so dann musste sich das irgendwie durchstehen.
00:30:34: also Und es ging alles so schnell, wenn wir mit Familie zusammen waren.
00:30:39: Dann hat er die heile Familie vorgespielt und wie toll er sich um das Baby kümmert.
00:30:44: Dass er gerne Kinder mag und dass er Kinder so liebt.
00:30:48: Nichts lieber als noch Kind oder eine große Familie.
00:30:52: Wenn wir dann alleine dieser zwei Zimmerwohnungen waren, war's eben schrecklich!
00:30:57: Wir haben super schwer gehabt Freunde zu finden Bekannte zu machen weil er sich mit allen Leuten verstritten hat.
00:31:04: Jedes Mal, wenn wir irgendwo eingeladen waren, konnten wir eigentlich sicher sein dass am Ende des Nachmittags, dass er mit irgendjemandem sich entzweit hatte und wir nicht wieder eingeladen werden.
00:31:16: Und meine unangenehmste Situation aus der Zeit war das ich irgendwann mal versucht habe zu de-eskalieren in so einem Moment.
00:31:24: und dann hat er wie eine freundlichen Geste meine Hand in seine genommen und mir ins Ohr gesagt Wenn du nicht sofort aufhörst, mir vor anderen Leuten zu widersprechen, dann breche ich dir den kleinen Finger.
00:31:40: Also er hat dir ganz explizit körperliche Gewalt angedroht?
00:31:44: Ja, weil wenn ich ihn so aufrege, hat er erklärt... ...dann kann er ja nichts dafür und muss eben aufpassen dass ich ihn nicht so drohe ziehe.
00:31:52: Er hat getan als wäre das Notwehr!
00:31:56: Ich war längst drüber hinaus, irgendjemanden als Vertrauten gehabt hätte.
00:32:04: Mir war völlig klar, dass ich mich nicht an seine Familie wenden muss.
00:32:08: Meine Mutter hatte mir die Abvorteil und Freunde waren weg und neue Freundschaften konnten wir nicht bilden auf diese
00:32:14: Weise.".
00:32:15: Und die Psychotherapie das waren nur diese zehn Sitzungen?
00:32:18: Das war also da auch keine Option noch mal aufleben zu lassen?
00:32:22: Es waren zwanzig und dann sogar glaube ich zwei Rezepte.
00:32:26: Ich fand es total toll weil ich dir in allen vorbei geschmogelt hatte!
00:32:30: Und das sogar hingekriegt haben wir da hinzugehen, ohne dass mich irgendjemand überführt.
00:32:35: Bin nicht aufgeflogen!
00:32:37: Aber dann bin ich ja schwanger geworden und dann war ich ans Bett krankgeschrieben komplett... ...und dann übernahm wieder dieses Chaosleben.
00:32:46: Ich war
00:32:47: bettli-grig, wir haben den zweiten Jungen gekriegt.. ..und neun Wochen später saßen wir im Flugzeug in die USA.
00:32:56: Warum?
00:32:58: hab ich mich auch gefragt, ehrlich gesagt.
00:32:59: Irgendwie muss sich in dem Zustand, wo ich da auf dieser Couch war an irgendeiner Stelle zugestimmt haben, dass wir ihn auf einen Training begleiten, auf ein halbjähriges Training und er hatte das ... auf zehn Wochen nach der Geburt seine Sohne gelegt eigentlich sogar nur so ungefähr sieben Wochen oder sechs Wochen weil der kam drei Wochen zu früh.
00:33:21: Er hat das so getimt, er hatte sich das ausgerechnet und ich weiß nicht ob es tot ignoriert habe.
00:33:26: Wir haben eine Kiste gepackt und wir sind noch zu meinen Eltern gefahren.
00:33:30: Und dann war klar, in vier Tagen stellen wir den Flieger und ich bin durchgedreht.
00:33:34: Ich bin total durchgedraht weil ich
00:33:36: war...
00:33:37: ...ich war noch im Wochenbett gefühlt!
00:33:41: Ich war super neben der Spur.
00:33:43: Dieses Mal war das Kind natürlich geboren.
00:33:45: Es war nicht so traumatisch gewesen wie bei der ersten Geburt.
00:33:48: Ich war eigentlich froh dass es alles am Ende so gut ausgegangen ist.
00:33:50: Ich fühlte mich ein bisschen kräftiger und besser als nach dem ersten mal.
00:33:54: Nicht so krank oder zerstört.
00:33:56: Aber ich hatte es super in meinem schwangeren Gehirn, weil ich nur fokussiert war auf das Kindheil bis über die siebendreißigste Woche zu bringen.
00:34:03: Ignoriert!
00:34:03: Und dann bin ich zusammengebrochen und habe fürchterlich geweint... Dann hab' ich versucht ihn anzurufen und gesagt, Tudu, du bist bei deinen Eltern aber ich hab hier gerade total die Krise.
00:34:13: Ich komm jetzt nicht.
00:34:15: Ich möchte mit meinen Eltern ja sprechen mir geht's grad ganz
00:34:17: schlecht.".
00:34:18: Und dann hat er mich super angeschrien durchs Telefon, dass ich ihm die ganzen Weihnachtsfeiertage kaputt mache mit meinen Szenen.
00:34:28: Dass ich mich immer so schlecht im Griff habe und dass ich ja sowieso total verrückt bin und mich nicht im Griff haben und dass er jetzt seinen Weihnachten natürlich kaputt ist, das ich eine mentale Krise schiebe.
00:34:38: Er hat aufgehängt, weil er immer am Telefon aufgehinkt hat wenn er sich übersgeagert hat, ist dort gut in Brand bloß gefahren weil sie ankam, mich weiter angeschrien.
00:34:50: Und dann sind wir anderthalb Tage später in den Flieger gestiegen mit einem zehnwochen alten Baby und einem zweijährigen.
00:34:58: Um ein halbes Jahr in den USA zu leben?
00:35:01: Ja!
00:35:03: Es war irgendwie krass, weil kaum sind wir dort angekommen, stellt sich raus das überhaupt nicht familientauglich was er davor hat und er ist von denen bei sich auch nicht sechzehn, zwanzig Wochen die da sind, ist er bestimmt... mindestens zehn Wochen auf Reisen.
00:35:20: Und das wusste ich aber erst, als wir dann da waren und ... Ich weiß nicht, ob er es auch nicht wusste oder nicht?
00:35:26: Er hat immer Anfälle von Kreue gehabt und gesagt, oh je, das tut mir so leid.
00:35:30: Jetzt hab ich euch hierhergebracht.
00:35:31: Am Ende saßen wir irgendwo im Nirgendwo in der kleinen Stadt, in einer Sutteramwohnung mit zwei Kleinstkindern weg.
00:35:40: Das ist so wie's ist, ne?
00:35:42: Zwei Kinder sind krank gewesen.
00:35:48: Ich bin dann irgendwann auch sechs Wochen richtig krank gewesen.
00:35:51: Er war weg, er war mit lauter anderen ... Wir waren ja noch recht jung in meiner Güte.
00:35:56: Als ich der Zweite geboren wurde, war ich sieben zwanzig.
00:35:59: Mit anderen jungen Leuten auf irgendein Training hat mir immer toll erzählt wie toll die alle sind und was er für tiefe Gespräche mit den anderen Frauen führt und was sie da alles Schönes machen.
00:36:08: Und ich saß mit den zwei Kleinstkindern in dieser dunklen Wohnung, hab mich gefürchtet wie niemand sonst!
00:36:14: weil ich das alles als unsicher fand und habe nachts aufgeschrieben.
00:36:20: Okay, um einen habe ich dem einen das IBO gegeben, um drei Uhr den anderen, fünf habe ich selber genommen damit die Übersicht nicht mehr verliere und dann noch auf Englisch versucht irgendwelche Notdienste anzutelfonieren.
00:36:36: Es war ziemlich horror, aber es war auch ziemlich gut, weil ichs alles alleine hingekriegt habe weil ich plötzlich gemerkt habe, okay das ist mega krass was du hier machst.
00:36:48: Das ist mega gut wie du es auf die Kette kriegst und du kannst es allein!
00:36:54: Und nächstes kommt einfach keiner.
00:36:56: doch es kommen Leute.
00:36:57: Es kam dann immer egal wo wir im Aussaat waren Leute wollten uns besuchen und die wollen deine schöne Zeit haben aber es kam nie jemand um zu sagen hey ich wär jetzt mal da brauchst du mich.
00:37:09: das war einfach auch einfach so.
00:37:12: Botschaft, die neben dran auch immer da war.
00:37:15: Also klar du bist allein mit dem?
00:37:17: Ja.
00:37:18: Ich will es nicht so ganz viel sagen weil als ich in der zweiten Schwangerschaft liegen musste, da habe ich auch Unterstützung gehabt.
00:37:24: aber dann in solchen Situationen kamen die Leute und haben uns besucht.
00:37:29: Und dann konnte ich eben nicht teilnehmen an Besuchsprogrammen weil ich gerade noch vierzig Fieber hatte oder irgendwas... ...und die Stimmung damit gestört habe.
00:37:39: Es war sowieso einfach sein Lieblings seine Lieblingshaltung zu diesem ganzen Thema, dass wenn ich oder die Kinder krank sind, dass wir ihnen damit was antun.
00:37:49: Weil er dann die Sachen, die ihr gerne möchte nicht machen kann und wir ihn damit alles kaputtmachen.
00:37:57: Der haben es irgendwie durchgestanden und tatsächlich hat es mich super weitergebracht.
00:38:01: Ich bin da zurück gekommen und habe mich besser gefühlt.
00:38:05: Hab mich irgendwie innerlich ein bisschen abgekoppelt.
00:38:08: Es war aber auch ... So symptomatisch.
00:38:11: Wir waren im weitesten Weg von unserer Familie, wie wir jemals waren und er war am gewaltbereitesten.
00:38:17: Es ging immer ganz viel von der Gewaltbereitschaft gegen den ältesten Sohn.
00:38:22: Und wenn ich da vorgegangen bin, dann wurde er aggressiv und laut.
00:38:27: Wissen wir unter irgendeinem Vorwand zu einem Kinderpsychologen?
00:38:30: Da wollte er plötzlich das wieder hingehen weil es stand gleich der nächste internationale Umzug an, zu dem nicht gefragt wurde ob ich ihn möchte Und er hat uns eigentlich beraten und dann kommen wir da raus.
00:38:42: Dann sagt er, hast du gehört wie der Arzt gesagt hat?
00:38:45: Dass das kind stärkere Grenzen brauchen muss für ihn stärker.
00:38:48: Ich so, nee, das war jetzt auf Englisch aber das hat er nicht gesagt!
00:38:51: Und wir waren geradeaus ins Auto gestiegen ist es so sauer geworden und guckt zu mir rüber und brenzt abrupt ab.
00:38:57: ich hab noch überhaupt mich nicht anschneiden können sodass ich schön vorne gegen das Dashboard knalle mit weh tue.
00:39:05: und dann auch Zuhause waren es dann so Sachen, dass er mit so einem Ruck an mich rangetreten ist.
00:39:12: Dass ich quasi nach hinten in die Wand gekracht bin oder dass er vorne noch aus Versehen irgendeinen Fuß oder irgendwas erwischt hat oder nicht einen Ellbogen gepresst bekommen habe aber immer so, dass man das für ein Unfall halten kann und dass man eben sagen kann ne da ist nicht wirklich was passiert.
00:39:29: also das hatte auch ganz bewusst würdest du sagen unter dieser Schwelle immer gehalten.
00:39:35: Es ist immer noch möglich, dass das gar nicht beabsichtigt war?
00:39:38: Ja!
00:39:39: Es fiel zu schlau dafür für irgendwas anderes.
00:39:43: Wir sind zurückgekommen nach Deutschland kurz um dann wieder international umzuziehen einen anderen Ort wo ich mich viel viel holer gefühlt habe Wo ich es ein bisschen gefeiert hab, dass wir da sind und hab sehr genossen Und hatte zwei kleine Kinder und er war wieder sehr viel beruflich eingespannt Und es hat sich so ein bisschen das entwickelt, was ich in den nächsten Jahren dann manifestiert hatte.
00:40:06: Wenn ich Zeit alleine mit meinen Kindern hatte war alles gut und dass wir versucht haben die Zeiten wo er da ist zu manifrieren.
00:40:15: Ich habe immer wieder drüber nachgedacht.
00:40:16: gibt's irgendwie eine Möglichkeit?
00:40:18: will ich mich daraus koppeln?
00:40:19: aber ich hatte noch nicht gearbeitet.
00:40:21: ich war noch nie berufstätig wieder gewesen.
00:40:24: Sein Lieblingsargument war, dass ich emotional instabil bin.
00:40:28: seine Eltern waren mit meinen Erziehungsmethoden auch überhaupt nicht Einverstanden und hätten ihn in jeder Weise gedeckt.
00:40:34: Meine Mutter hat signalisiert, sie ist mir keine Hilfe.
00:40:39: Ich fragt mich nicht anders zu helfen gewusst als das Leben so sicherzumachen wie ich meine Kinder machen kann.
00:40:47: Also in der Situation, in der ihr wart?
00:40:50: Mhm!
00:40:51: Es gab keine Idee bei dir an dieser Situation als solcher etwas zu verändern oder du hast keine Möglichkeit dazu gesehen für dich?
00:40:59: Wir waren ja dann wieder im Ausland Und ich hab tatsächlich überlegt, kann ich irgendwie hier bleiben?
00:41:06: Weil ich dir gefällt's mir gut.
00:41:09: Aber die waren eins und drei oder zwei und vier oder so irgendwas.
00:41:14: Ich fette mich beruflich noch gar nicht dort um irgendetwas kümmern können.
00:41:19: Ich hätte nur zurück in unsere Heimatstadt gehen können.
00:41:21: Das ist die Heimatstatt von unseren beiden Eltern.
00:41:25: Da
00:41:26: wäre auch keine Sicherheit gewesen.
00:41:29: Die Male, wo ich versucht habe ... Mit meinen Eltern drüber zu sprechen, dass ich gerne wieder näher nach Hause komme haben sie immer gesagt das ist keine gute Idee.
00:41:37: Wir waren nicht lange auf diesem Auslandseinsatz.
00:41:39: wir sind dann wieder umgezogen, waren zwei Jahre an einem Ort und sind wieder um gezwungen, waren vier Jahre in einem Ort Und es hat uns schon ganz munter beschäftigt gehalten in den Jahren Zwei kleinen Kindergarten und so Dann irgendwann auch Schule.
00:41:59: Ich habe von ihm dann der Wunsch, als der Jüngere zweieinhalb war, hat er gesagt.
00:42:04: Er findet es eigentlich unfällig wenn er alleine Geld verdient muss.
00:42:08: ich sollte doch jetzt mal gucken dass sich in den Beruf zurückkomme.
00:42:12: und dann hab ich mich beworben und dann habe ich auch sofort eine Stelle gekriegt Und dann kam eben der Job auch noch dazu.
00:42:20: Gut gelaufen ist trotzdem alles nicht.
00:42:21: wir haben das irgendwie hingekriegt.
00:42:23: Wir haben ein Familienalltag gut gemacht.
00:42:24: Der hat auch mal Kinder zum Kindergarten gebracht Als wir an dem einen Ort gewohnt haben.
00:42:29: Mehr und mehr ist es einfach mal ein Ding geworden.
00:42:31: Er hat erst morgens zur Arbeit gefahren, also ich habe morgens Frühstück gemacht, er durfte seine Zeitung lesen.
00:42:36: Ich hab mich um die Kinder gekümmert, ich habe mich um der Küche gekümert.
00:42:40: Dann habe ich den einen zum Kindergarten gebracht Den anderen in die Schule gebracht, bin selber arbeiten gegangen Und dann habe ich mittags die Rolle rückwärts gemacht Und sind auch zu ihren verschiedenen Sport- und Musikvereinen gebracht.
00:42:52: Wenn er abends nach Hause kam stand auch sein Essen auf dem Tisch.
00:42:56: Also du hast die gesamte Last des Familienalltags getragen und warst dann arbeiten.
00:43:04: Und das Problem dabei war, dass er es trotzdem alles schrecklich fand.
00:43:10: Dass egal was ich gemacht hatte er nach Hause kam und was dagegen hatte.
00:43:15: Er hätte ein Paketbutter zu viel gekauft oder ich hatte das falsche gekocht?
00:43:20: Dann hat der alle Pinienkerne einzeln wie einen kleinen Kind ausgespuckt und an den Tellerrand gelegt oder ich habe ein falsches Wort gesagt, irgendwann war es das Schlimmste was ich machen konnte.
00:43:33: Was sagen?
00:43:35: Oder auf irgendwas reagieren?
00:43:36: verbal?
00:43:37: dann ist er aufgesteint und gegangen.
00:43:40: Mein jüngerer Sohn hat mal gesagt eine seiner ersten Erinnerungen ist wie ich weinend in der Haustür stehe und ihn anbettel dass er nicht geht und eher der kleine sitzt hinter mir auf meinem Fuß und weint.
00:43:53: auch Das war sein Lieblingsding, dass ich etwas gesagt, Weihnachten und Ostern einen Streit vom Zaun gebrochen habe.
00:44:01: Der so groß war, dass er mitten beiden Essen aufgestanden ist und uns hat sitzen lassen und gegangen ist und stundenlang nicht wieder kam.
00:44:09: Vielleicht auch in einer halben Stunde aber es fühlte sich an wenig Ewigkeit Und Ich so eine Not hatte den größer werdenden Kindern das zu erklären.
00:44:18: Wir konnten eigentlich kaum noch gut mit Verwandtschaft zusammen sein weil Er sich so wahnsinnig über alle aufgerichtet.
00:44:27: Alle waren ... Entschuldigung, Arschlöcher!
00:44:30: Mein Vater, mein Bruder.
00:44:32: Die Geschenke die gemacht haben war eine Zumutung.
00:44:36: Eine Frechheit weil er hatte ja in den Unterlagen meiner Eltern gesehen wie viel sie verdienen jedes Mal wendet.
00:44:42: Zu Hause hat er durch die Unterlagen meine Eltern geschnüffelt und sich Sachen angeguckt, denen nichts angehen und dann war er informiert und dann fand der im Preis für seine Weihnachtsgeschenke nicht angemessen, weil es hätte ja teurer sein können.
00:44:59: Also das war nicht in der Situation unerträglich sondern sobald die Verwandtschaftsbesuch beendet war ist es dann eskaliert für dich.
00:45:07: Ja kommt ein bisschen drauf an.
00:45:08: wir haben auch diese hinterher geschlossene Tür gefälligte
00:45:13: Streitgespräche
00:45:14: die alle mitkriegen, die haben wir schon auch gehabt So irgendwo es allen dann hochnoten und angenehm war.
00:45:20: Wir hatten auch Situation der Seinisch-Familie zum Streiten zu uns ins Haus gekommen, also zu meinen Eltern.
00:45:25: Auch ganz toll!
00:45:26: Und haben die sich bei uns angeschrien und mit den Türen geknallt... Also das war allen schon ein bisschen klar, dass ist sehr schwierig mit ihm.
00:45:36: Du hattest jetzt gerade gesagt, es war für dich immer schwieriger, den Kindern diese Situation zu erklären?
00:45:41: Wie hast du das denn
00:45:42: gemacht?!
00:45:43: Mein Bau Ich hab mich oft dafür gekrämt, aber mein Bauchgefühl war von Anfang an ich werd nicht lügen.
00:45:50: Wenn ich irgendwie möchte ... Weil es sind Jungs.
00:45:52: und wenn ich irgendwie möchtet dass sie aus dieser Situation einigermaßen heil rauskommen dann muss sich ihnen erklären was passiert.
00:46:00: Ich fand das super schwierig weil ich auch nicht irgendwie sagen wollte ah Papa war jetzt wieder fies zu mir.
00:46:04: ich habe dann versucht zu erklären schaffte ja das ist nicht richtig der der jetzt gegangen ist er hat Probleme mit solchen situationen umzugehen.
00:46:11: ich find's auch traurig dass er jetzt geht.
00:46:13: ich kann nicht viel machen.
00:46:13: das tut mir leid.
00:46:15: Er riecht sich dann fütterlich auf, aber du hast nichts falsch gemacht.
00:46:18: Und ich versuche eine Lösung dafür zu
00:46:21: finden.".
00:46:22: Wenn sie gefragt haben, warum ist er so?
00:46:24: Dann konnte ich auch... Man habe mich auch tatsächlich versucht zu erklären ein bisschen aus der Geschichte von meinem Ex-Meinwaroma ist wie er ist.
00:46:33: Sie sind clever!
00:46:34: Sie haben es ziemlich schnell früh verstanden glaube ich.
00:46:38: Wir hatten so viele Umzüge und gerade der Große hat's gestresst.
00:46:44: Dann kam ein neues Jobangebot, wo er die Firma wechseln konnte.
00:46:49: Was dazu geführt hat das wir noch mal umziehen mussten aber wussten dann können wir bleiben.
00:46:54: Dann hat die Ständige uns hier rein Ende und ist auch nicht nochmal international.
00:46:59: Wir sind ganz in Süden an die Grenze gezogen Und wir sind in Deutschland geblieben und der hatte eine Stelle im Ausland dann sozusagen auf der anderen Seite der Grenze.
00:47:09: Wir haben aber ganz klar dafür plädiert wir den Hauptwohnsitz in Deutschland halten, für die Kinder und für meinen Job.
00:47:17: Und dann begann irgendwie ne ganz... hat sich alles nochmal sehr gedreht weil von dort ob waren wir sesshaft?
00:47:24: Und da kamen dann die Probleme noch mal ganz anders zum Vorschein.
00:47:30: Er ist weiterhin sehr viel gereist.
00:47:32: das hat das Leben für viele solange die Kinder im Haus neuen für viele Jahre sehr viel einfacher gemacht.
00:47:36: er war bis zu drei Monate im Jahr einfach auf Reisen Und wenn man das auf die Wochen hochzählt, dann sind es schon viele Schulwochen oder Tage so, wo er da nicht ist.
00:47:47: Er hatte lange Arbeitswege und hat dann auch noch mal im Ausland die Stelle gewechselt.
00:47:52: Ich habe weder gesagt nein wir bleiben in Deutschland, solange Kinder zur Schule gehen machen wir überhaupt keinen Umzug mehr und machen sie keine Veränderung mehr.
00:48:00: Und so war dann das allererste Mal dass ich mir sozusagen neben all dem anderen den Leben aufbauen konnte.
00:48:06: Das war wirklich mega schön!
00:48:10: Freundinnen wieder zu haben, noch so vielen Jahren.
00:48:13: Und ich hab das über Kirchen und Gemeindearbeit dann geschafft, dass ich mir erst mal einen bekannten Netz geschaffen habe und mich engagiert habe.
00:48:22: Ich hatte ein super nettes Kollegium, hab sofort Freundschaften gefunden, die Mentalität der Leute gelegen und wir haben ganz viel auch oberflächliche Kontakte knüpfen können, die aber am Alltag sehr angenehm sind.
00:48:34: für die Kinder war es nicht ganz leicht so ein Riesen... Kultur schockt noch mal quer, so in eine ganz andere Region Deutschland zu ziehen.
00:48:42: Aber wir waren wenigstens da gesettelt und ich wollte da auch bleiben.
00:48:46: Mir hat es... Ich habe gemerkt wie mich das stärkt.
00:48:50: Egal wie!
00:48:51: Und eine ganze Weile war das gut zu handeln weil er auch total engagiert war und der neue Job Riesenaufwind gebracht hat.
00:49:00: Das Problem war halt auch dort dass wir ja in den ersten Jahren schon und das kam dann hier dann auch sehr schnell wieder.
00:49:07: Er hat sich's halt im Job auch immer ganz schnell mit allen verschärzt.
00:49:10: Wir hatten mehr als einen Umzug, der auf der letzten Kante so abgeritten wurde, weil er eigentlich sichs mit seinem Chef so verscherzt hatte, dass wir froh sein konnten, dass ein Anschlussjob kam.
00:49:20: Aber er hat auch mega Glück
00:49:22: gehabt
00:49:24: und sich danach super bestätigt gefühlt das er alles richtig gemacht hat!
00:49:28: Eine super fehl verbrannte Erde hinterlassen kam dann auch sofort in die nächste Krise, so eine schlechte Beurteilung gekriegt.
00:49:36: Und immer wenn solche Phasen kam, wusste ich schon ... Dann wird's wieder schwierig für
00:49:40: uns.".
00:49:42: Es ging ins Wellen und man merkte, wir haben Erden hoch, er gibt übermäßig krass viel Geld aus für krasse Sachen.
00:49:51: Dann wird die Stimmung schlecht, er ergibt noch viel mehr Geld aus.
00:49:54: Da kommt der Aufprall ungefähr, dann kommt eine schlechte Sache aus dem Betrieb schwarzes Loch für uns alle, für mehrere Wochen.
00:50:05: Wo nur Streit ist zu Hause und wo alle nur angeschrien werden.
00:50:08: Weil diese Dinge
00:50:10: passieren.".
00:50:12: Die Jungs haben sich sehr zurückgezogen davon weil sie super überfordert waren.
00:50:17: wir haben wenig andere Kinder Zuhause gehabt weil man nie wusste wie lang die Stimmung hält.
00:50:23: Wir haben es für eine kurze Weile geschafft das gerade so über die Gemeinde hat er versucht sich dranzuhängen Und hat versucht irgendwie auch Freundschaft zu schließen aber nicht mal.
00:50:32: dass hat geklappt, weil auch die Männer Skatrunde nenne ich das jetzt mal nach einem dritten Mal gescheitert ist.
00:50:41: Weil man sich gestritten hat darüber wer gewonnen hat.
00:50:46: Er war sehr, sehr eifersüchtig auf das was ich mir aufgebaut habe und hat dann versucht in diesen ganzen Bereich mit rein zu grätschen.
00:50:54: Und es waren natürlich sehr schlau.
00:50:55: weit wenn mir jemand sagt du willst ja mir nicht verbieten dass ich mich auch in der Kirche engagiere.
00:51:02: Ich möchte mich auch für meinen Glauben einsetzen, das willst du mir ja nicht wegnehmen.
00:51:06: Dann gibt's nur eine Antwort.
00:51:10: Scheinbar!
00:51:10: Ich hab dann trotzdem versucht Sachen zu argumentieren und gesagt, du hör mal, an dieser Gruppe bin ich jetzt schon alleine doch sehr lange drin?
00:51:17: Und da sind auch nur Frauen?
00:51:18: Nee, der will er mitmachen.
00:51:20: Ich sag nee bitte nicht also... Ich mach' das jetzt seit vier Jahren mit den Frauen und wir sind alles nur Frauen in meinem Alter und wir würden also sehr gerne so was weitermachen.
00:51:29: Nee, er wüsste das besser Wenn er da mitmachen dürfte, wenn ich ihm nicht immer verbieten würde.
00:51:34: Und ich wusste, der brauchte keine zwei Mal hingehen und dann explodiert das.
00:51:38: Das explodierte mir alles weg was sich versucht hat mich aufzubauen.
00:51:42: Das eine mal wo ich hier mit zur Arbeit genommen habe weil es einen Fest vorzubereiten gab, hatte sich nach einer Viertelstunde mit meiner Arbeitskollegin angeschrien.
00:51:54: Das war das einzige Mal dass ich ihn zu irgendeiner Sache dort mitgenommen habe weil das konnte ich einfach nicht riskieren, nachdem was sich mir da aufgebaut habe.
00:52:03: Natürlich hab' ich dann angefangen zu blockieren und hab ihn irgendwo nicht mehr mit hingenommen.
00:52:07: Und dann kam natürlich von ihm extreme Gegenwehr und dann hat sich irgendwie die Dynamik total gedreht.
00:52:15: Mir wurde dann noch irgendwie eine ehrenamtliche Stelle angeboten, die er ja total gerne gehabt hätte wegen des Prestiges, die damit ist und hatte mich vier Jahre lang ... gequält, damit ich ihm die weggenommen habe, obwohl er nie einen Tag Einsatz vorher gezeigt hat und nie einen taglang sich da engagiert hat.
00:52:35: Aber er hat mir Fähre vorgehalten immer in jedem Streit, dass ich das verhindert habe, dass er diese Stelle bekommen hat.
00:52:42: Und erst dann einfach so diese Gemeinderbeit mit eingestiegen, dass Ich sukzessive hinten ausgestiegen bin.
00:52:48: Am Ende konnte ich es nicht aushalten ihm das gemeinsam zu machen und so zu tun, als wäre das okay für mich.
00:52:55: Und gleichzeitig zu wissen, jeden Sonntag herrscht er die Kinder im Flüsterton in der Bank an und sagt ihnen wie Fürchterliche Kinder sie sind und dass sie endlich mal Dankbarkeit zeigen sollen und nicht so ein Gesicht ziehen sollen wenn sich hier mit ihren Eltern in die Kirche gehen
00:53:10: dürfen.".
00:53:12: Ja also er hat alles an jeder Stelle wo immer ihm das möglich war dir schlecht geredet, schlecht gemacht oder dich auch rausgedrängt?
00:53:22: Ich hatte endlich wieder Freundinnen und die wollten mich auch mal abends ins Café nehmen oder mal irgendwie, also wirklich dass wir nur in der Kleinstadt in die Kneipe unten einfach was essen und noch etwas trinken.
00:53:37: Und um halb zehn wieder nach Hause kommen.
00:53:39: Dann hat er das so oft.
00:53:41: er konnte verhindern.
00:53:43: Hab zuhause einen Alarm gemacht, dass mein großer Sohn ganz alarmiert war wenn ich schon aus der Haustür gegangen bin.
00:53:50: entweder der große Hat aus lauter Angst weint mich immer angerufen oder sein Vater hat so lange angerufen, bis ich Sorge hatte.
00:53:58: der steht hier gleich vor der Tür und holt mich heraus.
00:54:02: Und wenn ich nach Hause gekommen bin dann hat er mich eigentlich im Türrahmen empfangen mit einer riesigen Schimpfpredigt mit Anschreien so dass ich wusste das eigentlich klar war.
00:54:13: für jedes mal was ich ausgehe muss sich eine Nacht büßen weil diese Schimpfe Orgien wurden immer länger und immer krasser.
00:54:24: Dann lass uns doch gerne Helene mal darauf schauen,
00:54:28: was
00:54:29: dann passiert ist.
00:54:30: im Weiteren dass du zum ersten Mal über Trennung nachgedacht hast oder diese Idee auch konkreter verfolgt hast?
00:54:36: Es ist dazu gekommen.
00:54:38: Kriegte eine Neustelle angeboten die noch weiter weg war wo er hätte sehr lang fahren müssen und ich habe ihn ermutigt dorthin zu ziehen oder sich dort ein Zimmer zu suchen.
00:54:49: Ich dachte, das wäre eine gute Idee.
00:54:51: Aber es war so wie am Anfang.
00:54:53: Das hat er sofort gerochen, dass ich eine Distanz möchte und dann hat er alles daran gesetzt, das nicht zu machen.
00:54:59: Es war fürchterlich weil er jeden Morgen viertel nach fünf gefahren ist und nächtelang vorher nicht schlafen konnte und im Haus auf und ab gelaufen ist und mich wach gehalten hat.
00:55:09: Weil wenn er nicht schläft kann ich auch nicht schlaf'n.
00:55:12: Dann darf ich auch nie schlaf'.
00:55:15: Sich lautstark nächtellang übergeben hat sodass wir alle in unserem Betten saßen, hat sich dann immer so übergeben dass er quasi dabei gebrüllt hat und man das das ganze Haus gehört hat.
00:55:28: Und da waren wir alle wach.
00:55:29: Dann musste ich mich kümmern.
00:55:31: uns hat sich so zugespitzen habe gesagt du es geht überhaupt nicht mehr bitte sei unter der Woche in dieser Wohnung.
00:55:40: Die Jahre gehen dann doch relativ fixer ins Land, als man das so denkt.
00:55:44: Und dann waren die Kinder schon relativ groß.
00:55:47: Wir waren in ein eigenes Haus umgezogen und haben Hund gekriegt.
00:55:49: Auch keine gute Idee gewesen für ihn aber für mich war es wieder so einen Stabilisator.
00:55:55: Dann habe ich gesagt, dann willst du dich trennen?
00:55:58: Da war ich noch sehr vorsichtig und sag ich vielleicht räumlich und zeitlich.
00:56:04: Ich hatte mega Angst!
00:56:05: Ich weiß auch nicht... Aber die Situation war schon so verkehrt zwischen uns dass in den Momenten, wo mein Einsatz gewesen wäre zu sagen Ja!
00:56:14: Dass ich nichts sagen konnte.
00:56:16: Eine meiner Albträume aus den Jahren ist... Also im Schlaf, ich träume, es passiert was und ich kann nicht schreien Ich mach den Mund auf, es kommt nix raus.
00:56:25: Und genauso hat sich das Taxi über angefühlt.
00:56:28: In dem Momenten wo ich hätte sagen müssen Geh!
00:56:32: Konnte ich's nicht aussprechen.
00:56:33: zu der Zeit Wer jung Kinder kriegt, hat sie auch jungen ausm Haus.
00:56:38: Der große ging.
00:56:39: dann war ich noch gar nicht so alt.
00:56:42: Und da habe ich irgendwann gesagt, zu irgendeinem oder in der Runde gesagt was mache ich denn wenn die Kinder jetzt aus dem Haus sind?
00:56:48: Ich bin irgendwie... ich glaube sehr große geht!
00:56:51: Ich bin vierundvierzig.
00:56:53: Das ist doch sehr früh.
00:56:54: und dann sagte er, das ist doch schön haben wir mehr Zeit für einander?
00:56:58: und in meinem Kopf die Antwort war.
00:56:59: Oh los nicht!
00:57:01: Und dann wusste ich ah okay ach ok.
00:57:04: Ich hatte vorher irgendwann mal noch bevor wir da in diesen Ort gezogen sind, wo wir heute sind.
00:57:09: Eine ganz schlimme Krise gab weil ich mich bei dieser ganze Situation zwischen ihm und mir so seelisch solche Probleme gemacht hat dass sich richtig in so ein depressiven Zustand gegangen bin, wo ich nicht mehr schlafen konnte und wo ich durch riesige Anstoßstände plötzlich wieder hatte und alles mega überfordert war mit der ganzen Haushaltsführung von mir in Organisationen und dem ganzen Stress den ich gleichzeitig hatte.
00:57:34: Und damals hatte ich mir geschworen, da wusste ich damals auch schon.
00:57:37: Es kommt aus unserem Problem und ich hatte mir geschoren.
00:57:40: wenn es droht dass es mir wieder so geht dann muss ich was machen weil ich das damals ganz schwer bewältigt habe und ich fand das sehr beängstigend auch in der Rückschau wie's mir da gegangen ist.
00:57:51: uns hat noch ein bisschen gedauert und dann hab' ich gesagt ich möchte das von uns trennen und dann ging das Traum richtig los.
00:58:00: war er dagegen, natürlich.
00:58:01: Weil ich bin seine große Liebe, ich bin seiner einzige, liebe ich bin die Einzige, die er immer wollte.
00:58:06: und all die Jahre wo er vorher mir erzählt hat... Also mein Kollege, der hat mal richtig schöne Frau also nicht so unwohrt, der hatte eine richtig tolle Frau.
00:58:15: also ich weiß du gibst den Mühe.
00:58:16: oder alle jahre wo er gesagt hat Andere Frauen geben sich für ihren Mann Mühe Du könntest ja auch mal ein ganz bisschen Mühe geben.
00:58:22: oder Ich weiß du fühlst dich so auch nicht wohl.
00:58:26: Wie viel wiegst du eigentlich?
00:58:27: Soll ich eigentlich mit dir jetzt mal jeden Tag auf die Waage gehen und dir einen Plan zurechtmachen, dass du dein Gewicht ein bisschen in den Griff kriegst.
00:58:34: Alles war plötzlich vergessen... ...und ich war die Tollste!
00:58:39: Und immer wenn meine Kinder dann dabei waren, dann war Mama plötzlich nicht alt fett und hässlich sondern ganz tollen.
00:58:45: Er liebt sie und überschüttet sie mit Geschenken.
00:58:48: Mit ganz teuren Geschenke, weil er zu ihnen ganz streng ist ist auch so eine ganz krasse, merkwürdige Situation zu Hause darin geschaffen.
00:58:57: Und er ist einfach komplett ausgerastet!
00:59:02: Wenn wir versucht haben darüber zu reden und ich habe dann wirklich gesagt Schau du hast deine Wohnung Ich möchte dass du da bleibst.
00:59:09: Ich möchte das du nicht jedes Wochenende kommst.
00:59:11: Dann war einerseits Ah ich hab ja meine Commitments in der Kirche, ich hab dies und ich hab das und du verbietest mir mal eine eigene Kreise zu sehen.
00:59:19: Das kannst du nicht machen.
00:59:22: Die Kinder kommen am Wochenende oder der Große kommt im Wochenende, wird sie mir wirklich verbieten meinen Sohn zu sehen.
00:59:27: Ich sage wir müssen eine Lösung finden aber ich möchte nicht mehr dass wir uns als Paar definieren.
00:59:34: Ich kann das nicht mehr!
00:59:36: Ich kann vor allen Dingen nicht mit dir in einem Bett schlafen.
00:59:39: Ich war ausgezogen aus dem gemeinsamen Schlafzimmer schon vor einer Weile weil er nicht nachts immer wach gemacht hat.
00:59:48: Wenn ich ins Bett gehe, bisschen Ruhe zum Unterfahren.
00:59:49: Ich hatte unglaublich Sorge.
00:59:51: dieses Ehebett war sowieso ein sehr bedrohlicher Ort und hab dann ... Aber ich durfte nicht Kopfhörer im Ohr haben, wenn er reinkam.
00:59:58: Wir hatten schreckliche Streits gehabt weil er durch die Tür kamen und ich hatte ihm nicht ins Gesicht geblickt.
01:00:04: Und hatte ihn nicht freundlich begrüßt.
01:00:05: beim Reinkommen oder ich hatte schon geschlafen, da werde ich geweckt.
01:00:09: Dann haben sich die Streits sich bis Nachts um zwei gezogen oder um halb drei.
01:00:15: Je nachdem wie lange er brauchte bis er fertig war damit.
01:00:19: Mit erst diskutieren, dann lauter werden, dann anschreien, dann durchs Haus stampfen, sich lautstark übergeben und die Treppen runter stolpern alle wecken gegen alle Türen hauen, laut schreiend und heulend im Wohnzimmer sitzen um wieder hochzukommen und sich wieder hin zu legen und das Ganze von vorne.
01:00:42: Und ich war erst ins Nachbarzimmer gezogen weil ich das nicht mehr wollte Und dann am Ende habe ich sogar im Keller gewohnt.
01:00:49: Aber die Phase, die dann kam, die gefühlt, die nächsten sieben Jahre haben aus sowas bestanden.
01:00:55: Immer wenn der da war, war das.
01:00:57: Oder er hat versucht mit mir zu schlafen weil er plötzlich vergessen hatte dass ich gesagt habe wir wollen uns trennen und hat mich angefasst und hat vor den Kindern so zutrag getan als wären wir momentisch miteinander.
01:01:13: Egen deinen ausdrücklichen Willen?
01:01:16: Jo!
01:01:16: Das war so unsere dunkle Seite.
01:01:19: Dass mit diesen ganzen Sachen die Intimität betreffen, waren super schwierig.
01:01:25: Er hat das ganze Spektrum benutzt von am Anfang sich sehr raumachen und sagen meine Vorstellungen wären zu viel und er fühlt sich überfordert und hat mich sehr beschämt mit so ganz normalen Dingen.
01:01:40: Und dann am Ende, wo er merkte, dass ich mich zurückgezogen habe.
01:01:43: Dann zwei Mal unsere typische Diagnose, da wollte er ganz viel und ständig kommen.
01:01:47: Weil die Kinder auf der Welt natürlich Sex haben, wenn das Baby schreit, damit ich beweise, dass er wichtiger ist.
01:01:52: Und dann war er aber gar nicht in Stimmung.
01:01:55: Ich schon gar nicht, aber er auch nicht!
01:01:57: Und dann musst du dir jetzt ein bisschen Mühe geben... ...dass sie mal was einfallen.
01:02:02: Und ich dachte, na ja vielleicht ist doch einfach der falsche Moment ne?
01:02:05: Wir sind gar nicht beide in Stimmung also.... Vielleicht versuchen wir es, wenn die Stimmung besser ist.
01:02:09: Nein, dann muss ich jetzt und da hat unglaublich Druck
01:02:11: gemacht.".
01:02:12: Dann die Gespräche vor die Kinder gezerrt.
01:02:16: Keine glorreiche Zeit, das war schwierig!
01:02:19: Wir waren in einem Urlaub – das war noch sehr viel früher, das nur so als Beispiel.
01:02:23: Da hatte ich mich geweigert im Hotel nicht in die Sauna zu gehen.
01:02:26: Ich stehe nicht drauf.
01:02:28: So, dann hat er den sechsjährigen und den achtjährigen mit in die Nacktsauna von den Erwachsenen genommen in die fünfundachtzig Grad Sauna und hat sich sehr drüber lustig gemacht, dass ich was dagegen habe.
01:02:41: Oder er konnte dann auf dem gemeinsamen Shopping Trip sagen, guck mal da ist ein Sexshop.
01:02:46: wollen wir nicht noch reingehen?
01:02:48: Geht's noch!
01:02:49: Und so hat er diese Sachen immer stärker vor den Jungs getragen, die auch Teenager wurden, die das durch die Wände hören konnten... Die Vorwürfe, die er mir macht.
01:03:00: Am Ende ist es wirklich eskaliert bei uns zu Hause.
01:03:03: Die Jungs sind so wenig wie möglich da gewesen, der kam nach Corona.
01:03:07: dann konnte der Kleine nicht so weiter studieren.
01:03:09: wir wollte musste da noch ein Jahr lang bei uns absitzen.
01:03:12: Ich glaube wir haben den allergrößten Schaden ihm zugefügt im Arm weil er immer mit Kopfhörern versteckt in seinem Zimmer verschanzt war damit er nicht hört was da abgeht.
01:03:23: Das heißt dein Mann hat diesen Trennungswunsch von dir nicht akzeptiert?
01:03:32: Überhaupt nicht.
01:03:33: Jedes Wochenende sagt er, ich habe noch nie davor gehört dass du gesagt hast, du möchtest nicht trennen.
01:03:37: Warum sagst du mir das jetzt im Zeug zum letzten Wochenende besprochen?
01:03:40: Nein, das höchst zum ersten Mal!
01:03:42: Das muss ihr jetzt erstmal verdauen und dann fürchterliches Drama mit nachts in den Wald laufen und mich wiederkommen und am nächsten Morgen Frühstück machen.
01:03:51: kann ich eine Fußmassage machen.
01:03:53: Möchtest du mit mir duschen gehen?
01:03:55: Nein es bestimmt nicht.
01:03:56: Was hast du gestern Abend nicht mitgekriegt?
01:03:58: Dann ging das von vorne los.
01:04:00: Und wie lief das dann weiter, bis ihr euch tatsächlich getrennt habt?
01:04:05: Man kann es so und so sehen.
01:04:06: Es war nicht sehr schlau von mir.
01:04:07: Ich hab einen alten Freund getroffen, ich dachte auch komm, ich suche mal einfach jemand anders, da will er mich nicht mehr.
01:04:15: So ungefähr... War nicht so eine gute Idee, es hat nicht super funktioniert und solche ist einfach nichts draus geworden.
01:04:22: sagen wir's mal so.
01:04:23: aber er hat den riesigen Grund, Essen hervorzuwerfen meinem Sohn davon zu erzählen, Chatverläufe meinen Kindern vorzulesen.
01:04:33: Also du wolltest diesen anderen Mann in eine Beziehung mit dir bringen um dich aus der Alten zu lösen oder was war die Idee?
01:04:42: Also
01:04:42: sagen wir so ich kannte den.
01:04:43: ich fand ihn toll.
01:04:44: wir haben es wieder getroffen.
01:04:46: so wäre die richtige.
01:04:48: Ich dachte vielleicht wird etwas draus und wenn was draus wird dann bin ich einfach weg.
01:04:51: so Dann will er mich auch bestimmt nie wieder.
01:04:54: das war so bisschen naiv die Vorstellung.
01:04:56: Dann wurde nichts draus und du hattest dein Mann immer noch an deiner Seite sozusagen.
01:05:02: Und er hatte ein neues Druckmittel oder beziehungsweise eine neue Geschichte zu erzählen?
01:05:08: Es
01:05:08: ist eben nicht so richtig.
01:05:09: was daraus geworden, es war so etwas Erweiterter, Flirt, Liebelei aber sofort wieder erloschen und das war klar irgendwie... Das habe ich mir gewünscht, aber das funktioniert nicht.
01:05:22: Zwisch!
01:05:22: Das wäre die einfache Variante gewesen, aber dass funktioniert so nicht.
01:05:26: Und dann hatte er Riesen-Munition gegen mich.
01:05:30: In irgendeinem Auffall habe ich auch noch gedacht, wir versuchen es nochmal.
01:05:33: Er hätte mir vielleicht nicht erzählen sollen an dem Moment, dass er sich in seine Assistenten verliebt hat und mir dann immer erzählen soll wie toll er die findet und was er alles mit der machen möchte und wie traurig er ist wenn sie sich nicht meldet.
01:05:46: Das hat's mir schnell wieder abgewirkt.
01:05:48: Von da war eigentlich nur noch, komm bitte nicht am Wochenende!
01:05:52: Warum bist du schon wieder da?
01:05:54: Hätte ich fast gesagt oder
01:05:55: warum?!
01:05:56: Bin ich denn hier nicht willkommen?
01:05:57: Warum darf ich nicht
01:05:58: kommen?".
01:05:59: Und das hat sich fast fünf Jahre gezogen.
01:06:02: Fünf Jahre!
01:06:03: Ich hab wirklich geschrien, meine Kinder haben dann auch gesagt, warum sagst du dir nicht, er soll nicht mehr kommen?
01:06:08: Sag ich habe zu laut wie ich konnte, geschrien geh weg und komm'n nicht wieder.
01:06:13: Was soll ich denn noch machen?
01:06:15: Und hätte es denn keine andere Möglichkeit gegeben Helene dich zu trennen also bis du dieses Haus verlassen hättest und gesagt, ich sorg mich dafür dass er nicht wieder
01:06:25: kommt.
01:06:26: Es wäre genau das gewesen, was er gewollt hätte.
01:06:29: Das war mein Haus.
01:06:30: Das gehörte mir!
01:06:33: Aber es gibt doch sicherlich Möglichkeiten gegeben dafür zu sorgen dass er dein Haus nicht mehr betritt zum Beispiel?
01:06:40: Ich hatte sehr viel mehr Aggressionen aufbringen müssen ja aber ich war an dem Stadium schon einfach so runtergewirtschaftet selber.
01:06:50: Ich wohnte auf den kleinen Gästebett neben der Sauna im Keller.
01:07:02: Wenn er kam, konnte ich kaum noch aufstehen.
01:07:05: Ich habe so starke Gliederschmerzen und Körperschmerzen gehabt, dass ich dachte, wenn er im Haus ist, kann ich eigentlich nicht bis zum Klo gehen.
01:07:13: Und dann hat er nachts diese Sachen veranstaltet von denen ich mich tagsüber schwer erholen konnte, von dem ich tagsüber komplett wettlegreich war, wenn der nachts durchs Haus gewütet ist Noch zwei Stunden lang immer aufwallen, gewimmert hat ganz laut aus seinem Zimmer.
01:07:34: Ich war... ich hab versucht ein anderes Wohnvorhaben für mich umzusetzen hatte da auch einen Antrag eingereicht und plötzlich ging alles in eine Sackgasse das dann abgelehnt worden und ich konnte das nicht verfolgen und dann wurde es auch noch im Job richtig schwierig.
01:07:51: gleichzeitig Dieses Erkommt und er kommt einfach immer wieder und sagt, ich lieb dich doch.
01:07:57: Und wir wollen doch zusammenbleiben und dann kommen diese fürchterlichen riesigen Eskalationen am Ende weg wirklich zerstört.
01:08:09: Wir waren sogar bei einer Paartherapeutin gewesen die hat gesagt macht keinen Sinn uns zu therapieren wenn er nicht eine eigene Therapie ne Engmasche gemacht.
01:08:22: da ist er gewesen Um mir damit zu teilen, seine Therapeuten findet.
01:08:26: ich wäre eine Egozentrikerin die ja gerade auf dem Selbstvermöglichungs-Trip ist und ihn dabei sehr verletzt.
01:08:33: Und sie hätte eben lauter Ratschläge gegeben wie man mit Menschen gehen hier umgehen muss.
01:08:39: Oh!
01:08:39: Ich hatte so ... ich hatte seine Eltern eingeschaltet um um Hilfe zu bitten.
01:08:43: Ich hatte meine Eltern eingeschaltet um Hilfe zubitten.
01:08:47: Ich hatt das Gefühl ich bin überall gewesen.
01:08:50: Was für ein Materium?
01:08:53: Und
01:08:54: seine Eltern haben erst gesagt, ich muss halt die Kinder besser erziehen.
01:08:57: Dann haben sie gesagt ja Sie sehen meine Not aber sie wollen damit auch nichts zu tun haben.
01:09:03: Mein Papa hat sich irgendwann mal heroisch dazwischen geschaltet und versucht mit ihm zu sprechen Aber wir sind da nicht so gut drin bei uns zu Hause.
01:09:09: Das war auch nicht so mittel.
01:09:12: Aber er hat seinen Satz gesagt.
01:09:15: Ich wusste ihn nicht mehr weiter.
01:09:16: Wir hatten alles therapeutisch versucht.
01:09:18: was ging?
01:09:19: Ich hatte ihm gesagt, ich möchte, dass er auszieht.
01:09:21: Er hat in einer eigenen Wohnung quasi im Ausland und trotzdem kam er immer wieder.
01:09:26: Das wo ich hinziehen wollte, das funktionierte nicht.
01:09:29: Ist dann im letzten Moment auch noch geplatzt?
01:09:32: Ich hab mir ein Wohnmobil gekauft.
01:09:35: Und wenn er kam, war ich am Wochenende weg.
01:09:38: Hast du dafür gesorgt, dass ihr euch nichts so viel gesehen habt?
01:09:42: Manchmal habe ich mich wahnsinnig aufgeregt darüber, dass es so ist wie sie ist.
01:09:46: Aber ich wollte ganz klar machen, ich bin weg!
01:09:50: habe sehr viele Tage auf gregnerischen Parkplätzen verbracht.
01:09:55: Einfach umweg zu sein von ihm?
01:09:57: Ja!
01:09:58: Was ist dann passiert, dass er das akzeptieren konnte, dann eines Tages?
01:10:03: Es war alles eine artige Sackgasse gelaufen, bis ich plötzlich an irgendeinem Wochenende oder zwei-drei Wochen entneht ineinander wirklich das Gefühl habe, ich kann nicht aufstehen, habe massive körperliche Symptome entwickelt
01:10:18: und
01:10:18: Plötzlich hab ich das erste Mal gedacht, dass mir auch schon alles egal und kann ja auch tot sein.
01:10:23: Und es war irgendwie so ein Moment, wo ich gemerkt habe okay, nee, das ist krass jetzt!
01:10:28: Das hat es zu dir eigentlich geschworen, wenn's dir noch mal so geht, was machst du?
01:10:33: Eigentlich hast du die Grenze immer seit Jahren schon immer weiter rausgezogen und weiter raus gezogen, weil du auch dachtest ohja, es geht eben so schlecht, er ist am Ende seiner Nerven... Er hat so viel mit Selbstmord gedroht Er ist so oft weggelaufen mitten in der Nacht und hat sein eigenes Ableben angedroht.
01:10:51: Ich hab dann immer nur noch gesagt, du also sag das nochmal und dann hoffe ich den Notarzt und die Polizei, denn er hat das weder ein halbes Jahr nicht gemacht aber dann kam es halt wieder wie gesagt immer so bis auf die Grenze vom Vulkan aber keinen Schritt zu weit kein Zentimeter zu weit Und plötzlich nahm auch die Aggression irgendwie wieder zu.
01:11:12: Plötzlich habe ich mich mega unsicher gefühlt Zuhause Das hatten wir Jahre nicht, dass ich mich körperlich unsicher gefühlt habe.
01:11:21: Der konnte dann stundenlang hinter mir herlaufen und mich um sechs bedrängen durchs ganze Haus, thirty-six Stunden, achtundvierzig Stunden, klein setzige Stunden nachts tagsüber und dann plötzlich mich auf der Treppe stellen und plötzlich mich unsicher fühlte.
01:11:36: Also es waren so merkwürdig... Ich kann das gar nicht beschreiben!
01:11:38: Es waren so merkwürdige Sitzen wo er mich in so eine Enge getrieben hat, wo ich plötzlich mich körperlich extrem unsichergefühlt Wo ich nicht sicher war, was seine nächste Eskalationsstufe ist.
01:11:48: Und gleichzeitig brach mir alles zusammen alle die Wege, die ich mir gesucht hatte wo ich vielleicht hinziehen könnte.
01:11:53: Ich habe Wohnungen gesucht ohne Ende.
01:11:55: Ich hab Airbnbs geguckt Bin an den Wochenenden weg gewesen Alles schien in eine Sackgasse zu laufen Habe ja auch noch ein Hund an der Backe und dann wird es noch viel schwieriger Nimm irgendetwas zu regeln Bin alle Ferien weggefahren so gut ich konnte Das war so ne super super krasse Sackkasse Und habe ich jemanden kennengelernt, der sich die Geschichte angehört hat.
01:12:18: Das hat irgendwie alles verändert und deswegen ist das so krass, dass es vielleicht auch so ... Die Kinder sind davon, warum ich das erzählen möchte, weil das erste Mal, dass ich das jemand einfach angehörte.
01:12:31: Bereit war die ganze Geschichte mit allen hässlichen Abzweigungen zu hören.
01:12:36: Ich hab sofort sozusagen das hässlichste von mir erzählt was ich dazu beigetragen habe.
01:12:42: Aber dass sich das jemand angehört hat und es anderen konnte, hatte alles wollen wird.
01:12:47: Und das war natürlich mega!
01:12:50: Das hat den wesentlichen Unterschied gemacht.
01:12:51: Ich konnte das jemandem erzählen.
01:12:53: Der hat das angehört ohne zu flinchen.
01:12:56: Man hat gesagt ja ist ja auch richtig scheiße was dir da passiert ist... ...und hat mir in Kontakt zwei Frauenbereitungsstelle gemacht?
01:13:08: Und ich bin also sehr wieder weltlich hingegangen weil ich gesagt habe naja Und dass es ja für Menschen, die häusliche Gewalt erlebt haben, hatte ich jenige schon gesagt.
01:13:20: Gießen einfach hin und dann habe ich mich noch die ersten Termine, die da war geschehen, weil ich dachte meine Geschichte ist überhaupt nicht schlimm genug.
01:13:32: Darf ich da ganz kurz einmal für die Zuhörenden auch reingreetschen, Helene?
01:13:37: Weil du hast häuslische Gewalt erlebt!
01:13:41: Es gab keinen körperlichen Übergriff dir gegenüber, also zumindest keinen Direkten in dem er dich geschlagen hätte.
01:13:47: Aber auch dieses Wüten zu Hause das Schreien des Dinge schmeißen gegen Türen schlagen all das ist häusliche Gewalt.
01:13:57: Ja ich weiß hat dann aber ein bisschen gebraucht bis ich es verstanden habe.
01:14:02: Ja mir geht's gerade auch vor allem um diejenigen die hier zuhören und die vielleicht in der Situation sind in der du damals warst so denken Das ist nicht die richtige Stelle für mich, die kümmern sich um Menschen, die was ganz anderes erleben als ich.
01:14:18: Bitte bitte bitte geht dahin sucht euch Unterstützung!
01:14:22: Die Schwelle zur häuslichen Gewalt ist viel viel geringer, als ihr vielleicht in dem Moment glaubt und selbst wenn es Menschen gibt, die Schlimmeres erleben heißt das noch lange nicht dass ihr kein Recht habt euch Unterstützung zu suchen.
01:14:35: also bitte geht da hin.
01:14:37: Ja, es war auch wirklich das.
01:14:38: Sie mussten mich wirklich überzeugen.
01:14:41: Dieser eine Mensch, der da in mein Leben getreten ist und mich dahin gebracht hat... ...und dann die von der Beratungsstelle auch.
01:14:47: Und wow!
01:14:48: Ich bin da hin und denke, die sind so jung, ich bin so ne alte Frau und nach so vielen Jahren komme ich hierhin mit so einer Geschichte.
01:14:53: was denkt ihr denn?
01:14:55: Und die waren so gut und sie haben mir einen Exitplan gemacht und damit hat's funktioniert.
01:15:02: Wir haben fünf Sitzungen das durchgesprochen, was ich machen muss und welche Reihenfolge mit was ich rechne.
01:15:09: Wie ich mich vorbereite wie ich mich um die Unterstützung suche.
01:15:14: Was meine Sorgen sind dabei und all solche Sachen.
01:15:17: Und es war alles.
01:15:18: auch noch ist ja alles kostenfrei.
01:15:21: also man geht da hin und die haben einfach Zeit und man darf da einfach sein.
01:15:25: und die macht einfach wenn sie denken brauchen wir nächste Woche wieder einen Termin oder noch diese Woche.
01:15:30: Das war so war quasi zu beschämt, weil ich wirklich immer in dem Moment noch dachte naja komm.
01:15:36: also wir haben hier eine sehr schwächelige Beziehung.
01:15:39: aber da ist es auch und hat das... Ich glaube ich habe das.. ich weiß nicht was ich gesagt habe.
01:15:47: Aber mit diesem Plan hat's geklappt!
01:15:50: Ich hatte dann so Sprechkarten von denen bekommen wo ich dann wusste was ich sagen soll ungefähr oder was ich kommuniziere und dann war das so klar und dann bin ja sofort zum nächsten Anwalt gegangen.
01:16:03: Ich habe das alles so kommuniziert, wie die mir das gesagt haben.
01:16:06: Ehrlich gesagt muss ich echt sagen, da war ein bisschen ein Blank da was da angeht.
01:16:11: Ich hab da auch Erinnerungslücken aber er hat es sofort gerochen.
01:16:15: dass ist mir jetzt ganz ernstes und von einen Tag auf den anderen konnte er sein Verhalten regulieren, hat das so abgestellt.
01:16:23: Wird ein einziges... Nein, der hat noch richtig heftiges Gespräch noch wo er mehr sehr viel finanzielle Erfolgen angedroht hat Und am Ende habe ich mich aus allem rausgekauft, hätte ich fast gesagt indem ich auf alles verzichten habe und ihm ganz viel belassen habe.
01:16:44: Das hat es natürlich sehr einfach gemacht.
01:16:45: er hat von unserer Trennung sehr finanziell sehr profitiert.
01:16:50: das hat's erleichtert.
01:16:53: Das ist zwar manchmal auch ein bisschen... Ohne sie auch nicht!
01:16:56: Ich bin noch nicht richtig stolz drauf aber ist anders nur mir auch egal.
01:17:01: und dann haben wir den Ausstieg so gemeinsam geschafft und ich hab ganz schnell gewusst, dass ich das machen muss was ich ganz lange nicht machen wollte.
01:17:11: Dass ich aus dem Haus, wo ich zehn, dreizehn Jahre gelebt hatte und was meins war, was ich sehr geliebt habe, das ist jetzt verlassen muss weil er immer wieder dahin zurückkommen wird.
01:17:23: Und ich hab mich sehr schnell für etwas Neues entschieden bin.
01:17:28: Hab alles verkauft, hab alles hinter mir gelassen, bin in einen anderen Ort gezogen.
01:17:35: durchgehalten, ihn kein einziges Mal das neue auch nur anschauen zu lassen und mich ein einziges mal dort besuchen zu lassen.
01:17:43: Und konnte sich das für mich so'n bisschen
01:17:46: entzerren.".
01:17:47: Und wie gesagt ich habe alle Eheverträge, alle nachträglichen unterschrieben die ich unterzeichnen sollte.
01:17:53: Ich hab eben nach so langer, nach siebenzwanzig Jahren verheiratet sein auf alle Unterhalts- und Versorgungsausgleiche verzichtet ihm noch eine Immobilie überlassen.
01:18:08: Schulden bei mir stehen noch.
01:18:11: Und mir geil!
01:18:13: Hat ein bisschen gedauert jetzt mit der Scheidung, weil das dann auch noch über eine Grenze geht und dann habe ich mich auch da auf alle Bedingungen eingelassen, hatte ganz viel Glück dass sich da noch aus dem Familienkreis Unterstützung bekommen habe, weil sonst hätte ich es... Ich war noch nicht in der Verfassung das durchzuziehen richtig oder diese Termine.
01:18:35: Nein, ich hab alle Termine eingehalten.
01:18:37: was ich noch nicht konnte war irgendwie immer wieder im Anwaltsbüro anzurufen und sagen wie ich stets hinjetzt und sind jetzt alle unterlagen da.
01:18:43: dafür war noch kein bisschen Kraft in mir.
01:18:49: Und dann ein Jahr später nachdem ich also wirklich damit dem Frauenhaus da sozusagen ausgestiegen bin handelte sich nochmal gemeldet und angesagt.
01:19:03: Ich hatte gesagt, ich hatte einen Gefahr zum Schluss.
01:19:06: Was ich gut finde und ich es habe gesagt.
01:19:07: Ich bin so ein bisschen wie bei den anonymen Alkoholikern.
01:19:10: Ich bräuchte einen Treffen wo ich regelmäßig hingehe wenn ich zwischendurch noch mal meinen Kopf sagen sollte.
01:19:15: Es war vielleicht alles nicht so schlimm dass ich dann sage, äh ich hatte eine Sekunde wo ich diese Woche dachte das wäre vielleicht allesnicht so schlimm.
01:19:21: Das wär schön, weil wir die früheren alle sitzen im Kreis und sagen nein ganz bestimmt nicht.
01:19:25: Das ist ne ganz ganz doof Idee.
01:19:28: So was bräucht dich eigentlich?
01:19:29: Und dann haben sie tatsächlich eine Selbsthilfegruppe ins Leben rufen können und mich eingeladen habe ich wieder gesagt.
01:19:36: Ich glaube, sie wird super gerne aber ich glaube wirklich mein Fall ist nicht relevant genug.
01:19:42: da sollen die Frauen hin, die schlimme Sachen erlebt haben, nicht so wie ich.
01:19:47: Und mir geht es ja gut und so.
01:19:48: Und dann, Frieda, man freut mich sehr bestätig, stärkt dahin zu gehen.
01:19:54: Man macht das.
01:19:55: Wenn die dich fragen, dann glauben die dass es notwendig.
01:20:02: Beim ersten Mal da sitzen und die Geschichten von den anderen anhören, ist es mir irgendwie... Da erst bin ich so klar geworden was das alles war.
01:20:12: Und dass ich mich nicht schämen muss weil ich jetzt so ungefähr meine Geschichte kann da locker mithalten.
01:20:16: und halleluja!
01:20:18: Was ist denn da alles passiert in der Zwischenzeit?
01:20:22: Dann hab' ich Podcast darüber gefunden habe dein Podcast gehört und hab' Ich die Geschicht gehört und dann war das immer so meine... meines Elbshilfrunde.
01:20:31: Entweder hab ich da noch Treffen gehabt, solange liefen oder wenn ich so einen schwachen Moment habe und ich so ein Podcast gehöre, dann ... nein, nein!
01:20:38: Das war wirklich nicht alles gut.
01:20:41: Es war auch nicht halb zu schlimm, sondern es ist schlimm und das darf nicht sein.
01:20:46: Ja, und ich glaube auch, mir ist das wichtig, schlimm is kein Wettbewerb.
01:20:52: Schlimm heißt nicht dass nur die Person, die das schlimmst Mögliche erlebt hat, einem Recht hat darüber zu sprechen davon belastet zu sein.
01:21:02: Ich glaube, jede Geschichte ist auf ihre Art furchtbar und hat Raum verdient.
01:21:08: Und deswegen mache ich ja auch diesen Podcast um all diesen Geschichten in so unterschiedlichen Ausprägungen ihren Raum zu geben ohne dass es dahinter in irgendeiner Form eine Bewertung gibt das eine Geschichte schlimmer sei oder sein müsse als eine andere sondern die gesamte Bandbreite solcher toxischer Beziehungen wirklich hörbar, sichtbar zu machen und dafür zu sorgen dass Menschen aus dieser Idee auch ein Stück weit austreten.
01:21:37: Ich habe hier nichts zu erzählen oder das was ich erlebt habe ist nicht der Redewert ganz im Gegenteil.
01:21:45: Und deswegen liebe Helene nochmal auch an dieser Stelle ganz ganz vielen Dank an dich, dass du dich gemeldet hast und dass du deine Geschichte hier erzählst und ja ganz offensichtlich für dich auch dieses Momentum überwunden hast.
01:21:58: mittlerweile weiß, dass deine Geschichte einen wichtigen Beitrag leisten kann.
01:22:06: Dazu das andere, die ihre
01:22:07: erkennen.".
01:22:08: Das glaube ich absolut und das ist auch eben so toll, dass es dein Podcast jetzt zum Beispiel gibt weil... Ich glaub' das ist ein super Regulativ!
01:22:16: Es wird uns so viel erzählt wie wir sein sollen als Frauen, wie wir jetzt sein sollen as Mütter und was unsere Rollen sind und sowas Und dann ist es so schwer da Zwischendurch zu fühlen, wie es einem wirklich geht damit und was wirklich noch gut ist für einen.
01:22:31: Und dafür hilft das mega!
01:22:33: Wie
01:22:34: geht's dir denn heute mit all dem?
01:22:36: Wenn du so zurück schaust...
01:22:40: Es war eine Herausforderung für mich, dass alles mal in einem Blog zu erzählen.
01:22:44: Ich bin überrascht selber wenn ich merke wo mir die Stimme bricht und was mir wichtig ist.
01:22:49: aber ich bin einfach super und ich glaube, dass wir eben auch klar geworden am Dankbassen dafür bin.
01:22:54: nicht, dass ich das verstanden habe und dass ich das jetzt andersrum sehen darf.
01:22:59: Und war bestimmt auch nicht leicht, sieht meine Umwelt auch nicht so.
01:23:03: Ich muss das für mich immer die Fahne hochhalten, dass ich weiß ... Die sehen das vielleicht nicht so, aber ich sehe es so.
01:23:10: Aber ich glaube, das ist das Allerwichtigste, das macht mich mega dankbar!
01:23:14: Da sind mir auch so die Tränen gekommen zu wissen heute zu wissen, die Realität sehen anders aus und ich muss mir das nicht vorwerfen.
01:23:19: Das ist eine Riesen-Erleichterung für mich.
01:23:23: Doch, ich würde sagen... Also am Ende bin ich einfach dankbar, dass ich jetzt da bin, wo ich bin.
01:23:30: Wie gesagt vielen Dank, dass du diese Geschichte mit uns geteilt hast!
01:23:34: Gibt es noch Aspekte die wir noch nicht besprochen haben?
01:23:38: Die noch wichtig wären zu erwähnen oder vielleicht noch einen Wunsch oder ein Thema an die Zuhörenden direktzurichten?
01:23:47: dann ist dafür jetzt noch Platz.
01:23:49: Ich würde einfach nochmal gerne das unterstützen was du auch gesagt hast Die Arbeit, die Frauenhäuser und die Frauenberatung stellen machen ist unverzichtbar.
01:23:58: Und wir können gar nicht dankbar genug sein, dass es diese Einrichtungen gibt... ...und ich würde auch gerne ein bisschen das fortführen und sagen,... ...dass wir auch immer dran denken, dass das po unsre... Ich hab jetzt keine Töchter wo unsere Mädels sind, unsere Frau und der Zukunft hingehen.
01:24:17: Dass das mit uns in den Händen von uns... Frauenlicht und das Fährl wissen, dass wir deine Verabtrengung füreinander haben.
01:24:24: Dankeschön Helene!
01:24:26: Ich danke dir.
01:24:27: Entschuldigung, dass ich jetzt so emotional bin aber...
01:24:30: Alles gut.
01:24:31: Das darf sein.
01:24:33: Danke.
01:24:34: Ich danke auch.
01:24:35: Dreißig Jahre zwei Kinder unzählige Umzüge und am Ende einen Ausstieg der Helene fast das Leben gekostet hätte bevor er es gerettet hat.
01:24:45: Das ist die Geschichte die uns Helene heute erzählt hat.
01:24:49: Ich möchte diese Geschichte nicht in einzelne Symptome zerlegen.
01:24:53: Ich möchte dir an ihrer Geschichte zeigen, wie eines aus dem anderen wurde – weil genau darin für mich der Schlüssel zum Verständnis liegt, warum Helene so lange geblieben ist, obwohl sie, wie sie selbst sagt von Anfang an gespürt hat, dass diese Beziehung ihr nicht gut tut!
01:25:09: Fangen wir mit dem Winterball an.
01:25:11: Ein charmanter Mann, ein besonderer Abend und mittendrin schon die ersten kleinen Merkwürdigkeiten, die Helene an diesem Abend einfach übergeht?
01:25:20: Weil das Gesamtbild so schön war.
01:25:22: Er erzählt von seiner Frisur, seiner Familie davon wie gut er tanzen kann – und sie ist hin-und weg weil ein so toller Mann sich für sie interessiert!
01:25:32: Genau in diesem Satz steckt schon das Fundament der ganzen Beziehung.
01:25:37: Helene beschreibt sich selbst als das unscheinbare Mädchen, dass froh sein muss überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen.
01:25:44: Aus meiner Arbeit mit Klientinnen kenne ich dieses Gefälle sehr
01:25:47: gut.".
01:25:48: Wenn
01:25:48: eine Frau in einer Beziehung mit dem Gefühl geht sie sei die weniger wertvolle, die die dankbar sein müsse dann verschiebt sich von Anfang an die Grundlage auf der später verhandelt wird.
01:26:00: Man fordert nicht sondern man hofft setzt keine Grenzen.
01:26:03: stattdessen ist man erleichtert dass man überhaupt gewählt wurde.
01:26:08: In den folgenden Jahren, während der langen Zeit des Hin und Hers in der er sich mal meldet und mal verschwindet lernt er dann etwas über Helene das für den Rest der Beziehung entscheidend werden wird.
01:26:19: Er merkt wenn sie innerlich kurz davor ist ihn loszulassen.
01:26:23: Helene erzählt von dem Brief, den Sie damals geschrieben hatte um endgültig Schluss zu machen – und davon wie er genau in diesem Moment einen Richtungswechsel vollzieht!
01:26:33: Diese Fähigkeit, den Punkt zu spüren an dem eine Partnerin kurz vorm Absprung steht und genau dann mit Nähe, mit Verletzlichkeit oder mit einem großen Versprechen zur Kontern taucht in Helenes Geschichte immer wieder auf.
01:26:47: Auch Jahrzehnte später noch als er ihr nach einer nächtlichen Eskalation am nächsten Morgen Frühstück macht und fragt ob sie mit ihm duschen möchte als wäre nichts gewesen!
01:27:02: Wiederfindest dieses fast unheimliche Gespür für den Moment, in dem jemand gehen will.
01:27:08: Dann weißt du jetzt – das ist kein Zufall!
01:27:11: Es ist eine erlernte Strategie um Kontrolle über den Zeitpunkt einer Trennung zu behalten oder sie gänzlich zu
01:27:17: verhindern.".
01:27:18: Ein weiterer Baustein der früh gelegt wird und der Helene's ganzes weiteres Leben prägt ist der Zeitdruck rund um Kinder und Ehe.
01:27:26: Helene erzählt, dass sie schon als junges Mädchen wusste, Und wegen einer früheren Operation blieb ihr nur ein sehr enges Zeitfenster dafür.
01:27:36: Dieser medizinische Druck trifft auf sein plötzliches Verben um Heirat und Familie in einer Phase, in der die Beziehung selbst alles andere als stabil war – und das ist eine sehr wirkungsvolle Kombination!
01:27:48: Ein äußerer Zeitdruck, der eigentlich nichts mit der Beziehungen zu tun hat verschmilzt mit dem großen Versprechen des Partners bis beides wie eine einzige ja dringende Notwendigkeit
01:28:00: wirkt.".
01:28:00: Helene bindet sich, sie heiratet, bekommt Kinder und all das geschieht bevor sie wirklich die Zeit hat dazu prüfen ob dieser Mann der richtige Partner für Sie ist.
01:28:10: Mit den Schwangerschaften beginnt dann das was sich wie ein roter Faden durch ihre gesamte Geschichte zieht – die vielen, vielen Umzüge erst ins Ausland dann zurück, dann wieder über eine Grenze immer weit weg von ihrer Familie, von Freundinnen, von jedem Menschen der von außen hätte sagen können Das hier, das bei euch.
01:28:29: Das läuft doch nicht
01:28:30: gut.".
01:28:31: Und so verliert Helene mit der Zeit genau die Menschen, die später ein Korrektiv hätten sein können!
01:28:37: Sie beschreibt wie sie mit zwei kleinen Kindern allein in fremden Wohnungen saß – ohne Auto, ohne die jeweilige Sprache zu sprechen?
01:28:45: Ohne jemanden, der einfach mal fragt… brauchst du Hilfe oder wie geht's dir eigentlich
01:28:50: wirklich?!
01:28:52: Eigentlich, wenn der Punkt dieser Geschichte liegt für mich aber nicht in den Umzügen sondern in einem einzigen Satz kurz nach der Geburt ihres ersten Sohnes.
01:29:01: Helene ist mit einer beginnenden Angststörung bei ihrer Hausärztin die ihr eine Psychotherapie empfiehlt.
01:29:07: Als sie das zu Hause anspricht sagt ihr Mann, wenn Sie das Thema noch einmal erwähne ziehe er noch am selben Abend aus dem gemeinsamen Schlafzimmer aus.
01:29:17: Ich möchte dass du dir diese Szene mal kurz vorstellst.
01:29:21: Da gab es jetzt keine Ohrfreige, keinen Wutausbruch.
01:29:24: Stattdessen setzt er einfach ein Ultimatum.
01:29:28: Er formuliert es wie eine Konsequenz die Helene sich selbst zuzuschreiben hätte und genau das macht diese Form von Kontrolle so schwer zu durchschauen.
01:29:38: sie wird nicht als das erkannt was sie ist nämlich Gewalt.
01:29:43: statt dessen wirkt sie wie eine Grenze die er für sich zieht und erzieht sie genau in diesem Moment um ihr jede Möglichkeit zu nehmen, mit einer außenstehenden Person über das zu sprechen was in der Beziehung passiert.
01:29:57: Ab diesem Moment weiß Helene, jede Suche nach Unterstützung von Außen wird mit Liebesentzug beantwortet.
01:30:03: Sie geht trotzdem hin macht es aber heimlich – Mit dem Baby unter dem Arm und Panikattacken im Bus ohne dass er jeder davon erfährt!
01:30:11: Diese eine Reaktion legt fest wie die kommende Jahrzehnte funktionieren werden Immer, wenn Helene sich später etwas Eigenes aufbaut.
01:30:20: Eine Frauenrunde in der Gemeinde eine neue Kollegin ein kleines Netzwerk von Freundinnen reagiert eher mit Eifersucht, mit Sabotage oder mit dem Versuch, sich selbst hineinzudringen um die Kontrolle darüber zu behalten was Helene mit anderen teilen kann.
01:30:37: Es ist immer dieselbe Botschaft in neuem Gewand Du darfst dir keinen Raum schaffen den ich nicht kontrollieren kann.
01:30:45: Parallel dazu bleibt seine Eskalation über all die Jahre
01:30:48: so austariert,
01:30:50: dass sie sich nie vollständig greifen lässt.
01:30:53: Helene selbst nennt es den Tanz auf dem Vulkanrand ein Bild das ich sehr treffend finde!
01:30:58: Er schreit, er schlägt gegen Türen und Wände, er übergibt sich lautstark mitten in der Nacht – und einmal droht er ihr sogar, ihr den Finger zu brechen wenn sie ihm vor anderen widerspricht.
01:31:09: Auch das ist bereits häusliche
01:31:12: Gewalt.".
01:31:13: Doch den letzten Schritt, also sie auch wirklich körperlich zu verletzen, denen geht er nie.
01:31:18: Diese kalkulierte Zurückhaltung sorgt dafür, dass niemand weder Helene noch später die Paterapeuten je einen Punkt findet, an dem sich mit letzter Klarheit sagen lässt – hier ist eindeutig eine Grenze überschritten worden!
01:31:31: Und genau diese Unschärfe ist es, die es so unfassbar schwer macht zu gehen.
01:31:36: Man kämpft ständig gegen das eigene Gefühl an….
01:31:39: Vielleicht übertreibe ich, vielleicht ist es doch nicht so schlimm.
01:31:42: Vielleicht bin ich diejenige, die zu überempfindlich
01:31:45: reagiert.".
01:31:46: Wenn du selbst in einer Beziehung bist, in der du dich ständig fragst ob das was du erlebst überhaupt zählt?
01:31:52: Weil ja nie wirklich etwas Eindeutiges passiert!
01:31:55: Dann möchte ich dir sagen – diese Frage allein ist bereits ein Wahnsignal.
01:32:00: Eine gesunde Beziehungen lässt sich NICHT in permanenter Unsicherheit darüber zurück, was gerade wirklich geschehen ist….
01:32:07: und die Schwelle zur häuslichen Gewalt ist oft längst überschritten, selbst ohne dass du dafür angefasst werden musst.
01:32:14: Weil ihre Stimme über so viele Jahre entwertet wurde, übernimmt irgendwann Helenes Körper die Aufgabe, die ihre Worte nicht mehr übernehmen durften.
01:32:23: – nach der ersten Geburt kann Helene kaum das Haus verlassen aus einer Angst heraus, die sich auf alles und jeden richtet!
01:32:31: Jahre später in einer Phase, in der er sie stundenlang durchs Haus verfolgt und bedrängt, entwickelt sie so starke körperliche Schmerzen, dass sie kaum bis zur Toilette gehen kann.
01:32:41: Und genau in diesem Moment kommt ihr zum ersten Mal der Gedanke – dann kann ich auch tot sein!
01:32:47: Als Folge von Jahren, in denen Sie gelernt hatte ihre eigenen Grenzen nicht mehr aussprechen zu können weil jedes mal wenn sie es versucht hatte etwas anderes dafür verloren ging….
01:32:59: Der Körper beginnt zu sprechen, weil die Stimme es so lange nicht mehr durfte.
01:33:03: Und wenn du in dir ähnliche Signale spürst – ständige Erschöpfung oder Schmerzen ohne erkennbare Ursache?
01:33:09: Dann bitte nimm das ernst!
01:33:11: Dein Körper lügt nicht.
01:33:13: Selbst wenn dein Kopf noch nach rationalen Erklärungen sucht, sendet er dir ein
01:33:17: Signal.".
01:33:18: Was Helenes Ausstieg am Ende möglich macht ist ausgerechnet das was von Anfang an verhindert werden sollte.
01:33:24: Ein Mensch hört ihr zu, ohne wegzusehen… und glaubt ihr ohne zu bewerten.
01:33:30: Für Helene ist das der entscheidende Unterschied, weil sie damit zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine Bestätigung von außen bekommt – für etwas, dass sie längst in sich gespürt
01:33:40: hatte.".
01:33:41: Sie geht danach zur Frauenberatungsstelle zunächst mit dem Gefühl, ihre Geschichte sei doch gar nicht schlimm genug für diese Hilfe!
01:33:48: Auch das ist etwas, was ich immer wieder höre… Menschen die glauben, ihr Leid müsse erst eine bestimmte Schwere erreichen bevor es
01:33:55: zählt!"
01:33:56: bevor überhaupt darüber gesprochen werden darf.
01:33:59: Aber bitte, bitte!
01:34:00: Das ist kein Wettbewerb und niemand muss erst das Schlimmste Mögliche erlebt haben um das Recht auf Unterstützung zu haben.
01:34:08: Auch du wenn Du gerade zweifelst hast das Recht
01:34:11: darauf.".
01:34:12: Selbst der Ausstieg trägt dann noch die Handschrift dessen was sie in dieser Beziehung gelernt hat.
01:34:18: weil sie über Jahrzehnte wusste dass jede Forderung Eskalation bedeutet verzichtet sie am Ende auf Unterhalt und Versorgungsausgleich, um schnell und ohne weiteren Kampf herauszukommen.
01:34:30: Das ist derselbe Reflex wie beim Winterball – lieber weniger verlangen als zu riskieren alles zu verlieren!
01:34:36: Nur dass es diesmal nicht mehr um die Beziehung geht sondern um ihr
01:34:39: Leben.".
01:34:40: Ich danke Helene von Herzen, das Sie uns so tief in Ihre Geschichte hat blicken lassen mit all den Jahren den Umzügen und den kleinen und großen Momenten, in denen Sie sich selbst verloren und am Ende wiedergefunden hat.
01:34:54: Wenn dich ihre Geschichte berührt hat, wenn du selbst spürst, dass etwas in deiner Beziehung nicht stimmt aber du es noch nicht klar benennen kannst dann melde dich bei einer Beratungsstelle in Deiner Nähe oder buche dir dein kostenfreies Erstgespräch mit mir Und wir schauen ob ich die richtige Begleiterin für deinen weiteren Weg bin.
01:35:12: Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
01:35:15: Den Link zu meinem Kalender findest du in den Show-Notes.
01:35:18: Bucht Dir gern jetzt direkt deinen Termin.
01:35:21: Ich danke dir, dass du heute wieder zugehört hast.
01:35:24: Damit Helenes Geschichte und die Geschichten aller anderen in diesem Podcast die erreichen, die sie gerade brauchen!
01:35:31: Teile diesen Podcast mit einer Freundin aus deinem Umfeld, abonniere ihn wo du ihn jetzt gerade hörst – und wenn du magst hinterlass eine Bewertung.
01:35:39: das hilft auch anderen dabei, diesen Podcast zu finden.
01:35:43: Falls du heute zum ersten Mal dabei bist ich bin Jennifer Beraterin & Coach Mit Masterabschluss.
01:35:51: Als Betroffene weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schwer der Weg aus einer solchen Beziehung sein kann und wie möglich Veränderungen trotzdem ist.
01:36:00: Ich begleite Frauen dabei toxische Beziehungsmuster zu erkennen sich selbst wieder zu vertrauen und ihren eigenen Weg zu finden!
01:36:08: Wenn du deine Geschichte in diesem Podcast erzählen möchtest dann schreib mir gerne eine E-Mail an podcast at nazismus-coach.de.
01:36:17: Die E-mailadresse findest Du ebenfalls in den Shownotes verlinkt.
01:36:20: In der nächsten Folge erscheint in zwei Wochen, du bist nicht allein und es gibt auch für dich einen Weg hinaus.
01:36:27: Bis ganz bald alles Liebe, deine Jennifer!
Neuer Kommentar